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Mit viel Fantasie wird die Wartezeit aufs Christkind verkürzt. [Foto: theater 1]

Goethe, Kröte, neun Todesfälle und ein Schneider

Bad Münstereifel: In der Vorweihnachtszeit wartet das theater 1 erneut mit unterhaltsamen Inszenierungen für Jung und Alt auf. Bereits am Samstag, dem 16. Dezember, wird um 20.00 Uhr auf der Bühne vom „Kulturhaus theater 1“, Langenhecke 2 – 4, eine umwerfend inszenierte, turbulente Märchen-Adaption zu sehen sein: Basierend auf dem Grimm’schen Märchen vom „Tapferen Schneiderlein“ zeigt Schauspieler und Theaterchef Jojo Ludwig eine Version, die garantiert jedes Juristenherz höher schlagen lässt.

Das „Tapfere Schneiderlein“ steht auf der Fahndungsliste. [Foto: theater 1]

Tatbestand: Totschlag in neun Fällen (sieben Fliegen, zwei Riesen), Hochstapelei, Vorspiegelung falscher Tatsachen, Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Amtsanmaßung. Der Tat dringend verdächtig: Bruno Schneider, von Beruf ehemals Schneider, jetzt König. Eine Bilderbuchkarriere.
Personenbeschreibung: Schmächtige Gestalt, circa 1,75 Meter groß (mit Hut circa 2,85 Meter), graublaue Augen, dunkelbraunes Haar.
Aber Vorsicht: Der Tatverdächtige ist mit Schere und Nadel bewaffnet. Hinweise, die zur Ergreifung dieser Person führen, nimmt jede Polizeidienststelle entgegen…

Aber Moment mal, ist jener schmächtige Schneider nicht doch der Gute?
Sorgt er nicht dafür, dass der König kostenlos eine Reise nach Sansibar antreten kann? Zugegeben, in einer ziemlich unbequemen Kiste, aber das hat er auch verdient.
Das tapfere Schneiderlein heiratet eine Prinzessin – ist er gar noch ein Heiratsschwindler? Nein, bestimmt nicht, denn die Prinzessin liebt ihn und er liebt sie. Und sowohl Fliegen als auch Riesen, Wildschweine, Einhörner und Musfrauen können einem mitunter ganz schön lästig werden.
Also alles ein Justizirrtum? Vielleicht.

Jojo Ludwig spielt in einem reich ausgestatteten Bühnenbild eine verblüffende Märchen-Variante für Erwachsene und überrascht dabei immer wieder mit außergewöhnlichen Darstellungs- und Erzählweisen.

Für die kleinen und großen Gäste, die Heiligabend ungeduldig aufs Christkind warten, gibt es am 24. Dezember nachmittags um 15.00 Uhr inspirierende Unterhaltung: „Weihnachten bei Goethe, Wassermaus und Kröte“. Damit möchten die Betreiber des Kulturhauses allen jungen (ab vier Jahren) und älteren Theaterbesuchern, die sehnsüchtig auf die Bescherung warten, auf kreativ-inspirierende Weise die Zeit verkürzen:

„Von drauß’ vom Walde komm ich her …“
„Ele mele mink mank, pink pank, use buse ackadeia, eia weia weg!“
„Himpelchen und Pimpelchen stiegen auf einen Berg … „
„Der Kuckuck und der Esel, die hatten einen Streit … „

Jeder kennt Verse wie diese und wer sie nicht kennt, beziehungsweise – vor lauter Alltagsstress – schon wieder vergessen hat, kann sie zusammen mit seinen Kindern oder Enkeln bei diesem liebevoll inszenierten Theaterstück neu entdecken.

„Goethe, Wassermaus und Kröte“ ist mit viel Sorgfalt auf die Bedürfnisse und die Auffassungsgabe der jüngsten Zuschauer abgestimmt: Während Christiane Remmert Kinderreime, Gedichte, Lieder und Geschichten vorträgt, gestaltet ihr Partner Jojo Ludwig hauptsächlich den visuellen Teil. Er illustriert das Vorgelesene mit Figurenszenen und untermalt die Lieder mit Live-Musik. So bekommen die Kinder einen zusätzlichen Reiz, das Gesehene auch selbst einmal mit den eigenen Spielsachen auszuprobieren.

Selbstverständlich wurde auch bei dieser Inszenierung an die Erwachsenen gedacht, die ihren Kindern, Enkeln oder Urenkeln dabei helfen können, die ersten Schritte in die Welt des Theaters und der Poesie zu unternehmen. Manch einer wird sich vielleicht auch selbst an längst vergessene Kinderlyrik erinnern.

Wenn man sich also demnächst wieder einmal fragen sollte, welche sinnvolle Alternative zum Fernsehen es für die Kinder noch gibt, dann könnte man in Erinnerung an diese Inszenierung eine Antwort finden. Das Stück bietet zudem die überaus seltene Gelegenheit, Johann Wolfgang von Goethe einmal persönlich kennen zu lernen, denn er ist bei der Aufführung anwesend. Auch wenn er noch sehr klein ist.

Karten gibt es an der Tageskasse; es wird empfohlen, unter 02257 – 4414 oder unter zu reservieren.

All jene Theaterbesucher, die am 31. Dezember traditionsgemäß im Bad Münstereifeler Kulturhaus den tapsigen Bär zum Försterball begleiteten, werden am Silvesterabend allerdings enttäuscht sein. Aus veränderten, rechtlichen Gründen kann das Kult-Stück in diesem Jahr nicht aufgeführt werden. „Schade“, meint Jojo Ludwig im EIFELON-Gespräch. „Erstmals seit zehn Jahren stehen wir – Christiane Remmert und ich – zum Jahreswechsel nicht gemeinsam auf der Bühne, um anschließend mit unserm Publikum ins neue Jahr zu feiern.“

15.12.2017KulturBad Münstereifel0 Kommentare bwp

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