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Markus Fischer (l.) und die stellvertretende Bürgermeisterin Edith Esser (r.) gratulierten Stefan Witt und seiner Ehefrau Britta.

Einmal Nideggen und zurück

Nideggen: Im Oktober 2014 war die Welt für Stefan Witt und seine Frau Britta noch in Ordnung.

Nideggen: Stefan Witt, designierter Herausforderer von Margit Göckemeyer, hat den Bürgern und Bürgerinnen, sowie dem CDU-Stadtverband in einem Schreiben vom 16.2. mitgeteilt, dass er als Bürgermeisterkandidat für die Wahl im September nicht mehr zur Verfügung steht.

Überraschend – und trotz einer bereits vor einem halben Jahr mündlich erfolgten Freistellung für eine Kandidatur – war sein derzeitiger Arbeitgeber, das Landesamt für Besoldung und Versorgung in Düsseldorf, nun nicht bereit, einer Beurlaubung aus dem öffentlichen Dienst zuzustimmen.

Auf telefonische Nachfrage erklärte Stefan Witt gegenüber EIFELON, er fände es bedauerlich, dass die Landesgesetzgebung in NRW für die Beamten keine eindeutige Regelung zu einer Beurlaubung aus dem Öffentlichen Dienst vorsehe. Damit müsste er aus dem Dienstverhältnis ausscheiden und könnte nach gültiger Rechtslage nicht mehr nach dem Ende einer Tätigkeit als Bürgermeister an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. „Ich finde es wichtig, dass der Gesetzgeber hier eine Regelung schafft, um es jungen Beamten im Landesdienst zu ermöglichen, ihre Qualifikation auch in den Städten und Gemeinden einzubringen, ohne nach der Beendigung eines solchen Arbeitsverhältnisses auf der Straße zu stehen.“

Um als Bürgermeister gewählt zu werden, wäre Stefan Witt gezwungen, seinen Job beim Landesamt zu kündigen. Damit ist ihm aber auch nach Beamtenrecht eine Wiederbeschäftigung als Landesbeamter nach dem Ende seiner Bürgermeistertätigkeit und somit der Rückweg an seinen bisherigen Arbeitsplatz verwehrt.

„Ich mache meine Arbeit im öffentlichen Dienst gerne und möchte meiner Familie auch nicht zumuten nach dem Ende meiner Amtszeit in Nideggen ohne Job dazustehen. Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Ich habe viel Unterstützung aus Partei und Bürgerschaft erfahren und Hoffnung geweckt, die ich jetzt enttäusche. Hierfür entschuldige ich mich und vermag mein Bedauern nicht in Worte zu fassen. Die Verantwortung für den entstandenen Schaden liegt bei mir. Jedoch hätte ich nicht gedacht, dass der politische Appell an junge Menschen, Verantwortung in Politik und Gesellschaft zu übernehmen, durch das Handeln der eigenen Verwaltung konterkariert wird.“

Markus Fischer, CDU-Fraktionsvorsitzender in Nideggen, äußert sich betroffen: „Wir bedauern sehr, dass sich Herr Witt durch die Ablehnung seines Arbeitgebers, das Beamtenverhältnis ruhen zu lassen, zu diesem Schritt gezwungen sieht. Ist doch seine Kandidatur in Nideggen auf breite Zustimmung gestoßen. Wir werden nun Gespräche führen und alle unsere innerparteilichen Gremien nutzen, um in Kürze einen neuen geeigneten Kandidaten/Kandidatin für das Amt vorschlagen zu können.“

Auch Erwin Fritsch, Fraktionsvorsitzender der „Menschen für Nideggen“, die die Kandidatur von Stefan Witt unterstützten, ist enttäuscht: „Nun werden neue Kandidaten gesucht. Für uns ist nicht so sehr interessant von welcher Partei neue Vorschläge kommen. Für uns geht es allein um die Qualifikation der Kandidaten für den Bürgermeisterposten in Nideggen.“

Link: Originalbrief an die Nideggener Bürger

20.2.2015PolitikNideggen0 Kommentare bwp

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