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Eine der acht Heimbacher Brücken über die Rur. [Foto: bwp]

Kinonacht unter freiem Himmel: Heimbach zeigt den Clint-Eastwood-Film „Die Brücken am Fluss“

Heimbach: Lauschige Sommernächte im Autokino… das war einmal. Mittlerweile lautet die Devise „Open-Air-Kino“. Bereits zum 21. Mal richtet die Film- und Medienstiftung NRW vom 19. Juli bis 28. August ein sommerliches Event für Cineasten aus. Dabei werden 19 Filme an 19 ausgewählten Orten vorgestellt. Neben Städten wie Bottrop, Essen oder Oberhausen wird erstmals auch Heimbach, die kleinste Stadt NRWs, zum Outdoor-Kino: Im Kurpark an der Rur läuft am Samstag, dem 18. August, der Streifen „Die Brücken am Fluss“. Von und mit Clint Eastwood und Meryl Streep. Eastwood – vielen Kinogängern eher als Haudegen in „Spaghetti-Western“ bekannt – gelang mit seinem 1995 realisierten Film „Die Brücken am Fluss“ ein sensibler, poetischer Liebesfilm.

Die Kulturinitiative wirbt für ihr Open-Air-Kino. [Foto: bwp]

Organisiert wird der kostenlose Kino-Abend im Kurpark von der kürzlich gegründeten „Kulturinitiative Heimbach“. Ihr gehören neben Heimbachs Bürgermeister auch Ursula von Gagern, Vorsitzende des Kulturausschusses, die Filmschaffenden Brit Possardt und Stephan Meyer, sowie Renate und Karl-Heinz Augustynak, Inhaber des Kulturtreffs 69, an. „Wir rechnen mit 500 Besuchern minimum“, zeigte sich Cremer zuversichtlich. In Anspielung an den Filmtitel meinte er schmunzelnd:

Mit acht Übergängen über die Rur hat Heimbach mehr Brücken als Köln über den Rhein.“

Bei der Vorstellung des Film-Events erläuterte er die geplanten Aktivitäten und Ziele der Kulturinitiative: „Wir wollen Kultur dauerhaft in Heimbach etablieren“, betonte Cremer. Das sei ein attraktives Angebot sowohl an die Bürger als auch die Gäste. Nächstes Jahr will sich Heimbach erneut als Kino-Areal bewerben: „2019 feiern wir 50 Jahre Neugliederung und zehn Jahre Kunstakademie“, schaute er in die Zukunft.

„Heimbach hat viel zu bieten“, bestärkte auch Filmproduzentin Brit Possardt, die seit 20 Jahren in dem Rurstädtchen lebt. „Privatinitiative kann etwas bewegen. Das ist ein gutes Signal an die Bevölkerung.“ Mit der Teilnahme am Kinosommer stelle Heimbach seine Attraktivität unter Beweis und sei in der „Werteliste“ hochgerückt, betonte sie.

Wie von der Filmstiftung vorgesehen, finden vor dem Kino-Event zahlreiche Aktivitäten statt. Das vielfältige Rahmenprogramm startet um 17.00 Uhr am Nationalparktor:

Angelehnt an den Filmtitel führt Hartmut Schlue eine drei Kilometer lange „Brücken-Runde CinemaScope“ (Dauer: 90 Minuten). Bei diesem Spaziergang werden fünf Rur-Brücken überquert. Dabei kann – zur blauen Stunde – die Schönheit der Flusslandschaft ausgekostet werden.

Eine weitere, begleitete Wanderung (Dauer: 150 Minuten) führt entlang des Heimbacher Staubeckens bis zum Jugendstil-Kraftwerk, in dem – seit ebenfalls 21 Jahren – das exquisite Kammermusik-Festival “Spannungen“ Gäste aus der ganzen Welt nach Heimbach lockt. Tourteilnehmer können dann „Deutschlands schönstes Wasserkraftwerk“ besichtigen.

Ein 90-minütiger Stadtspaziergang bringt den Besuchern die Heimbacher Historie näher. Zwischen 17.00 und 20.00 Uhr wird zudem Professor Frank Günter Zehnder interessierte Gäste durch die Internationale Kunstakademie Heimbach auf Burg Hengebach führen. (Dauer: je 45 Minuten).

Nach all diesen Aktivitäten können die Cineasten bei einem Picknick auf den Start des anrührenden Films warten, denn erst nach Anbruch der Dunkelheit – gegen 21.00 Uhr – werden die Projektoren eingeschaltet, damit der innige Liebesfilm über die etwa vier mal zehn Meter große Leinwand flimmern kann. Wie im guten alten Kino wird natürlich auch im Kurpark während der über zweistündigen Filmvorführung die Portion Popcorn oder Eis nicht fehlen. Sitzgelegenheiten können die Kino-Fans mitbringen. Von Seiten der Stadt werden allerdings auch Stühle zur Verfügung gestellt. Insider mahnten, bei dieser Liebesromanze dürfe man das Paket Taschentücher nicht vergessen. Ein Betttuch sei – bei all den Emotionen! – allerdings noch besser…

DIE BRÜCKEN AM FLUSS

Iowa, 1965. Robert Kincaid (Clint Eastwood) soll für „National Geographic“ die „überdachten Brücken von Madison County“ fotografieren. In der idyllischen und einsamen Gegend sucht er daraufhin die „Roseman Bridge“. Navis gibt es zur damaligen Zeit noch nicht, deshalb fragt er Farmerin Francesca Johnson (Meryl Streep) nach dem Weg. Ihr Mann ist mit den Kindern zurzeit auf einer Landwirtschafts-Ausstellung. Da der Weg zur „Roseman-Bridge“ kompliziert zu beschreiben ist und Francesca Zeit hat, steigt sie in Kincaids Auto. Zwischen den Beiden entwickelt sich eine intensive Vier-Tages-Romanze.

Die Gewissheit, jemanden so zu lieben, die hast du nur einmal im Leben“,

wird Francesca sagen. Ganz ohne Pathos und Reue. Einfach nur verliebt und glücklich.

Clint Eastwood, der den Film 1995 produziert und dabei selbst Regie geführt hat, spielt den Fotografen Robert Kincaid eher zurückhaltend. Bis dahin war er stets der „harte Hund“ vieler Western und Polizeifilme, in denen Frauen eher Randfiguren darstellten. Hier gibt er Meryl Streep zärtlich die Zeit zur unaufgeregt erregten Alltagsheldin. Weitere Darsteller des 135 Minuten-Streifens sind Annie Corley, Victor Slezak, Jim Haynie und Phyllis Lyons. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.

Die Dreharbeiten dauerten für Hollywood nur verblüffende, kurze sechs Wochen. Den Produktionskosten – geschätzten rund 30 Millionen US-Dollar – stehen weltweit Einnahmen von etwa 182 Millionen Dollar gegenüber.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Website der Filmschauplätze NRW 2018

.

3.8.2018KulturHeimbach0 Kommentare bwp

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