"Viele kleine Dinge wurden durch die richtige Art von Werbung groß gemacht."

Mark Twain
EIFELON weiterempfehlen

Wir informieren die Eifel

unabhängig. überparteilich. unbezahlbar.

neue Kommentare
0
Streit um die Windkonzentrationszonen in der VB Kelberg. [Foto: cpm]

In Kelberg verhärten sich die Fronten

Kelberg: In der Verbandsgemeinde Kelberg gehen die Wogen nach der Gemeinderatssitzung am 6. April weiterhin hoch. In der Sitzung hatten Teile der CDU, die SPD, die Unabhängigen, die FDP und FWG zusammen mit Bürgermeister Häfner das langjährige Flächennutzungsplanverfahren (FNP) für die Ausweisung von Windkraftzonen in der VG Kelberg mit elf gegen acht Stimmen gekippt.

Welche verwaltungstechnischen und juristischen Folgen sich aus dieser umstrittenen Abstimmung ergeben, sei nicht abzusehen, schrieb die Fraktion „Sturm im Wald“ an den Verbandsbürgermeister, rügte den Ablauf der Abstimmung und forderte die Aufhebung des Beschlusses. Dieses Schreiben ging in Kopie auch an den Landrat, die Kommunalaufsicht des Kreises, und die anderen vorgesetzten Behörden.

Die Fraktionen von SPD, Unabhängigen, FDP und FWG erklärten mit einer ganzseitigen Anzeige im Kelberger Amtsblättje (Ausgabe 17/2017) in einer Stellungnahme ihr Abstimmungsverhalten und begründen damit, dass die weitere Windkraftplanung weder von den Kosten, noch von den Zeitabläufen absehbar gewesen wäre, wenn man mit dem FNP weitergemacht hätte. Sie vermuten bei den Windkraftgegnern, die sie als „neureiche Eifelromantiker“ titulieren, eine Verschleppungsstrategie im Rat, die darauf abzielt, mögliche Investoren zu vertreiben.

Die Wählergruppe „Sturm im Wald“ verwahrt sich gegen diese Angriffe und hat nun ihrerseits eine Anzeige mit einer Gegendarstellung in der Ausgabe 18/2017 des Kelberger Amtsblättje geschaltet. Sturm im Wald:

„Hätte man unseren Anträgen zugestimmt, dann wäre der FNP bereits seit zwei Jahren genehmigt und es wären nur die Hälfte der Kosten entstanden. Stattdessen haben die o.a. Fraktionen und Bürgermeister Häfner immer wieder für die maximale Ausweisung von Flächen für die Windkraft gestimmt. Umso größer die Fläche desto größer ist die Dauer und folglich die Kosten des Verfahrens. Somit hat man selber das Verfahren verzögert, behindert und die Kosten in die Höhe getrieben.“

Leider würden bestimmte Ratsmitglieder und Beigeordnete durch ihre Sonderinteressen seit sechs Jahren das Verfahren beeinflussen. Da nun (im laufenden Verfahren, die Red.) ihre Felle wegschwimmen würden, sorgten sie durch Manipulationen von anderen Ratsmitgliedern für Entscheidungen, die kein normaldenkender Bürger mehr nachvollziehen könne, so „Sturm im Wald“ in der Entgegnung.

Tatsächlich sind – mit dem Votum des Verbandsgemeinderates, die weitere Windkraftplanung mit dem Abbruch des FNP-Verfahrens in Kelberg aus der Hand zu geben – mehr Baustellen aufgemacht als geschlossen worden. Dazu kommen Beanstandungen über den rechtmäßigen Verlauf dieser Abstimmung. Bürgermeister Häfner wurde von „Sturm im Wald“ aufgefordert, die Sitzung unter Beachtung der Vorgaben der Gemeindeordnung zu wiederholen.

29.4.2017PolitikKelberg0 Kommentare cpm

Bisher 0 Kommentare
Kommentar schreiben

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Beitrag. Schreiben Sie den Ersten.

Einen neuen Kommentar schreiben

Um einen neuen Komentar zu schreiben, melden Sie sich bitte mit ihrem Benutzernamen und Passwort an. Wenn Sie noch keinen EIFELON-Account haben, können Sie sich kostenlos und unverbindlich registrieren.


  1. *Ihre eMail-Adresse wird nicht veröffentlicht
  2. Ein Passwort wird Ihnen an Ihre eMail-Adresse zugeschickt, Sie können es anschließend in Ihrem Benutzerberich leicht ändern.
  3. Den Button zur Registrierung finden Sie unter unserern folgenden Richtlinien:
Die Richtlinien für die Nutzung der EIFELON Diskussionsplattform
Die Benutzer bestätigen/akzeptieren mit ihrer Anmeldung unsere Richtlinien. Falls es im Nachhinein noch Änderungen an den Richtlinien gibt, werden die User beim nächsten Einloggen aufgefordert, die Richtlinien erneut zu bestätigen: Wir bieten Ihnen hier eine Plattform für sachliche und konstruktive Diskussionen. Um dies zu gewährleisten, behält sich die Redaktion vor, Kommentare nicht zu veröffentlichen, die einer sachlichen Diskussion nicht förderlich sind. Wir bitten Sie daher, durch die Einhaltung unserer Richtlinien zu einem freundlichen Gesprächsklima beizutragen.
1. Gegenseitiger Respekt
Bitte behandeln sie andere Nutzer so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Zeigen Sie Toleranz gegenüber anderen Meinungen und verzichten Sie auf persönliche Angriffe und Provokationen.
Selbstverständlich werden Kommentare, die ehrverletzend, beleidigend, rassistisch, pornografisch oder auf andere Weise strafbar sind, nicht freigeschaltet.
2. Wortwahl und Formulierung
Sachliche Argumentation ist die Basis für eine konstruktive Diskussionskultur. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihren Kommentar vor dem Abschicken zu überprüfen. Habe ich den richtigen Ton getroffen? Könnten meine Formulierungen Missverständnisse hervorrufen?
3. Benutzernamen
Diese genannten Richtlinien gelten auch für die Verwendung von Benutzernamen.
4. Quellenangaben und Verlinkungen
Wenn Sie Zitate verwenden, verweisen Sie bitte auf die Quelle und erläutern Sie deren Bezug zum Thema.
5. Zeichenbegrenzung
Die Länge eines Kommentars ist auf 1000 Zeichen zu begrenzen, um eine Moderation in einem adäquaten Zeitrahmen zu gewährleisten. Mehrteilige Beiträge können daher leider nicht berücksichtigt werden.
Bitte sehen Sie davon ab, denselben oder einen sehr ähnlichen Kommentar mehrmals abzuschicken.
6. Werbung
Die Nutzung der Kommentarfunktion zu kommerziellen Zwecken ist nicht erlaubt. Inhalte gewerblichen oder werbenden Charakters werden nicht freigeschaltet. Gleiches gilt für politische Aufrufe aller Art.
7. Sonstige Hinweise
Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines Kommentars. Beiträge, die sich als falsch oder unwahr herausstellen, können auch im Nachhinein noch gelöscht werden. Sollten Sie auf Beiträge stoßen, die gegen die Richtlinien verstoßen, machen Sie die Moderation bitte darauf aufmerksam. Schicken Sie einfach den Link des betreffenden Kommentars mit einer kurzen Erläuterung an redaktion@eifelon.de. Bei wiederholten oder besonders schweren Verstößen gegen diese Richtlinien behalten wir uns einen Ausschluss einzelner User vor.
Diese Funktion wird noch entwickelt. Wir bitten um ein wenig Geduld...
zurück zur Startseite