Zur EIFELON Startseite (hier klicken)
EIFELON - wöchentliche eMailZeitung für die Eifel

In dieser Ausgabe: Opus caementitium – Der Beton der Römer kam aus Iversheim Ohne Schubs kommt nichts in Rollen Vergünstigte Dauerkarten für den Gartenschaupark sichern Was ist denn bloß in Widdau los? – Theater Kunterbunt, die Zweite Feuer und Flamme für die Natur Marcel Ferrand – Das ultimative Unikat “Der Auto, die Bach, die Knauch“

Land & Leute: Zülpicher Prinz Theo II. spendet Blut Zigeunermusik im theater 1 Jecke Termine Lesung und Theater für Kinder Raus aus dem Hörsaal – rein in die Natur Trio „Mizard“ vertont Psalmen „Mehr davon!“ – Konzert im Franziskanerkloster Vossenack Künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holocaust Erste Ausstellung 2015 Sternsinger im Rathaus Ausstellung und Tischgespräch im Hürten-Museum Marco Mendoza Band im Live Proberaum Nele fährt in den Urlaub und muss aufräumen Fest der Begegnung Konzert mit dem Gitarren-Duo Joncol und Kurt Fuhrmann


Editorial:

Durch unsere Reportagen für EIFELON betrachten wir unsere Region aus einem neuen Blickwinkel, entdecken immer wieder neue Orte und spannende Geschichten.

Die kurze Pressemitteilung etwa, dass an der römischen Kalkbrennerei in Bad Münstereifel-Iversheim ein Schutzdach erneuert werde, machte uns neugierig. In dieser Ausgabe tauchen wir unter anderem also tief in die Vergangenheit. Beleuchten historische Baustoffe und römische Ingenieurskunst…

Auf Wiederlesen,
Ihre [Redaktion]


Opus caementitium – Der Beton der Römer kam aus Iversheim

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Unter dem schützenden Überbau befinden sich die alten, römischen Kalkbrennöfen. [Fotos: privat]

Bad Münstereifel-Iversheim: Nur durch Zufall wurde die „Römische Kalkfabrik“ beim Bau einer Wasserleitung Mitte der 1960er Jahre entdeckt und in der Folge vom Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege ausgegraben. Sechs Öfen, um Kalk zu brennen, wurden dabei freigelegt, „Opus caementitium“ hieß der aus dem gebrannten Kalk hergestellte Beton der Römer. Ein Gemisch aus gebranntem Kalk, Vulkan-Asche und Wasser bilden des Mineral Strätlingit. Es verhinderte die Rissbildung des antiken Betons. Das Pantheon mit seiner über 43 Meter freitragenden Kuppel und das Kolosseum in Rom wurden mit diesem Material erbaut.

Aber auch im Wasserleitungsbau spielte „Opus caementitium“ die wichtigste Rolle: Mit dem, aus gebranntem Kalk gewonnenen Hartmörtel war es möglich, die römischen Wasserleitungen absolut dicht zu verlegen und Wasser verlustfrei über große Strecken zu transportieren. Wieso stand aber eine solche antike „Zementfabrik“ ausgerechnet in Iversheim?

Wichtigster Grund war sicher das oberhalb Iversheims vorkommende Dolomitgestein, das sich hervorragend zur Kalkgewinnung eignete. Somit ergaben sich kurze Wege: Aus den Steinbrüchen direkt in die Kalköfen. Den Transport des fertigen, gebrannten Kalks auf dem Wasserweg über die Erft zu den Baustellen der Römer – bis hinunter nach Xanten – sieht man ebenfalls als wichtigen Grund für den Standort.

Dass der Iversheimer Kalk für den Bau der römischen Wasserleitung aus der Eifel nach Köln benötigt und verwendet wurde, ist vorstellbar. Schließlich lag doch ein Teil dieser Großbaustelle nur wenige Kilometer von den geologischen Kalkvorkommen der so genannten „Sötenicher Kalkmulde“ entfernt. Die Römische Wasserleitung nach Köln gehört zu den spektakulärsten römischen Technikbauen nördlich der Alpen. Fast 100 Kilometer weit lief das Eifeler Quellwasser in freier Gefällestrecke bis zur Hauptstadt der römischen Provinz „Germania Inferior“. Köln war damals – im 1. und 2. Jahrhundert nach Christus – schon Großstadt: Etwa 20.000 Menschen lebten innerhalb und außerhalb der Befestigungsmauern der Rheinmetropole. Die Wasserversorgung von Thermen, öffentlichen Brunnen und Privathäusern mit dem wohlschmeckenden Wasser aus der Eifel war der Auftrag an die Bautrupps der römischen Armee. Nur sie konnten die entsprechende Infrastruktur gewährleisten, die ein solches Mammutprojekt erforderte: Eine – auch noch aus heutiger Sicht – ingenieurtechnische Großleistung. Musste doch das Eifeler Quellwasser aus dem Raum Nettersheim, um nach Köln zu gelangen, im freien Gefälle die Wasserscheide zwischen Maas und Rhein überwinden. Mit einer für die damalige Zeit unglaublichen Präzision wurde das geringst mögliche Gefälle auf 14 Zentimeter pro Kilometer Streckenlänge berechnet und anschließend – an den Nordhängen der Eifel entlang – gebaut!

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.Bei den Iversheimer Ausgrabungen fanden die Archäologen einen Ofen – noch gefüllt mit Kalkgestein. Daraus zog man den Schluss, dass die Kalkbrennerei vor 1.700 Jahren fluchtartig von ihrer Mannschaft verlassen worden war. Für die Bodenkundler war dieser gefüllte Ofen ein großer Gewinn. So konnten sie die Bauweise und Beschickung der Kalköfen authentisch nachvollziehen. Einer der sechs Öfen wurde in der Folge von den Archäologen restauriert und ein Brennversuch nach römischer Methode gestartet. Die Bautechnik bewährt sich noch heute: 25 Tonnen Dolomitgestein wurden bei fast 1000 Grad zu 12,5 Tonnen Kalk gebrannt! Dieser Ofen, außerhalb der Ausgrabungsstelle, ist das ganze Jahr über frei zugänglich. Fünf weiteren Öfen wurden ausgegraben, drei davon sind heute noch zu besichtigen.

