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Maria-Luise Contemprée (v.l.), Gerda Adloff, Corinne Rasky, Karl-Heinz Pepping und Wolfgang Merten unterstützen die GenoEifel. [Foto: Thomas Schmitz]

GenoEifel ist erfolgreich gestartet und erweitert Angebotspalette

Schleiden: Marie-Luise Contemprée aus Urfey und Karl-Heinz Pepping aus Nierfeld sind zwar Rentner, zum alten Eisen gehören sie aber deshalb noch lange nicht. Im Gegenteil: Sie beide wollen sich beschäftigen. Da kam ihnen die Idee der GenoEifel eG – Die Generationengenossenschaft gerade recht. Beide engagieren sich als Helfer in der im April gegründeten Genossenschaft. Die ersten Einsätze haben sie auch schon hinter sich gebracht – und zwar bei Helga Stein in Schleiden und Gerda Adleff in Dreiborn.

„Ich war schon bei der Gründungssitzung in Gemünd dabei“, berichtete die 93-jährige Adleff. Ihre Tochter habe sie schließlich überzeugt, der Genossenschaft beizutreten. Und tatsächlich folgte bald auch schon das erste Problem. An einem Sonntagmorgen musste sie von Dreiborn nach Mechernich gebracht werden, weil von dort aus eine Reise nach Borkum startete. „Du hast doch die Genossenschaft, da rufe ich mal an“, dachte Adleff, wie sie jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz erzählte, in der die GenoEifel eine Zwischenbilanz präsentierte. Johanna Mertens, eine der Koordinatorinnen im festen Büro im Kaller Rathaus, vermittelte ihr Marie-Luise Contemprée. „Sie hat mich nicht nur pünktlich abgeholt. Sie ist auch noch geblieben, bis der Bus kam, damit ich nicht alleine warten musste“, lobte Gerda Adleff.

Marie-Luise Contemprée (l.) unterstützt Gerda Adleff auch beim Einkaufen. [Foto: Thomas Schmitz]

Ähnlich erging es Helga Stein. Seit dem Tod ihres Mannes ist sie mit ihrem großen Haus und dem Garten überfordert. „Da hat sich einiges angesammelt.“ Die GenoEifel vermittelte ihr Karl-Heinz Pepping, der sich als wahres Allround-Talent herausstellte und sowohl im Garten für Ordnung sorgte, als auch – in einem zweiten Termin – den tropfenden Wasserhahn reparierte, eine Lampe anbrachte und ihr sogar das Handy-Programm WhatsApp installierte und erklärte. „Seitdem habe ich wieder viel mehr Kontakt zu meiner Familie“, freute sich Stein.

Diese Beispiele sind der Beweis dafür, dass die GenoEifel eG – Die Generationengenossenschaft funktioniert, Vorstand und Aufsichtsrat zeigen sich äußerst zufrieden. Die Auftaktveranstaltung im Gemünder Kurhaus Ende Mai war furios. Der kleine Kursaal platzte bei der Vorstellung aus allen Nähten. Der Andrang auf die Beitrittserklärungen war ebenfalls enorm. Und tatsächlich: Die im April gegründete GenoEifel eG hat mittlerweile fast 100 Mitglieder. „Damit ist das Ziel, das wir uns für dieses Jahr gesetzt haben, beinahe erreicht“, freute sich Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Merten und ergänzte: „Wir haben sogar das erste jugendliche Mitglied.“ Vorstandssprecher Malte Duisberg legt auf junge Unterstützer viel Wert: „Bei Schulungen wollen wir gucken, ob wir junge Leute gewinnen können.“

Trotz des erfolgreichen Starts gab es Bedenken. „Wir sind schon mit der Sorge gestartet, dass sich wenig Helfer, aber viele Hilfesuchende melden“, berichtete Merten. Doch diese Sorgen waren unberechtigt, denn auf die Eifeler ist Verlass. Man hilft sich, wo man kann. Die Anzahl der Mitglieder teilt sich ungefähr zu je einem Drittel in Helfer, Hilfesuchende und Förderer auf, also Menschen, die der GenoEifel eG momentan nur mit ihrem Mitgliedsbeitrag unter die Arme greifen. „Viele von ihnen haben gesagt, dass Sie momentan noch keine Hilfe benötigen, das Konzept aber so toll finden, dass sie uns jetzt schon unterstützen möchten“, erzählte Koordinatorin Corinne Rasky. So ähnlich hält es auch Marie-Luise Contemprée. „Ich benötige derzeit keine Hilfe. Ich bin der GenoEifel aber beigetreten, weil sie eine Anlaufstelle ist, falls ich mal Hilfe brauche.“ Und so lange hilft die Urfeyerin eben anderen.

Die GenoEifel stellt sich in den kommenden Wochen in verschiedenen Orten den Bürgern vor: am Donnerstag, 5. Oktober, im Dollendorfer „Gürzenich“, am Dienstag, 7. November, im Vereinshaus Dahlem sowie am Donnerstag, 16. November, im Olefer Pfarrsaal. Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr. Geplant sind außerdem Veranstaltungen in Hellenthal und Kall, sie sind aber noch nicht terminiert. [pp]

Die GenoEifel eG ist eine eingetragene, gemeinnützige Genossenschaft. Die Mitglieder aller Generationen unterstützen sich gegenseitig mit alltäglichen Hilfen. Dazu zählen unter anderem Begleitung und Fahrdienste zum Arzt, Besuche im Seniorenheim, Krankenhaus oder zu Hause, Einkaufsdienste, Gesellschaft leisten, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, Hilfe beim Smartphone, Wanderungen und Ausflüge oder Hausmeistertätigkeiten. Der Mitgliedsbeitrag beträgt jährlich für Einzelpersonen 40,00 Euro, für Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren 12,00 Euro. Haushalte zahlen ebenfalls 40,00 Euro. Die Zeichnung mindestens eines Genossenschaftsanteils in Höhe von 50,00 Euro ist Voraussetzung für die Mitgliedschaft.
Pro Stunde erhaltener Hilfeleistung zahlt jedes Mitglied 9,00 Euro an die Genossenschaft. Helfende erhalten davon 6,00 Euro. Die Differenz wird für die laufenden Kosten der gemeinnützigen Genossenschaft verwendet. Es gibt auch die Möglichkeit, das erarbeitete Guthaben auf einem Zeitkonto anzusparen, um es später für eine Hilfeleistung eintauschen zu können.
Die Koordinatorinnen vermitteln die Kontakte. Das Büro befindet sich im zweiten Stock des Kaller Rathauses und ist montags und mittwochs von 10.00 bis 12.00 Uhr und donnerstags von 16.00 bis 18.00 Uhr geöffnet und barrierefrei zugänglich. Telefon 02441 – 88861, E-Mail (). Informationen unter www.genoeifel.de
22.9.2017LebenSchleiden0 Kommentare pg

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