"Viele kleine Dinge wurden durch die richtige Art von Werbung groß gemacht."

Mark Twain
EIFELON weiterempfehlen

Wir informieren die Eifel

unabhängig. überparteilich. unbezahlbar.

neue Kommentare
0
Ist die Kletterwaldplanung am Rursee finanziell am Ende? [Foto: cpm]

Kletterwald Eschauel vor dem Aus?

Nideggen: In einer anonymen Mitteilung an die Staatsanwaltschaft Aachen, die der EIFELON-Redaktion vorliegt, wird die Aachener Behörde von einem Bürger aufgefordert, dem Hinweis auf den „Verdacht der Insolventsverschleppung“ durch die Grüner Salamander GmbH, Kreuzau, nachzugehen. Die Gesellschaft ist in Nideggen Antragsteller und Investor für die Errichtung eines Kletterparks am Eschauel in einem Waldstück am Ufer des Rursees. EIFELON berichtete.

Der Verfasser des Briefes führt aus, dass die Grüner Salamander GmbH einer mehrfachen Aufforderung durch die Stadt Nideggen, die in Zusammenhang mit der Kletterwaldplanung im Eschauel im Jahr 2017 angefallenen Kosten an die Stadt zu überweisen, nicht nachkommen könne, da sie zahlungsunfähig sei. Dies habe die Geschäftsführerin der Gesellschaft gegenüber Vertretern des Rates im nichtöffentlichen Teil der letzten Bau-, Planungs-, Denkmal- und Umweltausschusssitzung im März 2018 erklärt.

In der folgenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wäre dann von der Grüner Salamander GmbH – ebenfalls im nichtöffentlichen Teil – ein Antrag auf Stundung der offenstehenden Summe im unteren fünfstelligen Bereich an die Stadt Nideggen gestellt worden. Dieser Stundungsantrag sei auf der Sitzung  von den Ausschussmitgliedern beraten und dann  mehrheitlich abgelehnt worden.

An dieser Stelle, so der Unbekannte in seinem Schreiben, hätte die Grüner Salamander GmbH spätestens ihre Zahlungsunfähigkeit anmelden müssen.

Bedingt durch eine Beanstandung dieses Beschlusses durch ein Ausschussmitglied, sei der Antrag auf Stundung der angefallenen Kosten anschließend in der folgenden Ratssitzung zur Beschlussfassung vorgelegt worden. In dieser Sitzung hätte der Rat den Beschluss des Ausschusses mehrheitlich bestätigt. Zusätzlich sei die Nideggener Verwaltung vom Rat aufgefordert worden, das gerichtliche Mahnverfahren gegen die GmbH einzuleiten. Diese Ratsentscheidung sei im nicht öffentlichen Teil der Sitzung am 8. Mai erfolgt.

Der Insider moniert, dass bis zum 24. Mai (dem Datum des Schreibens an die Staatsanwaltschaft), kein Insolventsantrag durch die Grüner Salamander GmbH gestellt worden sei. Damit würde sich – nach Ansicht des Schreibers – der Verdacht auf Insolvenzverschleppung ergeben. Die Staatsanwaltschaft sei aufgefordert, diesem Verdacht nachzugehen. Als Beleg und Beweis für seine Darstellung und für weitere Informationen verweist der Anwohner auf den Bürgermeister der Stadt Nideggen.

EIFELON hat bei Bürgermeister Schmunkamp nachgefragt und um Auskunft zu dem, in Rede stehenden Ratsbeschluss nach dem „Informationsgesetz NRW“ ersucht. Nach dem Informationsfreiheitsgesetz sind Ratsbeschlüsse, auch aus dem „Nichtöffentlichen Teil“ zu veröffentlichen. Leider hat sich der Bürgermeister, auch auf nochmalige Nachfrage, zu dem Sachverhalt bis zum vergangenen Mittwoch nicht geäußert. Er bestätigte lediglich, dass die Bearbeitung des Genehmigungsverfahrens derzeit auf Antrag der Grüner Salamander GmbH unterbrochen, jedoch nicht abschließend eingestellt oder beendet sei.

