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Ist der Klimawandel selbst gemacht? Das 'Klima' äußert sich in dieser Glosse eher skeptisch. [Foto: bwp]

Klimawandel: Das ist ja der Gipfel!

Eifel: „Schon wieder Du auf der Titelseite. Können sich die Menschen nicht auch einmal mit uns beschäftigen?“, beschweren sich Tiere, Trinkwasser und Nutzpflanzen beim Klima.

„Schlechte Karten“, kontert das Klima. „Ihr tragt die falschen Beiwörter: Massentierhaltung, gentechnisch veränderte Nutzpflanzen, nitratverseuchtes Trinkwasser. Wer will das lesen, geschweige denn ändern? Wäre schlecht für die Wirtschaft und würde wichtige Wählerstimmen kosten. Außerdem seid Ihr viel zu banale Probleme, da lösbar.“

„Wie meinst Du das?“, fragen die Drei zurück.

„Na, womit sollen sich Politiker dann beschäftigen?“, erwidert das Klima. „Ich hingegen habe den richtigen Partner an meiner Seite: den Wandel. Der ist so drehbar wie das Fähnchen auf dem Turm oder die Politik der Bundeskanzlerin. Außerdem sorge ich für Vollzeitstellen, mit mir ist Geld zu verdienen: Unternehmen, Institute – alle schicken ihre Experten los und besorgen mir eine Nummer-eins-Geschichte nach der anderen: Wärmere Temperaturen zu Weihnachten als zu Ostern? Der Osterhase im Schneesturm? Ich bin es mit meinem Wandel. Überschwemmungen, Erdrutsche – meine Schuld. Nicht die der Behörden, die im Flussbett oder am Hang keine Baugenehmigung hätten erteilen dürfen.“

„Wie? Diese Probleme verursachen die Menschen selbst?“, fragen die Drei.

„Oftmals ja“, antwortet das Klima. „Aber darüber sprechen Politiker natürlich nicht. Stattdessen sprinten sie von einem Klimagipfel zum nächsten, unterzeichnen Abkommen mit Ausstiegsklauseln und verhelfen mir erneut zur Topstory.“

„Das ist ja der Gipfel!“, empören sich die Drei.

„Allerdings, eine Sache kratzt an meinem Ego: Ich werde zum vom Menschen gemachten Klimawandel degradiert. 4,6 Milliarden Jahre konnte ich mich wandeln, wie ich wollte, mal Hitze, mal Regen, mal Eis. Habe dem Urmenschen zum aufrechten Gang verholfen. Auf der anderen Seite: Ich habe einen eigenen Rat bei der UN, der nur über mich spricht und schreibt“, berichtet das Klima.

„Neid, so viel PR wollen wir auch. Wir gehen zu den Deutschen. Deren Wirtschaft boomt, dass sogar eine Überhitzung droht“, wissen die Drei.

„In diesem reichen Land ist bereits jeder Fünfte von Armut bedroht. Wenn die ersten Minijobber fast rentenlos in den Ruhestand gehen, werden es noch mehr… Außerdem haben die Deutschen gerade 117 Millionen Euro für den aktuellen Weltklimagipfel geblecht“, weiß das Klima.

„Kommt wir wandern aus!“, fordern die Tiere, das Trinkwasser und die Nutzpflanzen auf. „Wir kidnappen die nächste NASA-Rakete zum Mond und besetzen ihn, damit sich die Menschen dort erst gar nicht wie geplant 2030 niederlassen können.“

10.11.2017Leben, GlossePolitikEifel1 Kommentar js

Bisher 1 Kommentar
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  • Ulrike am 11.11.17 um 10:30 (#217)

    Endlich sagt es mal einer. Wunderbar, Ihr Lieben, habe mich köstlich amüsiert, auch wenn das Ganze wirklich nicht zum Lachen ist. Danke.

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