Die Ausgrabungsstelle der drei Kalköfen kann vom 1. Mai bis 31.Oktober an den Wochenenden – Samstag: 13.00 -16.00 Uhr, Sonntag: 11.00 –16.00 Uhr – und auch nach Voranmeldung außerhalb der Zeiten besucht werden. Die Betreuung und Führungen durch diese einmalige römische Kalkbrennerei leistet der Iversheimer Dorfverschönerungsverein seit zehn Jahren ehrenamtlich.
Ansprechpartner: Helmut Ruß, Tel 02253 – 3385 oder russ-helmut@t-online.de, weitere Informationen: gibt es hier [cpm]


Ohne Schubs kommt nichts in Rollen

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.Beim Kick off-Tag der Internationalen Kunstakademie können Besucher die eigene Kraetivität entdecken. [Fotos: bwp]

Heimbach: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Diese hintergründig-pointierten Worte des Künstlers und Komikers Karl Valentin beschreiben exakt die momentane Situation der Internationalen Kunstakademie. Während in den vergangenen Wochen die letzten Workshops fürs Jahr 2014 stattfanden, erarbeitete das kleine Akademie-Team hinter den Kulissen bereits das Kurs-Konzept 2015. Start in die neue Saison ist der traditionelle Kick off-Tag: Am 17. Januar können interessierte Besucher bei so genannten „Schnupperkursen“ in den Ateliers auf Burg Hengebach die unterschiedlichsten Kunstgattungen selber ausprobieren und dabei die eigene Kreativität entdecken…

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Kurz vor diesem turbulenten Saisonstart blickte Akademiedirektor Professor Frank Günter Zehnder im Gespräch mit EIFELON auf das vergangene Jahr zurück und stellte die Aktivitäten 2015 vor.

Nach fünf Jahren Kunstbetrieb könne die Internationale Kunstakademie Heimbach mit einem überzeugenden Trend aufwarten, betont Zehnder. Die Besucherzahlen steigen stetig und gerade zum Jahreswechsel standen die Telefone nicht mehr still. Viele Interessenten wollten sich frühzeitig für die neuen Workshops anmelden. „Obwohl das gedruckte Jahresprogramm 2015 noch gar nicht vorlag, ist der Kurs von Andreas Felger bereits ausgebucht und viele Interessenten stehen auf der Warteliste“, freut sich Zehnder über die rege Nachfrage. Auch die „Kunstakademie für junge Leute“ – ein viertägiges Sommerferien-Angebot aus Kreativ-Workshops und Outdoor-Erlebnissen – entwickelt sich zum Renner.

Neun Werkschauen mit Arbeiten der Kursteilnehmer und vor allem die quirlige Sonderausstellung des New Yorker 3-D-Künstlers Charles Fazzino lockten vergangenes Jahr Tausende Besucher in die Ausstellungsräume der Kunstakademie. Inzwischen konnte auch der erste „Meisterschüler“ sein Zertifikat entgegennehmen.

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Die künstlerische Förderung von Jugendlichen – mit oder ohne Handicap – liegt Professor Frank Günter Zehnder besonders am Herzen. „Das Projekt ‘Kulturrucksack’ läuft auch 2015 weiter. Mit weit über 200 Teilnehmern hatten wir letztes Jahr eine riesige Steigerung“, bilanziert er. In enger Kooperation mit dem Burgenmuseum Nideggen soll das Programm nun noch dichter werden.

Im Rahmen der Initiative „Kultur macht stark“ beschreiten Dozenten der Kunstakademie ganz neue Wege. Die Fotografen Jane Duncker und Elmar Valter starteten im Nörvenicher Jugendtreff „Chillout“ das Foto-Projekt „Mit wachen Augen“. Hier bildeten Jugendliche zunächst ihren real erlebten Alltag ab und nun – im neuen Jahr – werden sie ihre Visionen zu einer besseren Zukunft für eine Wanderausstellung digital in Szene setzen.

Auf traditionelle Technik hingegen setzt der neue Dozent für Fotografie, Ingo Porschien. „Wir haben hier eine komplett eingerichtete Dunkelkammer mit Wannen zum Entwickeln der Schwarz-Weiß-Fotos“, freut sich der Akademieleiter darüber, dass im digitalen Zeitalter die analoge Fotografie zunehmend Interesse findet.

Zu den neuen Dozenten zählt auch Peter Zimmer, der unter dem Pseudonym SOBE bissige Karikaturen veröffentlicht und 2012 mit dem Deutschen Cartoon-Preis ausgezeichnet wurde. „Das Thema Illustration ist bei unseren Kursteilnehmern sehr gefragt“, erzählt Zehnder und verweist auf die Workshops, die unter Leitung der Grafikerin Gudrun Wirsieg – auch als künstlerisches Angebot der Lit.Eifel – auf Burg Hengebach stattfanden.

Nach James Rizzi, Janosch und Charles Fazzino ist im Frühjahr die vierte große Sonderausstellung auf Burg Hengebach geplant. Die Termine stehen bereits fest, aber welcher prominente Künstler seine Werke diesmal in den Ateliers der Internationalen Kunstakademie präsentieren wird, bleibt – wie jedes Jahr um diese Zeit – noch ein gut gehütetes Geheimnis.

Die zweistündigen „Schnupperkurse“ zu den Themen Malerei, Skulptur, Keramik, Druckgrafik oder Fotografie finden am 17. Januar zwischen 11.00 -13.00 Uhr und 14.00 -16.00 Uhr in den Ateliers der Kunstakademie statt. Der Kostenbeitrag von 20,-€ für je einen Workshop wird bei eventueller Belegung eines regulären Kurses im Programm 2015 in voller Höhe angerechnet. Nähere Informationen auf www.kunstakademie-heimbach.de oder telefonisch unter 02446 – 809700. [bwp]


Vergünstigte Dauerkarten für den Gartenschaupark sichern

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Es wird zwar noch etwas dauern, bis im Wallgrabenpark die Frühlingsblüher zum Vorscheinen kommen, flanieren kann man allerdings schon jetzt durch den Park von der Landesburg bis zum Weyertor. [Foto: pg]

