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Nevin Sezign (li) freut sich über die große Unterstützung für den Friedenstag und wünscht sich wieder viele Besucher im Kreishaus. [Foto: pg]

Friedenstag in Euskirchen: Kunterbunt soll er werden

Euskirchen: Viel Musik, viel Tanz und vor allem kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt: Der sechste Friedenstag soll wieder kunterbunt und abwechslungsreich werden. Das jedenfalls erhofft sich Nevgin Sezgin, die den Friedenstag 2008 ins Leben gerufen hat und ihn seitdem alle zwei Jahre organisiert. Am Sonntag, 11. März, wird im Kreishaus Euskirchen, Jülicher Ring 32, von 11.00 bis 17.00 wieder reges Treiben herrschen. Die ersten Male fand der Friedenstag noch in der Jahnhalle statt, doch nicht nur Landrat Günter Rosenke fand das Engagement von Sezgin so beeindruckend, dass das Fest nun im Kreishaus stattfindet. Rund 4.000 Besucher kamen vor zwei Jahren, um miteinander zu feiern, sich auszutauschen und natürlich zu essen. Denn leckeres Essen gehört für Nevin Sezgin zu so einem Fest dazu. Viele internationale Leckereien wird es wieder geben und wer mag, kann seinen Beitrag leisten und kulinarische Köstlichkeiten – allerdings bitte ohne Schweinefleisch und Fisch – am Buffet abgeben. Außerdem werden Landrat Rosenke und einige Kreishausmitarbeiter wieder am Pizzaofen stehen.

„Frieden ist so wichtig“ betonte Nevgin Sezgin als sie das Programm des diesjährigen Friedensfestes der Presse vorstellte. „Kein Rassismus“ sei dieses Jahr das Motto, erklärte Sezgin. Landrat Rosenke stimmte diesem Ausspruch aus ganzem Herzen zu: „Wir leben bei uns im Frieden“, meinte Günter Rosenke“, doch dieser sei nicht selbstverständlich. Man bräuchte nur die Zeitung aufzuschlagen oder Nachrichten im Fernsehen schauen, um zu sehen, was in der Welt passiere. „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass man in Frieden leben soll“, betonte Rosenke. Im Kreis Euskirchen lebten Menschen aus 140 Nationen, von den etwa 192.000 Einwohnern des Kreises seien dies acht Prozent der Bürger mit ausländischen Wurzeln. Nevin Sezgin engagiere sich schon seit Jahren mit großer Beharrlichkeit, sie sei eine „Powerfrau“, die völlig zu Recht eine Einladung zum Bundespräsidenten bekommen habe.

Doch warum nur alle zwei Jahren einen Friedenstag? Damit die Menschen ihn vermissen“, erklärte Nevin Sezgin verschmitzt, „und sich auf das Fest richtig freuen“. Mittlerweile kommen die Menschen auf die DRK-Mitarbeiterin zu und bieten von sich aus Programmpunkte an, da ist es kaum verwunderlich, dass das Fest bunt und abwechslungsreich werden wird: 18 Bühnenprogrammpunkte gibt es inzwischen schon. Irische Musik, Auftritte von Kindergärten, eine A-Capella Gruppe aus Euskirchen, türkische Tänze, Bauchtanz, irakisches Theater, afrikanische Musik, Bollywoodtanz – den Besuchern wird an diesem Tag viel geboten. Hinzu kommen noch viele Angebote für Kinder. Außerdem beteiligt sich auch Künstler Reiner Langer mit seinem Mail-Art-Projekt „Against War“ an dem Fest. Er präsentiert eine Ausstellung mit Werken von Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt.

Der Erlös wird auch in diesem Jahr wieder gespendet. Vor zwei Jahren waren nach Abzug aller Kosten jedoch nur rund 1.250 Euro zusammengekommen. Daraus habe man Lehren gezogen, meinte Manfred Poth, Allgemeiner Vertreter des Landrates. Es würden für die fixen Kosten dieses Mal Mittel aus den Integrationsmaßnahmen des Kreises Euskirchen zur Verfügung stehen. Poth zeigte sich zuversichtlich, dass dadurch die Erlöse in diesem Jahr deutlich steigen werden.

Zwei Projekte sollen bedacht werden: Zum einen ein Projekt auf der griechischen Insel Lesbos. Ionna Zacharaki vom Diakonischen Werk Solingen berichtete während der Pressekonferenz von den dramatischen Zuständen auf der Insel. Zur Zeit leben rund 6.000 Geflüchtete auf der Insel, denen es an allem mangelt. Erdmann Bierdel, Leiter des Kreisjugendamtes, besuchte jüngst das Projekt vor Ort und wird am 22. März, um 18.00 Uhr im Forum St. Matthias in Euskirchen über seine Eindrücke berichten.
Außerdem wird das Projekt „Kids for Kids“ unterstützt, das von dem Kommerner Til Voß gegründet wurde. Mit einigen Mitstreitern – alle zwischen 11 und 17 Jahren alt – bietet er Filmabende und Spielenachmittage für geflüchtete Kinder an.
2.3.2018LebenEuskirchen0 Kommentare pg

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