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Ungesicherte Fundamentbaustellen im Münsterwald. [Foto: Gerald Kroll]

Selbst schuld, wer im Münsterwald in eine Baugrube fällt?

Umland, Aachen: Die Absicherung der Windrad-Baustellen im Münsterwald mit den über drei Meter tiefen Baugruben für die Windradfundamente nimmt die bauausführende Firma sichtlich nicht sehr genau. „Anscheinend ist, wer da hineinfällt, selber schuld“, ärgerte sich Dipl. Geologe und Naturfreund Gerald Kroll, der im letzten halben Jahr immer wieder Führungen für Interessierte zu den Rodungsflächen im Münsterwald angeboten hat. (Eifelon berichtete)

Bei mehreren Baustellenbesichtigungen in den letzten Tagen stellte er fest, dass es keinerlei Absicherungen auf der ganzen Baustelle gab. Auch fehlte nach mehreren Tagen immer noch die Beschilderungen mit Hinweisen auf eine Baugenehmigung, Arbeitsschutz und Betriebssicherheit zur Unfallverhütung bzw. das Verhalten bei einem Unfall.

Nachdem die Untere Bauaufsichtsbehörde der Stadt Aachen auch nach mehreren Hinweisen nicht tätig wurde, schrieb Kroll an die Bezirksregierung in Köln:

„Da die ausführende Firma anscheinend an einer ordnungsgemäßen Aufstellung und Sicherung der Baustellen, es geht hier um fünf Areale, nicht interessiert ist und die genehmigende Behörde (Stadt Aachen) und die Untere Bauaufsichtsbehörde (FB 63/100 der Stadt Aachen) mit einer Überwachung offensichtlich überfordert sind, bitte ich um entsprechende Veranlassung.“

Die Kölner reagierten prompt, recherchierten vor Ort und fanden alle Angaben wie zuvor geschildert. Zwei Tage später, hatte dann jede Baugrube plötzlich einen Sicherungszaun. Sichtlich hatte die Bezirksregierung Druck gemacht, denn nun gibt es auch eine ordnungsgemäße Beschilderung der Baustellen im Münsterwald. „Aber musste dazu extra jemand aus Köln kommen, sind die Aachener Baubehörden dazu nicht selbst in der Lage“, wundert sich Gerald Kroll.

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17.3.2018Land & LeuteUmland, Aachen0 Kommentare cpm

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