Zülpich: Die Nachfrage nach den vergünstigten Dauerkarten für den Gartenschaupark in Zülpich war besonders in den ersten Wochen groß. Am 1. Dezember 2014 startete der Verkauf und viele Zülpicher haben eine Dauerkarte unter dem Weihnachtsbaum gefunden. “3.000 Stück wurden bereits verkauft”, konnte Jennifer Held, Pressesprecherin des Gartenschauparks, vermelden. Noch bis zum 16. Januar haben Interessierte die Gelegenheit, im Rathaus im Informationsbüro, die Dauerkarten während der Öffnungszeiten des Rathauses zu kaufen. Für Erwachsene kostet die Karte 30 Euro statt später 45 Euro. Die Familienkarte 1 für einen Erwachsenen und alle eigenen Kinder bis einschließlich 17 Jahren ist für 40 Euro statt später 55 Euro erhältlich, die Familienkarte 2 für zwei Erwachsene und alle eigenen Kinder bis einschließlich 17 Jahren kostet nur 70 Euro statt später 100 Euro. Darüber hinaus erhalten Dauerkartenbesitzer vergünstigten Eintritt zu kostenpflichtigen Veranstaltungen wie etwa den “Leuchtenden Gärten” vom 11. bis zum 27. September.

Wer schon jetzt durch eine Parkanlage flanieren möchte, kann dies im Wallgrabenpark unternehmen. Seit dem 24. Dezember ist dieser Park kostenfrei geöffnet. Von der Landesburg bis zum Weyertor ist die Anlage weitgehend so geblieben, wie sie es während der Landesgartenschau war. Die Beete werden allerdings erst nach der Frostperiode wieder richtig bepflanzt werden können. Rückgebaut werden musste allerdings der WDR-Garten in der Streuobstwiese. Diese Fläche ist Landschaftsschutzgebiet und nur während der Dauer Landesgartenschau durfte hier etwas verändert werden. Der WDR-Garten wurde von Rüdiger Ramme zusammen mit Zülpicher Schülern bestellt und gepflegt. Für die Zukunft ist im Seepark am Wassersportsee ein Schulgarten geplant. Während die Bürger schon jetzt durch den Wallgrabenpark flanieren können, wird der Seepark erst am 28. März wieder geöffnet. 100.000 Tulpenzwiebeln wurden schon gesetzt, allein an der Römerbastion sind es 73.000 Zwiebeln, damit die Besucher wieder zur Eröffnung ein farbenprächtiges Bild bestaunen können. Frühlingshaft wird es auch auf der Narzissenwiese neben dem Europawald leuchten, denn mehr als 2.000 Narzissenzwiebeln sind hier gesetzt worden, die ebenfalls Frühlingsstimmung verbreiten werden. [pg]


Was ist denn bloß in Widdau los? – Theater Kunterbunt, die Zweite

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Freuen sich auf die Premiere: Die Schauspielerinnen und Schauspieler vom Theater Kunterbunt [Foto: Theater Kunterbunt]

Monschau-Widdau. Seit September 2013 gibt es das Theater Kunterbunt. Das Ensemble besteht aus Menschen mit und ohne Handicap, die Spaß am Theaterspiel haben. Einmal in der Woche, fünf Monate lang, treffen sie sich zur Probe im katholischen Pfarrheim in Simmerath-Steckenborn. Diese Zeit brauchen die Schauspieler und Schauspielerinnen, denn das Theaterstück, das sie aufführen werden, entwickeln sie selbst.

Aber eigentlich ging es anders herum. Zunächst war die Frage: Welches Genre soll es diesmal sein? Im vergangenen Jahr hat die Theatergruppe ein Fantasie-Theaterstück zur Aufführung gebracht. Soll es beim zweiten Mal vielleicht ein Liebesdrama oder ein Horrorschauspiel werden? Nein, ein Kriminalstück wird gewünscht. Lustig. Also eine Kriminalkomödie. Gut, welche Rollen kann es geben und wie lauten die Namen dieser Personen? Das war der Moment, an dem die Regisseurin, Ingrid Wiederhold, Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung – und dem Gehör – bekam. Auch der Regieassistent, Ulrich Schmidt, war keine große Hilfe. Zwar wohnt er in Kalterherberg, aber er ist ein „Zugezogener“… „Wie nennst Du dich? Drückche, ja was ist das denn für ein Vorname,? Ach Gertrud!” „Ja, ich glaub‘ es nicht. Sag noch einmal, Lüth – wie schreibt man das? Lüüd – aha! Dass Klärchen, Klärschen gesprochen wird, ist klar, es lebe das Rheinland!“ Aber in der Eifel gibt es wirklich kuriose Namen, und die Aussprache ist auch ‚Eifel-speziell‘. Ach, und eine Eifel-Berühmtheit soll auch mitspielen, Küppesch Ul. Inzwischen hat die Regisseurin schon etwas dazugelernt: „Das müsste dann übersetzt Ulrich Küpper heißen, nicht wahr?” Als das Ensemble die Handlung in etwa klar hatte, kam der Titel. Natürlich muss der Krimi in der Eifel spielen, daher: “Was ist denn bloß in Widdau los?”

Nette und sympathische Menschen leben im kleinen, idyllisch gelegenen Ort Widdau. Man kennt sich und man hilft sich gegenseitig. Am Tag trifft sich die Dorfgemeinschaft auf dem Friedhof. Hier wird gepflanzt, gegossen und geharkt. Natürlich mit dem entsprechenden Werkzeug: Blümchen, Harke, Gießkanne – und dem Mundwerk … !
„Wer ist eigentlich diese ‚Angie‘ – wie schaut die nur aus – und was macht die eigentlich hier? Sollte so etwas nicht lieber in der Stadt wohnen?” Aber keine Sorge, Sexappeal haben die Frauen von Widdau genug. Die wissen genau, was den Männern Freude bereitet. Abends trifft man sich in der Dorfkneipe bei Küppesch Ul, da gibt es ein gepflegtes Bierchen und wenn es hoch her geht, für die Damen auch ein Gläschen Sekt. Ortsvorsteher von Widdau ist Brauns Kalle, ein guter Mann, der höchst zufrieden mit der Ortspolizistin Jessy und der Detektivin Charly ist. Sogar in der Nacht sind die beiden auf der Straße in Widdau unterwegs, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Nicht, dass das nötig wäre – so ein friedliches Fleckchen Erde! Aber auch in Widdau gibt es Menschen, die unter Schlaflosigkeit leiden, die es nachts auf die Straße hinaus treibt. Und was ist das – ein Erdbeben? War das auf dem Friedhof? Wer steht denn da? – Für Charly und Jessy wird es höchste Zeit die Nachtpatrouille zu beenden, und sich schleunigst in Sicherheit zu bringen. Am anderen Morgen ist nichts mehr wie es war, vorbei ist es mit dem Frieden in Widdau!

