"Viele kleine Dinge wurden durch die richtige Art von Werbung groß gemacht."

Mark Twain
EIFELON weiterempfehlen

Wir informieren die Eifel

unabhängig. überparteilich. unbezahlbar.

neue Kommentare
0
Bunt und kreativ ging es bei der 51. Werkschau zu. [Foto: Thomas Dumesny]

51. Werkschau zeigt Arbeiten von jungen Künstlern der Irena-Sendler-Schule Euskirchen

Heimbach: Die zahlreichen Gesichter kleiner und großer Künstler der Euskirchener Irena-Sendler-Schule leuchteten auf, als Professor Frank Günter Zehnder, Leiter der Internationalen Kunstakademie Heimbach, die 51. Werkschau eröffnete und all die gelungenen, bunt-creativen Werke in den Betrachtungsmittelpunkt rückte.

Diese Werkschau ist Eure Ausstellung, nicht unsere. Wir haben die Werke nur aufgehängt und aufgestellt. Ihr habt sie geschaffen. Wir haben uns sehr darauf gefreut, die Werke der Öffentlichkeit zeigen zu können,

begrüßte er die zahlreichen Teilnehmer der Förderschul-Kreativtage im Dezember, die anwesenden Familienmitglieder, die Dozenten, und natürlich zahlreiche begleitende Lehrer der Euskirchener Förderschule. Jeder Mensch habe Kreativität in sich, fuhr er fort – jeder habe seine ganz individuelle, seine ganz persönliche Art, sich künstlerisch auszudrücken. „Jeder Mensch ist anders, deshalb sind wir alle Individuen“, betonte Zehnder. Deshalb seien auch die künstlerischen Werke von Person zu Person stets so unterschiedlich.

Die Freude am Gestalten ist in den Ausstellungsräumen sichtbar und spürbar – sowohl bei den Einzelwerken als auch bei den gemeinsam geschaffenen großen bunten Bildern, den Raumfahrzeugen und der Burg aus Karton und Farbe.

Riesige, kunterbunte Bilder entstanden während der Workshops mit der Irena-Sendler-Schule. [Foto: Thomas Dumesny]

In der Schnelle und heftig gemalte Bilder (sogenannte „Abklatsch-Bilder“) sind zu sehen, die ihren farbenfrohen Charme durch ineinander laufende Farbe entwickeln. Diesen Workshop leitete die polnische Künstlerin Wieslawa Stachel. Im Kurs der Schleidener Malerin Maf Räderscheidt entstand ein langes, von Vielen gemeinsam erstelltes Bild aus Malerei und Collage, bei dem man sich eigene Geschichten ausdenken konnte.  Mehrere Großbilder mit Köpfen und Figuren sowie die Burg und Raumfahrzeuge aus dem Workshop des Kubaners Antonio Nunez zeigen die Lust am spontanen Umgang mit Formen und Farben.

Schöne gestaltete Leporellos – farbig, erzählend mit gut aneinander gereihten Szenen – entstanden im Workshop der Kamerafrau Bernhardine Schippers und wirken wie kleine Bilder-Bücher voller Gedanken und Anregungen. Bunt und fantasievoll ging es im Töpferkurs von Monika Otto her. Aus weichem Ton entstand eine reiche Auswahl an großen und kleinen fantasievollen Gefäßen, Tieren und figürlichen Erfindungen in heller Keramik.

In eine andere Realität schlüpfen konnten die Teilnehmer der dreitägigen Kreativ-Tage während  des Foto-Performance-Workshops von Holger Hagedorn, in dem man sich mit ganz unterschiedlichen Kostümen in viele Rollen und Posen versetzen konnte.

Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler sind voll vom Mut zum Schöpferischen. Was macht das mit dem Einzelnen? Was macht das mit uns als Betrachtern? Es verändert den Blick, es zeigt stets bisher nie Gesehenes, es lässt uns vom Objekt aus weiterdenken. Wir erfahren, was Kinder mitteilen wollen, wir erkennen Talente.
Jeder hat etwas Besonderes. Jeder ist wichtig, Jeder hat etwas zu sagen, manchmal ist das einfacher in Bildern…
Diese Ausstellung zeige Unverkrampftes, Unkommerzielles, Unbestelltes und Ungesteuertes, – eine kindliche, jugendliche Selbständigkeit, die Mut und Freude macht. Man möchte sagen: Mehr davon in Schule und Freizeit

ermunterte Zehnder.

Der weltberühmte Künstler Pablo Picasso sagte einmal: „Als Kind ist Jeder ein Künstler, die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.“ Wie Recht er hat! Deshalb wünschen wir Euch und uns, dass Ihr die Lust am Schöpferischen behaltet, denn Ihr selbst und wir alle brauchen Eure Kunst. Sie kann uns die Augen öffnen.

51. Werkschau in der Internationalen Kunstakademie Heimbach eröffnet
Seit 2010 werden jährlich „Kreativtage“ mit Förderschulen (jeweils 50 bis 80 Teilnehmer) durchgeführt. Achtmal wurden bereits Schulen für zwei bis drei Tage in die Internationale Kunstakademie Heimbach eingeladen. Diesmal fanden die kreativen Workshops / Kurse im Dezember 2017 statt. Anliegen und Ziel dieser Tage ist es, den Kindern und Jugendlichen über den guten schulischen Unterricht hinaus und an einem außerschulischen Lernort kreatives künstlerisches Schaffen mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern aus ganz unterschiedlichen Nationen zu ermöglichen. Die Burganlage ist für sich schon ein faszinierender Ort, aber die perfekt eingerichteten Ateliers sind für die Schülerinnen und Schüler eine zusätzliche Animation.

Wie bei allen anderen Kursteilnehmern – von ambitionierten Laien bis zu professionellen Künstlern – wurde und wird stets – nach einem kleinen zeitlichen Abstand – auch eine Werkschau mit ganz unterschiedlichen Werken der Teilnehmer der Förderschul-Kreativtage ausgerichtet. Sie wird feierlich eröffnet und läuft dann mehrere Wochen. Sie wird – wie alle anderen – Werkschauen sehr gut besucht. Dahinter steht eine klare Haltung der Internationalen Kunstakademie: Jede künstlerische Schöpfung geht auf Beobachtungen der Wirklichkeit, auf Fantasie, auf die individuell gestaltenden Hände, auf Kooperation und Gestaltungslust zurück, egal, wer Autorin oder Autor ist. Das wird hier stets aufrichtig mit einer museal präsentierten Ausstellung gewürdigt.

„Kein Kind zurücklassen“ ist ein gelebter Grundsatz im Kreis Düren, selbstverständlich auch in der Kunstakademie. Das gilt ausnahmslos. Jeder Mensch ist wichtig und jeder Mensch – in welchem Alter auch immer – hat etwas ganz Besonderes in sich. Das kommt vor allem in der Kunst zum Tragen. Alle Verantwortlichen sowie die Künstlerinnen und Künstler freuen sich jedes Mal über das begeisterte Schaffen der jungen Leute. Man merkt, dass sie Freude haben und stolz auf die Ergebnisse sind. Wenn die Werkschau beendet ist, gehen die Bilder, Fotos, Keramiken und Leporellos endgültig an die Macher und an die Schule zurück. So bleiben die Kreativtage gewissermaßen in den Schulräumen und zuhause sichtbar. Professor Frank Günter Zehnder geht davon aus, dass die Impulse nicht verpuffen, sondern in der Schule und in den Einzelnen weiterwirken. Dass diese Kreativtage seit so vielen Jahren stattfinden können, verdankt die Akademie der sehr großzügigen ständigen Unterstützung durch den Lions Club Euskirchen-Nordeifel, dessen Präsidentin Frau Dreiseidler ebenfalls anwesend war. Die Kreativtage der Kunstakademie Heimbach, mit Kindern von Förderschulen, sind bisher einzigartig in Deutschland.

