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Carmen Souza bringt kreolische Klänge in die Tufa. [Foto: Veranstalter]

Von kreolischer Musik bis zum Musik-Kabarett: Die Tuchfabrik startet ins neue Jahr

Umland, Trier: Die Tuchfabrik (TUFA) Trier, Wechselstraße 4, ist ein soziokulturelles Zentrum mit Ausstellungs- und Konzerträumen. Regelmäßig gibt es interessante Workshops, Kleinkunst, Kabarett, Konzerte und Ausstellungen, so dass sich ein Ausflug nach Trier allemal lohnt. Die EIFELON-Redaktion hat für die nächsten Wochen ein paar spannende Veranstaltungen herausgepickt:

Am Mittwoch, 17. Januar, gastieren Carmen Souza und Theo Pascal mit ihrem Programm „Creology“ in der TUFA. Creology (Kreolistik) beschreibt die Erforschung der Kreolsprachen. Keine Angst – Carmen Souza und Theo Pascal sind nicht plötzlich zu Sprachforschern geworden! Vielmehr präsentieren sie auf ihrem neuem Album „Creology“ ihre Auseinandersetzung mit der kreolischen Musikkultur und deren Entstehungsgeschichte, die auch gleichzeitig eine Geschichte der Sklaverei und Kolonisierung darstellt. Carmen Souza – preisgekrönte Weltmusik- und Jazzsängerin und Nachkomme afrikanischer Sklaven auf den Kapverden – verbindet das kreolische Erbe ihrer Heimat Kapverden mit Elementen des Jazz. Theo Pascal wuchs als Sohn eines baptistischen Priesters auf, der sich afrikanischer Sklaven annahm. In ihren Songs verarbeiten die beiden Künstler ihre kulturelle Prägung und widmen sich musikalisch den portugiesischen Ex-Kolonien Kapverden, Mosambik, Angola und Brasilien ohne in Wehmut zu verfallen. Vielmehr feiern sie mit Lebensfreude die Wurzeln ihrer Heimat Kapverden und Portugal und bauen daraus eine positive, musikalische Gegenwart.

Sophie Scholl und ihr Kampf gegen das NS-Regime ist Thema der Multimediaperformance von Alexander Ourth. Sie startet am Donnerstag, 25. Januar. Ein ganz normales Mädchen, das gerne Freunde trifft, auf Partys geht, die erste Liebe findet, sich mit den Geschwistern zofft und Ärger wegen schlechter Schulnoten bekommt. Ein Mädchen, das allmählich erwachsen wird, zum Studium in die Großstadt zieht – und das am 22. Februar 1943 in München wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und ermordet wird. Doch was hat aus Sophie, als Kind noch eine glühende Verehrerin des NS-Regimes und begeistertes Mitglied der Hitlerjugend, eine junge Frau werden lassen, die ihr Leben im Kampf gegen den Faschismus zu opfern bereit ist? In einer rasanten Multimediaperformance aus Videokunst, Soundcollage und Schauspiel bringt Regisseur Alexander Ourth historische Dokumente, Musik und Texte aus den 1920er-1940er Jahren auf die Bühne der Tufa Trier und zeigt eindrücklich, dass die Geschichte von Sophie Scholl gerade in Zeiten wiedererstarkender rechter Kräfte in Politik und Gesellschaft eine wichtige Botschaft für unsere Gesellschaft bereithält. Weitere Termine für Schulen sind am 26., 29., 30. und 31. Januar. (Kartenreservierungen und Infos bei )

Thomas Freitag gastiert mit seinem Programm in Trier. [Foto: Veranstalter]