Gefördert wird das inklusive Theaterprojekt über drei Jahre hin von der ‚Aktion Mensch‘. Initiator ist die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) Eifel unter Trägerschaft der Caritas Lebenswelten. “Wir bedanken uns herzlich bei Andrea Hein von der KoKoBe-Eifel für die Betreuung des Projektes”, so Ingrid Wiederhold.

Premiere hat die Kriminalkomödie „Was ist denn bloß in Widdau los?“ von und mit dem „Theater Kunterbunt“ am Freitag, 30. Januar 2015, um 20 Uhr im Musik- und Kulturzentrum Monschau-Konzen (MuK), Konrad–Adenauer- Straße 2. Die 2. Aufführung folgt Samstag, 31. Januar 2015, ebenfalls um 20.00 Uhr im MuK. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Karten gibt es an der Abendkasse oder im Vorverkauf in der Werkstatt Imgenbroich, Am Handwerkermarkt 13 in Monschau. [bvl]


Feuer und Flamme für die Natur

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Auf Wandertour: Axel Jansen mit seiner kleinen Tochter Greta. [Foto: privat]

Roetgen-Mulartshütte: Als Kind war es für ihn ein Graus, mit seinen Eltern spazieren gehen zu müssen. Doch vor elf Jahren entdeckte Axel Jansen das Wandern völlig neu. Plötzlich machten ihm die Erfahrungen in freier Natur Spaß, wurden zum Abenteuer, zum hautnahen Erlebnis. Mittlerweile ist der 33-Jährige ein begeisterter „Erlebnis-Pädagoge“ und hat gemeinsam mit gleichgesinnten Freunden die „Abenteuerschmiede“ gegründet. Der Name ist Programm: Mit ihrem „Verein für Bewegung & Erlebnispädagogik“ wollen sie Sport und Spaß, Leben und Lernen in freier Natur vermitteln. Unkonventionell wie ihre Ideen, sind auch die Büroräume: „Wir arbeiten in einem alten Zirkuswagen, der im früheren Familien- und Jugendbildungshof Auenland in Mulartshütte steht“, lacht Axel Jansen. Auf dem 45.000 Quadratmeter großen, ehemaligen Erholungsgelände der ASEAG (Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG) organisiert er nun erstmals ein „Eifel Outdoor Wintercamp“.

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.Übernachtet wird in der freien Natur – in großen, bis zu acht Meter hohen schneeweißen Tipis, die von einer Feuerstelle beheizt werden. „Bei diesem Abenteuerwochenende steht das gemeinsame Erleben im Vordergrund“, erläutert Jansen, der als Outdoor-Experte bereits viele abenteuerlichen Dinge selbst ausprobiert hat: Vom „Paragleiten“ am Gardasee bis zum „Survival“-Camp in Rumänien.

„Mit unserem Angebot wollen wir die Menschen wieder ‘auf den Boden’ bringen“, erzählt Jansen. Die sportliche Herausforderung bildet beim ersten Wintercamp den gewissen „Grundrahmen“ für diese Erlebnistage. Wer will, kann an Wanderungen, Joggingtouren oder Trailrunning teilnehmen. Das geplante „Schneeschuhwandern“ wird – wetterbedingt – aber vermutlich ins Wasser fallen…

„Wir wollen die Eifel von ihrer natürlichsten Seite zeigen“, fährt Jansen fort. Zum Erlebnisprogramm gehört deshalb auch die Lerneinheit, wie man – ohne Feuerzeug oder Streichhölzer! – ein Feuer entzünden kann. Am Lagerfeuer wird anschließend gemeinsam gekocht: Elementare Erlebnisse mit und am Feuer schweißen zusammen, weiß der junge Familienvater aus eigener Erfahrung. Und so ganz nebenbei werden beim Feuerschein uralte, handwerkliche Fertigkeiten vermittelt. „Mit heißer Glut lassen sich aus Holzstücken kleine Schalen oder Becher herauskohlen“, beschreibt Jansen die Entdeckungen der Urmenschen. In der Gluthitze können ebenfalls selbst geschnitzte Pfeilspitzen gehärtet werden. Die Kunst des Bogenschießens kann dann auf dem riesigen Gelände gleich anschließend erlernt werden.

Am eigenen Schmiedeofen zeigt Axel Jansens Team-Kollege Martin Kalok die Kunst, einfache Werkzeuge herzustellen: „Von der ersten selbstgeschmiedeten Gabel zu essen, ist schon ein Erlebnis.“ Gekocht wird übrigens in einem von Kalok eigens geschmiedeten Kupferkessel.

“Abenteuer pur” hat Axel Jansen zu seinem Beruf gemacht, bei dem er die Evolution hautnah nacherleben kann: Von den Erfahrungen der Steinzeitmenschen bis hin zum digitalen Geocaching. Trotzdem kommen bei ihm Familientouren nicht zu kurz: „Meine Frau ist ganz klassisch Krankenschwester, macht aber bei meinem Hobby mit“, erzählt Axel Jansen. Die gemeinsame Tochter ist mittlerweile dreieinhalb Jahre alt. Wenn die drei am Wochenende überlegen, was unternommen wird, hat die kleine Greta die Nase vorn: „Wandern!“ Wie lange wohl noch? „Mit zwölf wird’s ihr mit uns vermutlich auch langweilig“, mutmaßt Papa Axel aus eigener Erinnerung.

Das Eifel Outdoor Wintercamp startet am 23.01.2015 um 18.00 Uhr und endet am Sonntag, dem 25.01.2014, gegen 16.00 Uhr. Die Teilnahme kann an allen drei oder nur an zwei Tagen erfolgen. Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren oder ab 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen.

