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Philipp Mathmann, Sopranist und Countertenor singt Liebeskantaten. [Foto: Sandra Konold]

Tonspuren-Konzert: Liebeskantaten mit dem Sopranisten Philipp Mathmann

Umland, Düren: Kastraten gibt es heutzutage nicht mehr. Männer, die mit Falsettstimme in hoher Lage singen, nennt man Countertenöre. Sehr wenige von ihnen erreichen wie Philipp Mathmann die hohe Sopranlage. Das Tonspuren-Konzert am Montag, 22. Januar, bietet die sehr seltene Gelegenheit, Liebeskantaten von Vivaldi, Scarlatti und Pepusch in der vom Komponisten beabsichtigten Ausführung zu hören. Die bestbezahltesten Musiker in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die „Stars in der Manege“, waren die Kastraten, die in Italien, meist in Neapel, ausgebildet wurden.

Der Sopranist Philipp Mathmann vermag es unangestrengt die Höhe zu erklimmen und mit klarer Stimme zu deklamieren. Im musikalischen Gespräch mit der Flötistin Darja Großheide und dem Basso continuo-Team bestehend aus Markus Märkl (Cembalo) und Doris Runge (Cello) ist dies ein Konzert voller Herz und Feuer. „Ardo, é ver, per te d`amore“, „Vor Liebe brenne ich zu dir“ – so heißt es in Alessandro Scarlattis Kantate, die diesem Konzert den Titel verleiht. Scarlatti war berühmt für seine interessanten Harmoniewechsel, die stets den Affekt des gesprochenen Wortes verdeutlichen. Seit die Welfen mit Georg I. 1714 den Englischen Thron bestiegen hatten, avancierte London zu einem der wichtigsten Musikzentren Europas und wurde zum Anziehungspunkt für zahlreiche Musiker, insbesondere aus Italien und Deutschland. Die beiden deutschen Komponisten Georg Friedrich Händel und Johann Christoph Pepusch prägten zu Beginn des 18. Jahrhunderts das musikalische Leben in Englands Metropole. In der italienischen Barockoper wird die Partie des Helden von einem Sopranisten gesungen. Händel holte berühmte italienische Kastraten wie Farinelli und Senesino nach London und schrieb für sie die Heldenpartien seiner italienischsprachigen Opern. Die vielen hinzugezogenen Musiker wurden von englischen Musikern als große Konkurrenz empfunden; virtuose und gesangliche Instrumentalstücke des Barock:Trio:Köln runden das Programm ab.

Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr im Konzertsaal Becker & Funck, Fabrik für Kultur und Stadtteil, Binsfelder Straße 77 in Düren. Die Konzertreihe „Tonspuren“ ist für ihre besonderen Programme mit Alter Musik bekannt. Seit 2015 wird sie vom Kunstförderverein Kreis Düren e.V. einmal monatlich in Düren veranstaltet. Karten für 15,00 Euro/ermäßigt 7,00 Euro, gibt es an der Abendkasse, Kartenreservierungen unter . Weitere Infos unter www.tonspuren-dueren.de

12.1.2018Land & LeuteUmland, Düren0 Kommentare pg

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