Am Freitag, 26. Januar, findet der 19. Trierer Jazzgipfel statt. Er ist Kult, und er kommt alle Jahre als Club-Highlight zum Jahresbeginn. Verschiedene Bands werden in ca. 20minütigen Kurzvorstellungen zeigen, wo in Trier der Jazz-Hammer hängt – und dabei Zeugnis ablegen von der Vielschichtigkeit der Spielarten und Stile des Jazz. Die Formationen zeichnen sich durch hohes Niveau, Vielseitigkeit und Originalität aus. Der Kabarettist Thomas Freitag kommt am Donnerstag, 1. Februar, in die Tufa mit seinem Programm „Europa, der Kreisverkehr und ein Todesfall“. Europa! Was für ein erstaunlicher Erdteil! Ein Kontinent, der die Philosophie erfunden hat, die moderne Wissenschaft entwickelt und die Menschenrechte formuliert hat … und der es heute schafft, auf über 3000 Seiten zu erklären, wie viel Wasser maximal durch einen Duschkopf fließen darf. Thomas Freitag wirft in seinem neuen Programm einen scharfen, satirischen und sehr komischen Blick auf Europa… oder das, was davon noch übrig ist.

Am Dienstag, 20. Februar, macht die 1. Young Scots Trad Awards Winner Tour Halt in Trier. Die neue schottische Musiktournee präsentiert Preisträger der renommierten BBC Radio Scotland Young Trad Awards, BBC Radio 2 Folk Awards und MG Alba Awards. Ziel dieser von der BBC und von MG Alba organisierten Wettbewerbe ist es, junge schottische Musiker zu animieren, schottische Musiktraditionen mit der eigenen musikalischen Virtuosität fortzuführen und zu beflügeln. Die Musiker der 1. Young Scots Trad Awards Winner Tour sind allesamt Preisträger der letztjährigen Wettbewerbe: Mohsen Amini (Concertina), Claire Hastings (Gesang, Ukulele) und Ryan Young (Geige) verzaubern ihr Publikum mit einem dynamischen und abwechslungsreichen Programm. Solo und in verschiedenen musikalischen Konstellationen begeistern sie in Begleitung des Gitarristen Craig Irving mit schottischen Tunes und Liedern – eine frische Brise von den Highlands und ein fantastisches Klangerlebnis.

Sebastian Krämer will mit seinen vergnüglichen Elegien sein Publikum verzaubern. [Foto: Veranstalter]

Improvisations-Comedy gibt es Donnerstag, 22. Februar, mit Sascha Korff. „Aus der Hüfte, fertig, los“ heißt es bei ihm. Schlagfertig und urkomisch entzündet Sascha Korf ein Feuerwerk der Sprache. Denn darum geht es Sascha Korf. Ums Sprechen! Die Menschen haben verlernt, miteinander zu reden. Alle kommunizieren nur noch mit Statusmeldungen und Emojis. Der Wahl-Kölner tritt den Kampf gegen das Verstummen an: Sein Programm ist die pure Kommunikation. Und zwar zwischen Publikum und ihm. Einen Chanson-Abend können die Besucher am Samstag, 24. Februar, mit Sebastian Krämer erleben. „Im Glanz der Vergeblichkeit – Vergnügte Elegien“ ist der Abend betitelt. Die Quellen, aus denen diese etwas anderen Stimmungslieder schöpfen, sind dunkel. Dramatis personae: eine Puppe im Garten, eine Skulptur von Barlach, die Kinder einer geläuterten Hexe im Linienbus, Mops und Bienenstich. Unter der Oberfläche beschwingter Melodien und eleganter Erzählungen schwelen Unheil, Trauer, Verlorenes, Vergebliches. Dieser Chansonnier beherrscht die Kunst der Modulation auf allen Ebenen. Sein musikalisches Vokabular reicht von Swing bis Wiener Schule. Sebastian Krämer erhielt 2017 den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA und den Deutsch-Französischen Chansonpreis, den Deutschen Kabarettpreis 2012 und den Deutschen Kleinkunstpreis 2009.

Alle Veranstaltungen und Informationen zu den Tickets gibt es unter www.tufa-trier.de

15.12.2017KulturUmland, Trier0 Kommentare pg

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