Weitere Informationen finden sich unter www.abenteuerschmiede.com. [bwp]


Marcel Ferrand – Das ultimative Unikat

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.Marcel Ferrand in seinem Atelierhaus in Kreuzau-Thum. [Fotos: bvl]

Kreuzau-Thum: „Stellen Sie sich vor, Sie gehen über einen Sandstrand. Ohne sich weiter Gedanken über die Milliarden von Sandkörnern zu machen, über die Sie gerade hinweglaufen. Genießen Sie den Salzgeruch des Meeres und schauen auf den weiten, offenen Horizont. Auf einmal kommt ein leiser Windhauch auf, der einige Sandkörner in die Luft wirbelt. Eines fliegt in Ihr Auge und wird lästig. Sie haben nun zwei Möglichkeiten: Entweder Sie machen sich Gedanken über das kleine Sandkorn, auch wenn der Effekt im ersten Moment unangenehm ist oder Sie reiben sich, wütend über die Störung dieses Sandkorn aus den Augen. – Ich sehe mich als ein Sandkorn unter vielen und alles was ich machen kann, ist dass Sie für einen Moment über die kleinen Dinge nachdenken, die meist eine unbekannte Größe haben. Für diesen Moment bin ich da. Danach bin ich nur noch Vergangenheit.“

Der Maler und Literat Marcel Ferrand weiß genau, was er mit seiner vielschichtigen Kunst erreichen will. „Es ist einfach toll, wenn Besucher anders aus meiner Ausstellung hinausgehen, als sie hineingegangen sind“, erklärt der Künstler, der schon seit Jahren seinen Lebensmittelpunkt in Kreuzau-Thum gefunden hat. In dem liebevoll restaurierten Bauernhof findet nicht nur das Atelier Platz, sondern auch seit 2005 seine Galerie Thokat und ein Aufnahmestudio für Hörbücher.

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige. Der in Kempen am Niederrhein aufgewachsene Künstler, der bereits 1992 das Pseudonym „Marcel Ferrand“ annahm, um nicht mit seinem damaligen Hauptberuf (Management) in Kollision zu geraten, will die Menschen mit seiner Kunst zum Nachdenken anregen. „Ich habe natürlich nicht immer Recht, aber ich stelle mit meinen Werken immer erst mal Thesen auf, lasse mich aber auch in der Diskussion gerne vom Gegenteil überzeugen. Beratungsresistent bin ich nicht“, so Ferrand. „Wenn man die Welt ein Stück verändern will, beginnt das nicht am Hindukusch, sondern immer vor der eigenen Haustür. Meine Kunst ist immer auch politisch motiviert. Damit meine ich keine Beeinflussung, sondern dass ich zum Denken anregen möchte.“

In seiner Malerei ist es ihm wichtig, Realitäten über die Abstraktion darzustellen. Neben seinen vielen – meist kleinformatigen – Kohle- und Bleistiftzeichnungen, überzeugt Ferrand vor allem mit seiner Ölmalerei auf handgeformtem Aluminium, bei der er nur hochwertige holländische Ölfarben in klassischer Form verwendet. Seine sichere Hand, auch bei der Farbauswahl, machen seine „Wandskulpturen“ zu einem ganz besonderen Erlebnis. „Im Zeitalter der Medien, wo jeder Zipfel dieser Welt unsere Wohnzimmer erreicht, im Zeitalter von Digitalfotografie, wo das kleinste Pixel die wahre Realität vorgaukelt und in einem Zeitalter, wo sich Eltern Sorgen machen, dass ihre Kinder in der virtuellen Welt verloren gehen, jedoch bei einem Film kaum noch selber entscheiden können, was real und was Computer gesteuerte Virtualität ist, empfinde ich die Notwendigkeit der Abstraktion so wichtig, wie selten zuvor.“ Ein weiteres Stilmittel – nicht nur bei der Malerei – ist für ihn die Provokation. Denn jede direkt erzeugte Provokation erzeugt eine spontane Gegenprovokation. Streiten um die Sache, ist für Marcel Ferrand absolut in Ordnung.

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.Auch als Schriftsteller kann er durchaus überzeugen. Neben einem Lyrikband „Die Macht der Worte / Ich sehe in den Spiegel“, veröffentlichte er humorvolle Kurzgeschichten, ein Kinderbuch (oder gerne auch für jung gebliebene Erwachsene) „Hironymus & Co. / Wie alles begann“ und den Thriller „Die Kunst, in Echtzeit zu sterben“. Zahlreiche eigene Hörbuchproduktionen runden sein literarisches Schaffen ab.

„Menschen mit Worten verzaubern zu dürfen, ist ein großes Geschenk“, weiß Marcel Ferrand. Der Gedankenaustausch bei Lesungen, Vernissagen oder Soireen ist für ihn ein wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit und Mission.

Besuche kunstinteressierter Gäste im Atelierhaus und Galerie des Künstlers sind ausgesprochen erwünscht. Marcel Ferrand bitte jedoch um vorherige, telefonische Terminabsprache: 02427 – 904 692. Weitere Informationen unter www.thokath.de [bvl]


Das letzte Wort hat...
Manfred Lang: “Der Auto, die Bach, die Knauch“

La lune, “die” Mond, le soleil “der” Sonne: Frankophonen Rheinländern sind “verdrehte” Geschlechter zwischen dem Deutschen und dem Französischen nicht unvertraut. Aber auch zwischen der Hochsprache und der ripuarischen Mundart gibt es Verschiebungen, denn in ihr finden sich viele Elemente der deutschen, aber eben auch der französischen Sprache wie Angtree (Eintritt), Abelong (Lust), allemasch (dalli-dalli), Bajaasch (Sippe), Cupee (Zugabteil), Matusel (selbstbewusstes Fräulein), Momang (Moment), Kuraasch (Mut), Visaasch (Gesicht), pusseere (flirten), Klüer (Farbe) oder karessiere (freien). Aber auch bei den deutschverwandten Wörtern geht es bei den Geschlechtern drunter und drüber: So sagt der “Linksrheinländer” der Auto, die Baach (Bach), der Brell (Brille), die Jüert (Gürtel), die Knauch (Knochen), die Muul (Maul), der Ogge (Euter), die Schlaat (Salat), die Schönk (Schinken), das Speck, die Vinste (Fenster), die Viesch (First) und der Wachs.

aus: Manfred Lang “Platt öss prima”, KBV-Verlag, ISBN: 978-3-940077-47-9 [ml]


Land & Leute:

