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Forstmitarbeiter und Mitglieder des Nideggener Geschichtsvereins am blockierten Wanderweg. [Fotos: cpm]

Dauven wegen Lebensgefahr gesperrt

Nideggen: Weiterhin herrscht Rätselraten zu dem Vandalen-Akt auf den Dauven. (EIFELON berichtete). Bereits am Montagvormittag hatten Mitglieder des Nideggener Geschichtsvereins, zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Ralf Nolten (CDU), die Blockaden auf dem Wanderweg besichtigt. Forstamtsleiter Bernhard Guyens und der Leiter der Forstbetriebsgemeinschaft, Christoph Conzen, waren ebenfalls vor Ort.

Kreuz und quer war die Waldschneise, über die der Wanderweg führt, auf mehreren hundert Metern mit umgeschnittenen Bäumen verrammelt. Zum Teil hatten sich die Baumkronen in den Kronen der Nachbarbäume verhakt und drohten bei einem Windstoß abzustürzen. Dicke Stämme, einen Meter über dem Boden halb angesägt, bis sie unter ihrem Eigengewicht umgestürzt waren. Auf dem Steilstück von Abenden herauf waren die Kettensäger ebenfalls am Werk gewesen. Bernhard Guyens:

Mich wundert, dass sich die Typen nicht schwer verletzt haben, so dilettantisch wie die Bäume umgesägt wurden.“

Am Dienstag fanden sich die Vertreter von Stadt und Kreis Düren am Aussichtspunkt über dem Rurtal ein. Anschließend nahm Nideggens Bürgermeister Marco Schmunkamp zu den chaotischen Zuständen auf den Wanderwegen zum Dauven Stellung: Wer derzeit im Stadtgebiet Nideggen von den Ortsteilen Berg oder Abenden auf den Dauven spazieren möchte, müsse leider auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet werden. Mindestens 200 Bäume auf 14 Parzellen seien in der jüngsten Vergangenheit unsachgemäß gefällt worden. Hauptsächlich sei der gern genutzte Wanderweg mit den Stämmen blockiert worden. Einige der abgesägten Bäume wären in anderen Baumkronen hängengeblieben und drohen nun bei Wind herabzustürzen. Das Risiko für Wanderer sei zu groß.

Aus diesem Grund sieht sich die Stadt veranlasst – als Eigentümerin des betroffenen Weges – das Betreten bis auf Weiteres untersagen zu müssen. Der gesperrte Weg wird von beiden Ortsteilen aus, mit Schildern deutlich als gesperrt gekennzeichnet. Die Stadt bittet, im Eigeninteresse, die Absperrung zu respektieren.

Die Eigentümer der betroffenen Parzellen wolle die Stadt kurzfristig zu einer Besprechung einladen. Es soll gemeinsam geklärt werden, wie diese Situation entstehen konnte und wie eine zeitnahe Räumung der Wege veranlasst werden kann. Als Termin ist der 20. April, der kommende Freitag, vorgesehen. Die Eigentümer der betroffenen Waldparzellen werden dazu von der Stadt schriftlich eingeladen. Ansprechpartner: Heinz Kemmerling, 02427 – 80930; . Ziel soll es sein, den Weg wieder kurzfristig gefahrlos begehbar zu machen.

Warum hier in dieser kriminellen Art und Weise Eigentum von verschiedenen Waldeigner zerstört wurde, um offensichtlich eine Wegesperrung herbeizuführen, erklärt sich derzeit keinem der Beteiligten,

ist Bürgermeister Schmunkamp fassungslos. Eine Strafanzeige gegen Unbekannt wurde durch die Stadtverwaltung veranlasst. Es bestünde die Hoffnung, dass solch eine derartig weiträumige Verwüstung auch beobachtet wurde. Die Stadt hofft, dass aus der Bürgerschaft der ein oder andere sachdienliche Hinweis zur Aufklärung beigetragen kann.

Wer also Fällungen in diesem Bereich vor Anfang März beobachtet und sie als nicht illegal einsortiert hat, ist aufgefordert, diese der Verwaltung mitzuteilen, damit der Verursacher zur Rechenschaft gezogen werden kann. Informationen dazu nimmt Heinz Kemmerling bei der Stadt entgegen.

Die Stadtverwaltung bedankt sich für das Verständnis und die Unterstützung und hofft, den Dauven bald wieder als gefahrlos begehbar kennzeichnen zu können.

Zum Thema:

WDR Aktuelle Stunde, Sat 1

13.4.2018NaturNideggen0 Kommentare cpm

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