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Zufriedene Gesichter bei den Verantwortlichen des Bismarck Quartier Düren. [Foto: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa]

Richtfest am Dürener Bismarck-Quartier

Umland, Düren: „Mein erstes Glas, es sei geleert, auf die, die uns den Bau beschert, den Bauherren und -damen, von denen die Moneten kamen – prost!“ Mit diesem launigen Trinkspruch eröffnete Zimmermann Nils Othmer das Richtfest für das nun im Rohbau fertige Bismarck-Quartier Düren (BQD). Auf dem zentralen Gelände am Bismarckpark errichten die Projektentwickler Georg Schmiedel und Jörg Frühauf mit ihrer Euskirchner F&S concept, zusammen mit der kreiseigenen Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS), ein Hotel mit angeschlossenem Konferenzzentrum.

Am Standort soll ein vier Sterne Hotel mit 120 Zimmern, ein Restaurant, ein flexibles Konferenzzentrum, sowie 26 Wohneinheiten und sechs Gewerbeeinheiten entstehen. Das Projekt liege voll im Zeitplan, vor knapp einem Jahr wurde mit dem Rohbau begonnen, so Georg Schmiedel, für den 2. November 2018 sei die Eröffnungsfeier des Hotels bereits geplant. Nicht nur das Tempo, auch die bisherige Bauleistung ist beeindruckend. So wurden in den letzten Monaten 40.000 Tonnen Erdaushub abtransportiert und 22.000 Kubikmeter Beton an die Baustelle gebracht. „Zusammen ergibt das 5000 Lkw-Touren. Würde man diese Lastwagen aneinanderreihen, so ergäbe das eine Strecke von 70 Kilometern, auf der Lkw an Lkw stünde“, rechnete Georg Schmiedel den Gästen vor.

Besondere Aufmerksamkeit verdiene auch die regionale Wertschöpfungskette des Projekts. Als Privatinvestor konnte F&S concept auf eine europaweite Ausschreibung verzichten. „Das Auftrags- und Investitionsvolumen von 45 Millionen Euro bleibt so zum größten Teil in der Region“, so Schmiedel. Die Nachfrage nach Hotelzimmern sei bereits jetzt gegeben und beim Konferenzzentrum mit seinen Tagungsmöglichkeiten für bis zu 700 Gäste sei der Hype sogar noch größer. Hier gebe es bereits Buchungen für große, mittlere und kleinere Veranstaltungen. „Wir mussten sogar schon die ersten Absagen erteilen“, bedauerte Karl-Heinz Pawlizki, CEO der Dorint Gruppe, die für den Hotelbetrieb verantwortlich sein wird.

Landrat Wolfgang Spelthahn betonte die Beteiligung des Kreises an dem BQD. Die kreiseigene Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS) erstellt das Konferenzzentrum und wird sich fortan um das Gebäudemanagement des BQD kümmern. Gemeinsam mit der Stadt Düren werde man daher vor allem von den Synergieeffekten des Konferenzzentrums profitieren. „Wir haben keinen Verdrängungswettbewerb gestartet, sondern zusammen ein städtisches Vorzeigeprojekt entwickelt, das deutschlandweit Beachtung verdient“, so Landrat Spelthahn.

Dürens Bürgermeister Paul Larue informierte, dass man für die Umgestaltung der Bismarckstraße noch einmal zwei Millionen Euro investieren werde und weitere 2,8 Millionen Euro für die bereits begonnene Sanierung des angrenzenden Theodor-Heuss-Parks veranschlagt sind. Er zeigte sich darüber hinaus äußerst zufrieden mit der guten Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten und dem gemeinsam verfolgten Ziel, ein städtebauliches Leuchtturmprojekt in bester innerstädtischer Lage zu realisieren.

9.3.2018WirtschaftUmland, Düren0 Kommentare cpm

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