Zülpicher Prinz Theo II. spendet Blut

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Zülpich: Das frisch proklamierte Zülpicher Karnevalsoberhaupt, Prinz Theo II. (Nolden, Bild Mitte), ist in Sachen Blutspenden ein alter Bekannter und setzt die Tradition der Zülpicher Karnevalisten fort: „Ich bin seit Jahren bei den Blutspende-Terminen in Zülpich dabei“, berichtet er und ergänzt: „Die nächste wird meine 64. freiwillige Spende für das Rote Kreuz sein.“ Der Aderlass der Zülpicher Jecken, zu dem selbstverständlich auch alle anderen Spender willkommen sind, findet im Forum Zülpich statt. Von 15.30 bis 20.00 Uhr stehen die ehrenamtlichen Helfer dort bereit. Prinz Theo II. will mit seinem Gefolge gegen 18.00 Uhr die Ärmel des Ornats hochkrempeln und den Lebenssaft spenden.
Rund anderthalb Stunden Zeit sollten Blutspendewillige zum Termin im Forum mitbringen. Vor dem Aderlass werden die Spender ärztlich untersucht und erhalten damit auch einen kostenlosen Gesundheitscheck. Wie immer gibt es nach der Spende Stärkung in Form eines „karnevalistischen Büffets“. Blut spenden können alle 18- bis 72-Jährigen, Frauen bis zu viermal, Männer bis zu sechsmal im Jahr. Erstspender dürfen maximal 68 Jahre alt sein und müssen – ebenso wie alle anderen Erstspender – ihren Personalausweis mitbringen. [pp] [pg]

Zigeunermusik im theater 1

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Bad Münstereifel: Am Samstag, 17. Januar, um 20 Uhr gibt es im „Kulturhaus theater 1“, Langenhecke 2-4, ein Konzert, das nicht nur verspricht, die Zuhörer bestens zu unterhalten, sondern sie auch tief in ihren Seelen berühren wird. Das Quartett „Zariza Gitara“ spielt Zigeunermusik aus Russland, dem Land, über das seit Jahrhunderten das fahrende Volk zieht. Mit ihnen ziehen ihre Lieder und Tänze, in denen Liebe und Leid, Tanz und Überleben, wärmende Sonne und schneidende Winde so dicht beieinander liegen. Temperamentvoll und leidenschaftlich musizieren die russische Sängerin Valeriya Shishkova, der deutsche Sänger und Gitarrist Oleg Matrosow sowie der Geiger Sascha Skripka und der Gitarrist Aleksander Kens, beide aus der Ukraine. Die Weisen, die ausschließlich aus russischen Zigeunerliedern bestehen, wirken so alt wie die Reisen dieses Volkes und doch so frisch wie jeder neue Aufbruch.Seit 2006 präsentiert das Quartett die überlieferten Lieder in Russisch und Roma, wobei es in den Arrangements moderne Spielweisen einfließen lässt und auch für Improvisationen immer genug Raum findet.
Karten gibt es an der Tageskasse; es wird empfohlen, unter 0 22 57 – 44 14 oder unter kulturhaus@theater-1.de zu reservieren. [pg]

Lesung und Theater für Kinder

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Bad Münstereifel: Gleich zwei spannende Veranstaltungen stehen beim Kinderschutzbund Bad Münstereifel in der kommenden Woche auf dem Programm. Am Dienstag, 13. Januar, wird Elke Andersen ab 15 Uhr für Kinder ab fünf Jahren in der Stadtbücherei, Kölner Straße 4, aus dem Buch „Winzig, der Elefant“, lesen. Winzig ist so winzig, dass er im Gras verlorengeht und seine Eltern ihn nicht mehr finden. Als die Sonne am höchsten steht, wachte er auf. Winzig sah sich um und merkte, dass ihm etwas fehlte. Er konnte aber nicht genau sagen, was es war und fühlte sich plötzlich so allein auf der Welt…

Am Mittwoch, 14. Januar, wird ab 16 Uhr im Seniorenzentrum/pro Com Eifelzentrum, Otterbach 80, Theater für Kinder ab sechs Jahren gespielt. Mit lebensgroßen Figuren spielt das Cassiopeia Theater die Geschichte vom Kranichmädchen, einem Misch-Wesen, das zu den Menschen gekommen ist, um ihnen Glück zu bringen. Inspiriert von japanischen Märchen haben Claudia Hann und Udo Mierke diese Geschichte zu stimmungsvoller Musik inszeniert. Am Ende besteht das Glück für die Menschen darin, den Glücksbringer glücklich zu machen. Der Eintritt zur Lesung ist frei, das Theaterstück kostet drei Euro pro Person. [pg]

Raus aus dem Hörsaal – rein in die Natur

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Erfahrungen sammeln in der Umweltbildung im Nationalpark Eifel. Dabei führen die Praktikantinnen auch eigene Gruppen von Kindern und Jugendlichen und stehen mitten im Geschehen. [Foto: Nationalpark Eifel]

Schleiden-Gemünd: Einmal für mehrere Monate raus dem Hörsaal der Universität und rein in die praktische Naturschutzarbeit in einer der schönsten Naturlandschaften Deutschlands, im Nationalpark Eifel. Bis zum 15. Januar können sich Studierende für das Commerzbank-Umweltpraktikum bewerben.
Einsatzbereiche für die Praktika im Sommerhalbjahr in der Nationalparkverwaltung Eifel sind entweder das Fachgebiet Kommunikation und Naturerleben oder die Umweltbildungseinrichtung Wildniswerkstatt Düttling. In der Wildniswerkstatt geht es vor allen darum, Kinder und Jugendliche für die Natur und die Idee des Nationalparks zu begeistern. Beide Stellen sind in erster Linie auf ein fünfmonatiges studentisches Pflichtpraktikum ausgerichtet. Alternativ sind aber auch dreimonatige freiwillige studentische Praktika denkbar. Die Stellenausschreibungen finden Interessierte auch auf der Internetseite www.nationalpark-eifel.de. Weitere Infos unter www.umweltpraktikum.com [bvl]

Trio „Mizard“ vertont Psalmen

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Heimbach: „Die Psalmen sind moderne Gedichte. Ihre Poetik ist der Dynamik des Lebens abgeschaut.“ Unter diesem Leitsatz von Arnold Stadler steht ein außergewöhnliches Konzert, das am Samstag, 17. Januar, um 20 Uhr, in der Heimbacher Evangelischen Kirche, Schönblick, stattfindet. An diesem Abend interpretiert das Trio „Mizard“ Texte aus dem Buch der Psalmen auf höchst ungewöhnliche Weise.Tenor Ulrich Cordes wird von Johannes Lemke am Saxophon und der Jazzpianistin Laia Genc begleitet. Cordes und Lemke hatten ihre Zusammenarbeit zunächst mit Improvisationen über gregorianische Motive begonnen. Durch die Begegnung mit Laia Genc entwickelte sich ihre Musik weiter: Aus Improvisation wurde Komposition. Das Ergebnis ist eine bewegende Musik, die den uralten Texten neue, eindringliche Lebendigkeit schenkt. Ein ungewöhnliches Hörerlebnis!