2.3.2018LebenHeimbach0 Kommentare bwp

Bisher 0 Kommentare
Kommentar schreiben

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Beitrag. Schreiben Sie den Ersten.

Einen neuen Kommentar schreiben

Um einen neuen Komentar zu schreiben, melden Sie sich bitte mit ihrem Benutzernamen und Passwort an. Wenn Sie noch keinen EIFELON-Account haben, können Sie sich kostenlos und unverbindlich registrieren.


  1. *Ihre eMail-Adresse wird nicht veröffentlicht
  2. Ein Passwort wird Ihnen an Ihre eMail-Adresse zugeschickt, Sie können es anschließend in Ihrem Benutzerberich leicht ändern.
  3. Den Button zur Registrierung finden Sie unter unserern folgenden Richtlinien:
Die Richtlinien für die Nutzung der EIFELON Diskussionsplattform
Die Benutzer bestätigen/akzeptieren mit ihrer Anmeldung unsere Richtlinien. Falls es im Nachhinein noch Änderungen an den Richtlinien gibt, werden die User beim nächsten Einloggen aufgefordert, die Richtlinien erneut zu bestätigen: Wir bieten Ihnen hier eine Plattform für sachliche und konstruktive Diskussionen. Um dies zu gewährleisten, behält sich die Redaktion vor, Kommentare nicht zu veröffentlichen, die einer sachlichen Diskussion nicht förderlich sind. Wir bitten Sie daher, durch die Einhaltung unserer Richtlinien zu einem freundlichen Gesprächsklima beizutragen.
1. Gegenseitiger Respekt
Bitte behandeln sie andere Nutzer so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Zeigen Sie Toleranz gegenüber anderen Meinungen und verzichten Sie auf persönliche Angriffe und Provokationen.
Selbstverständlich werden Kommentare, die ehrverletzend, beleidigend, rassistisch, pornografisch oder auf andere Weise strafbar sind, nicht freigeschaltet.
2. Wortwahl und Formulierung
Sachliche Argumentation ist die Basis für eine konstruktive Diskussionskultur. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihren Kommentar vor dem Abschicken zu überprüfen. Habe ich den richtigen Ton getroffen? Könnten meine Formulierungen Missverständnisse hervorrufen?
3. Benutzernamen
Diese genannten Richtlinien gelten auch für die Verwendung von Benutzernamen.
4. Quellenangaben und Verlinkungen
Wenn Sie Zitate verwenden, verweisen Sie bitte auf die Quelle und erläutern Sie deren Bezug zum Thema.
5. Zeichenbegrenzung
Die Länge eines Kommentars ist auf 1000 Zeichen zu begrenzen, um eine Moderation in einem adäquaten Zeitrahmen zu gewährleisten. Mehrteilige Beiträge können daher leider nicht berücksichtigt werden.
Bitte sehen Sie davon ab, denselben oder einen sehr ähnlichen Kommentar mehrmals abzuschicken.
6. Werbung
Die Nutzung der Kommentarfunktion zu kommerziellen Zwecken ist nicht erlaubt. Inhalte gewerblichen oder werbenden Charakters werden nicht freigeschaltet. Gleiches gilt für politische Aufrufe aller Art.
7. Sonstige Hinweise
Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines Kommentars. Beiträge, die sich als falsch oder unwahr herausstellen, können auch im Nachhinein noch gelöscht werden. Sollten Sie auf Beiträge stoßen, die gegen die Richtlinien verstoßen, machen Sie die Moderation bitte darauf aufmerksam. Schicken Sie einfach den Link des betreffenden Kommentars mit einer kurzen Erläuterung an redaktion@eifelon.de. Bei wiederholten oder besonders schweren Verstößen gegen diese Richtlinien behalten wir uns einen Ausschluss einzelner User vor.


zurück zur Startseite