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Eine ehemalige Telefonzelle wurde zur bunten Minibibliothek. [Foto: Renate Hotse]

Kunterbunter Bücherschrank steht auf dem Spielplatz

Umland, Belgien: Eine rot-weiß gestreifte Zirkuskuppel, eine bunte Lichterkette, ein Zirkusdirektor und Clowns lassen nicht unbedingt vermuten, dass es im Inneren der ehemaligen Telefonzelle um Literatur geht. Doch was da am vergangenen Mittwochnachmittag auf dem Kinderspielplatz an der Rodter Straße in St. Vith offiziell „eröffnet“ wurde, ist einer der Bücherschränke, die die Lit.Eifel den an ihrem Literaturfestival beteiligten Kommunen vermacht macht. Dafür werden ausgediente Telefonzellen von Künstlern vor Ort verschönert. In St. Vith war es eine Gruppe von Kunstschaffenden in der psychiatrischen Tagesklinik, die die Telefonzelle in einen Mini-Zirkus verwandelt hat. „Ihr habt gezeigt, dass in euch viel Dynamik und Kreativität steckt“, lobte Bürgermeister Christian Krings das Gemeinschaftswerk. Gemeinsam mit Kultur- und Schulschöffin Christine Baumann und mit tatkräftiger Unterstützung einiger Kinder, die es kaum erwarten konnten, einen Blick hinter die geöffnete Tür der Mini-Bibliothek zu werfen, löste er das schwarz-gold-rote Stoffband.

„Wir haben einen Ort gewählt, wo Begegnung stattfindet und wo man ins Gespräch kommt – ein wichtiger Aspekt in der heutigen Zeit“, sagte Bürgermeister Christian Krings zum Standort des Bücherschranks. „Bücher sind Schätze, und so sollen sie auch behandelt werden“, bat Schöffin Christine Baumann um den pfleglichen Umgang mit dem Lesestoff. Deshalb werden zwei in Nachbarschaft des Spielplatzes wohnende Bücherschrank-Paten ein Auge darauf halten. Damit sich der „Literatur-Zirkus“ in St. Vith Buch um Buch füllt, soll im Idealfall jeder, der sich ein Buch herausnimmt, einen anderen Schmöker hineinstellen. Und die Kinder, die auf dem Spielplatz toben, lernen schon früh: „Lesen macht Spaß!“ [pp]

7.7.2017Land & LeuteUmland, Belgien0 Kommentare bwp

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