Die Veranstaltung wird von den „Jungen Alten“ in Zusammenarbeit mit der Galerie „treppauf-treppab“ organisiert. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen. [ush]

Künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holocaust

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Peggy Steike zeigt in der Galerie Eifel Kunst Bilder, die unter die Haut gehen. [Foto: Peggy Steike]

Schleiden: Am Sonntag, 11. Januar 2015, 15 Uhr, findet in der Galerie Eifel Kunst in Gemünd die Ausstellungseröffnung „Hannah“ der Künstlerin Peggy Steike (www.atelier-steike.de) aus Inning am Ammersee statt.

In ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Holocaust schuf Peggy Steike eine Reihe Bilder gegen das Vergessen. Bilder, die unter die Haut gehen, wachrütteln und zum Nachdenken einladen. Bilder, die ein Gedenken für die Opfer von Verfolgung, Genozid und Holocaust darstellen. Die Ausstellung wird bis zum 15. März 2015, jeweils freitags und sonntags von 14.00 -18.00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung (0157 – 36941876) in der Galerie Eifel Kunst, Schleidener Straße 1, 53937 Schleiden-Gemünd, zu sehen sein.

Im Rahmen der Vernissage wird auch das gemeinsame Projekt „Wort und Bild – gegen das Vergessen“ von Arndt Stroscher und Peggy Steike vorgestellt. Die Ausstellungseröffnung wird musikalisch von Georg Kaiser aus Monschau-Kalterherberg (www.irish-folk-and-more.de/home) begleitet, der mit seinen einfühlsamen, eigenen Musikstücken der Veranstaltung einen würdigen Rahmen gibt. [bvl]

Marco Mendoza Band im Live Proberaum

Zülpich: Kaum ist das Jahr gestartet, hat sich für den Live Proberaum schon ein prominenter Gast angekündigt: Die Marco Mendoza Band kommt am Sonntag, 18. Januar, wiederholt in den kleinen Club an der Bonner Straße und wird mit einer Mischung aus Rock, Soul und Funk seine Fans sicherlich wieder begeistern. Es ist das einzige Konzert von Mendozas Tour in Deutschland. Begleitet wird der Musiker von Drummer Lino Liberti und dem Gitarristen Nazzareno Zacconi. Karten für 20 Euro gibt es unter www.liveproberaum.de. Einlass zum Konzert ist ab 19.30 Uhr. [pg]

Erste Ausstellung 2015

Heimbach: Am Sonntag, dem 11.1., wird um 11.00 Uhr im Haus des Gastes, Über Rur 3, die erste Ausstellung in diesem Jahr eröffnet: Unter dem Titel „Aus meinem Innern“ zeigt Agnes Vonhoegen abstrakte Acrylbilder und Collagen. Maria Thevis präsentiert gegenständliche Ölbilder, Landschaften und Stillleben. Die kostenlose Ausstellung ist bis zum 8. Februar täglich von 14.00 – 17.00 Uhr zu sehen. [bwp]

Sternsinger im Rathaus

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Heimbach: Bürgermeister Peter Cremer empfing die Schar der kleinen und großen Heimbacher Sternsinger einen Tag vor „Heilige Drei Könige“ im Rathaus. In Begleitung von Regionaldekan Hans Doncks überbrachten die prächtig gekleideten Mädchen und Jungen den Wunsch „Christus segne dieses Haus“, sammelten Spenden und brachten ihr Kreidezeichen „20*C+M+B+15“ an den Rathaustüren an. In seiner Begrüßung lobte der Bürgermeister das Engagement der Kinder. Er betonte, dass dies ein guter Anfang für ein weiteres bürgerschaftliches Wirken in Kirche und Gemeinde sei.„Segen bringen, Segen sein. Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit!“ heißt das Leitwort der 57. Aktion Dreikönigssingen. Am aktuellen Beispielland Philippinen erläuterte Pfarrer Doncks das segensreiche Wirken der weltweit größten Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Nach einem gemeinsamen Lied machten sich die Sternsinger, versehen mit einer Tafel Schokolade als Wegzehrung, zum weiteren Spendensammeln und Segenspenden in die Dörfer auf den Weg. [bwp]

Ausstellung und Tischgespräch im Hürten-Museum

Bad Münstereifel: Am Samstag, 10. Januar, und Sonntag, 11. Januar, ist das Romanische Haus – Hürten-Museum – von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Gezeigt werden Artefakte und Exponate aus der Steinzeit bis in die Neuzeit aus Münstereifel und den Höhengebieten. Neben dem großen Hausaltar wird christliche Kunst in einer weiteren kleinen Sonderausstellung präsentiert.
Am Donnerstag, 15. Januar, findet um 20.00 Uhr ein Tischgespräch zum Thema „Magier oder Könige? – Die Legende der heiligen drei Könige“ statt. Wann und warum wurde in der römisch-katholischen Kirche das christliche Weihnachtsfest eingeführt, um diese Fragen dreht es sich an diesem Abend. Dr. Ursula Hendrichs präsentiert ihre Studie zu dem Thema und stellt diese zur Diskussion. Da im Museum nur eine begrenzte Platzzahl zur Verfügung steht, wird eine telefonische Anmeldung und Reservierung unter 0 22 53 – 80 27 oder 0 22 53 – 54 22 44 erbeten. [pg]