1.6.2018PolitikNideggen0 Kommentare cpm

Bisher 0 Kommentare
Kommentar schreiben

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Beitrag. Schreiben Sie den Ersten.

Einen neuen Kommentar schreiben

Um einen neuen Komentar zu schreiben, melden Sie sich bitte mit ihrem Benutzernamen und Passwort an. Wenn Sie noch keinen EIFELON-Account haben, können Sie sich kostenlos und unverbindlich registrieren.


  1. *Ihre eMail-Adresse wird nicht veröffentlicht
  2. Ein Passwort wird Ihnen an Ihre eMail-Adresse zugeschickt, Sie können es anschließend in Ihrem Benutzerberich leicht ändern.
  3. Den Button zur Registrierung finden Sie unter unserern folgenden Richtlinien:
Die Richtlinien für die Nutzung der EIFELON Diskussionsplattform
Die Benutzer bestätigen/akzeptieren mit ihrer Anmeldung unsere Richtlinien. Falls es im Nachhinein noch Änderungen an den Richtlinien gibt, werden die User beim nächsten Einloggen aufgefordert, die Richtlinien erneut zu bestätigen: Wir bieten Ihnen hier eine Plattform für sachliche und konstruktive Diskussionen. Um dies zu gewährleisten, behält sich die Redaktion vor, Kommentare nicht zu veröffentlichen, die einer sachlichen Diskussion nicht förderlich sind. Wir bitten Sie daher, durch die Einhaltung unserer Richtlinien zu einem freundlichen Gesprächsklima beizutragen.
1. Gegenseitiger Respekt
Bitte behandeln sie andere Nutzer so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Zeigen Sie Toleranz gegenüber anderen Meinungen und verzichten Sie auf persönliche Angriffe und Provokationen.
Selbstverständlich werden Kommentare, die ehrverletzend, beleidigend, rassistisch, pornografisch oder auf andere Weise strafbar sind, nicht freigeschaltet.
2. Wortwahl und Formulierung
Sachliche Argumentation ist die Basis für eine konstruktive Diskussionskultur. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihren Kommentar vor dem Abschicken zu überprüfen. Habe ich den richtigen Ton getroffen? Könnten meine Formulierungen Missverständnisse hervorrufen?
3. Benutzernamen
Diese genannten Richtlinien gelten auch für die Verwendung von Benutzernamen.
4. Quellenangaben und Verlinkungen
Wenn Sie Zitate verwenden, verweisen Sie bitte auf die Quelle und erläutern Sie deren Bezug zum Thema.
5. Zeichenbegrenzung
Die Länge eines Kommentars ist auf 1000 Zeichen zu begrenzen, um eine Moderation in einem adäquaten Zeitrahmen zu gewährleisten. Mehrteilige Beiträge können daher leider nicht berücksichtigt werden.
Bitte sehen Sie davon ab, denselben oder einen sehr ähnlichen Kommentar mehrmals abzuschicken.
6. Werbung
Die Nutzung der Kommentarfunktion zu kommerziellen Zwecken ist nicht erlaubt. Inhalte gewerblichen oder werbenden Charakters werden nicht freigeschaltet. Gleiches gilt für politische Aufrufe aller Art.
7. Sonstige Hinweise
Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines Kommentars. Beiträge, die sich als falsch oder unwahr herausstellen, können auch im Nachhinein noch gelöscht werden. Sollten Sie auf Beiträge stoßen, die gegen die Richtlinien verstoßen, machen Sie die Moderation bitte darauf aufmerksam. Schicken Sie einfach den Link des betreffenden Kommentars mit einer kurzen Erläuterung an redaktion@eifelon.de. Bei wiederholten oder besonders schweren Verstößen gegen diese Richtlinien behalten wir uns einen Ausschluss einzelner User vor.


zurück zur Startseite