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Gerhard Wagner: „Was das Herz begehrt“ – was man sich insgeheim wünscht

Eifel: Der Zusammenhang, in dem diese zur Redewendung gewordene Formulierung im 1. Buch Samuel vorkommt, hilft nicht weiter bei der Suche nach der Bedeutung. Es handelt sich um die Schilderung, wie „ruchlose Männer“ in der Umgebung des Tempels entgegen der üblichen Sitte den Gläubigen Fleisch zum eigenen Gebrauch abnahmen, das eigentlich als Brandopfer vorgesehen war.

In diesem Kontext steht folgender Satz: „Lass erst das Fett in Rauch aufgehen und nimm dann, was dein Herz begehrt“ (1 Sam 2,16). Nicht das Gehirn, sondern das menschliche Herz ist zu allen Zeiten als Sitz des Gefühls und damit des Begehrens betrachtet worden, was sicher damit zusammenhängt, dass jeder Mensch sein Herz heftiger schlagen fühlt, wenn er die Möglichkeit sieht, ein Verlangen zu befriedigen.

In diesem Fall handelt es sich nicht so sehr um die von gewissen körperlichen Faktoren ausgelöste Begierde, sondern eher um das Begehren, das von Wünschen oder Träumen ausgelöst wird.

Aus: Gerhard Wagner: „Wer’s glaubt wird selig! – Redewendungen aus der Bibel“, Regionalia-Verlag, ISBN: 978-3-939722-36-6

6.10.2017LebenEifel0 Kommentare gw

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