Nele fährt in den Urlaub und muss aufräumen

Mechernich: Der nächste Vorlesenachmittag in der Stadtbücherei Mechernich, Bahnstraße 26, findet am Dienstag, 13. Januar, von 16.15 bis 17.00 Uhr statt. Mitarbeiterinnen des Mechernicher Kinderschutzbundes lesen diesmal aus zwei Folgen der beliebten „Ich bin Nele“-Reihe. In „Nele macht eine Reise“ wird Nele zum ersten Mal allein mit Mama verreisen. Da heißt es Koffer packen und Proviant zusammenstellen. Auf der Zugfahrt lernt sie, was ein Schaffner alles zu tun hat, spielt mit Mama ein lustiges Reisespiel, guckt sehr viel aus dem Fenster. Als es am Ende heißt: „Bitte alle aussteigen!“, erwartet sie bereits Großtante Adelheid freudestrahlend am Bahnsteig. Nachdem dieses Abenteuer bestanden ist, geht es in der Stadtbücherei weiter mit „Nele räumt auf“: In Neles Zimmer türmen sich Berge von T-Shirts, Bilderbüchern und Spielsachen. Nele findet das supertoll. Mama leider nicht. Die findet, Nele muss mal richtig aufräumen… [pg]

Fest der Begegnung

Zülpich: Der “Runde Tisch Flüchtlingsarbeit” hat in Zülpich Mitte November seine Arbeit aufgenommen und konnte bisher einiges an Kleider-, Spielsachen- und weiteren Sachspenden zur Ausstattung von Unterkünften sammeln. Außerdem werden nächste Woche vier Deutschkurse in Rövenich und Zülpich starten. Um diese Menschen willkommen zu heißen, lädt der „Runde Tisch Flüchtlingsarbeit“ am Samstag, 17. Januar, von 14 bis 17 Uhr zu einem Fest der Begegnung ins Pfarrzentrum St. Peter, Mühlenberg, ein. Eingeladen sind natürlich auch alle Zülpicher Bürger. Es soll ein buntes Fest werden und einige der Flüchtlinge wollen Speisen aus ihren Heimatländern mitbringen. Die katholische Pfarrjugend wird für Spiel und Spaß sorgen und es gibt Musik. [pg]

Konzert mit dem Gitarren-Duo Joncol und Kurt Fuhrmann

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Bad Münstereifel: Musik der iberischen Halbinsel steht auf dem Programm des nächsten Wallgrabenkonzertes am Sonntag, 18 Januar, um 18 Uhr in der Konviktkapelle. Das deutsch-spanische Gitarrenduo Joncol mit Britta Schmitt und Carles Guisado Moreno spielt unter anderem Werke von Manuel de Falla, Joaquin Rodrigo und Isaac Albéniz. Durch die Beteiligung des Perkussionisten Kurt Fuhrmann, der u.a. afrikanische Wassertrommeln mitbringen wird, gelingt sogar ein Blick auf den schwarzen Kontinent. Der Westdeutsche Rundfunk wird das Konzert mitschneiden und zu einem späteren Zeitpunkt auf WDR3 senden. Kartenvorverkauf in den Buchhandlungen die leserei und Mütters in Bad Münstereifel sowie Rotgeri in Euskirchen. Kartenreservierung in der Geschäftsstelle der Wallgraben-Konzerte, 0 22 53 / 54 22 44 oder unter kontakt@wallgrabenkonzerte.de. [pg]

„Mehr davon!“ – Konzert im Franziskanerkloster Vossenack

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.

Der Neue Chor Würselen [Foto: Gertrud Herkens]

Vossenack: Der Neue Chor Würselen auf der Bühne – ein besonderes Konzerterlebnis. Voluminöse Arrangements, sprühende Lebensfreude, eine erstklassige Band und Solisten – da springt der Funke schnell aufs Publikum über. Jetzt ist es wieder soweit: Der Chor präsentiert sein neues Programm „Mehr davon!“. Mit einem Mix aus Stücken, die neu im Angebot sind, und bewährten Klassikern der Gruppe – Popsongs, Gospels und Eigenkompositionen. Und: Es gibt so manche Überraschung.

Seit Jahren hat der Neue Chor Würselen Titel von Abba und aus Filmen oder Musicals im Repertoire. Immer mal wieder kamen dazu Fragen und Wünsche aus dem Publikum: Ob man denn nicht mehr von solchen Stücken bringen könne? Der Chor unter der Leitung von Christoph Leuchter hat das ernst genommen. Und jetzt gibt es eben: „Mehr davon!“ So sind im neuen Programm beispielsweise weitere Abba-Hits dabei. Hinzu kommen unter anderem ebenfalls neu ein weiterer Song aus dem Film „Wie im Himmel“ sowie Stücke aus dem Musical „König der Löwen“.

Aber die rund 70 Sängerinnen und Sänger des Chors, der vor zwölf Jahren gegründet wurde, greifen auch wieder auf Songs zurück, die bei ihren Konzerten Renner sind und einfach dazugehören, etwa „Bohemian Rhapsody“ von Queen oder Nenas „Wunder gescheh’n“. Ebenso werden Lieder zu hören sein, die schon länger nicht mehr auf dem Programm standen, zum Beispiel Eric Claptons „Tears In Heaven“. Und die Beatles spielen auch wieder eine Rolle. Unterstützt wird der Chor von seiner Band, zu der neben Christoph Leuchter (Piano) Harald Claßen (Saxofon, Akkordeon, Piano), Franz-Josef Ritzerfeld (Gitarre), Manes Zielinski (Bass) und Markus Butz (Schlagzeug) gehören.

Das Konzert „Mehr davon!“ findet Samstag, 17.01.2015 um 19:30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) im Franziskanerkloster Vossenack, Franziskusweg 1, 52393 Hürtgenwald statt. Die Tickets (12 €, Kinder von 6-15 Jahren 6 €, evtl. zzgl. VVK) erhalten Sie in der Buchhandlung BABALU, Im Oberdorf 4, 52393 Hürtgenwald-Vossenack. Die Kartenvorbestellung ist im Kloster unter 02429 – 30853 möglich. Die Karten können nach jedem Gottesdienst und im Kloster-Kultur-Keller abgeholt werden. Weitere Stellen sind: Das Kartenhaus (Würselen, Friedrichstr. 66; Alsdorf, Annastr. 2-6 (Stadthalle), Düren, Nippesstraße 4 (im Foyer der Arena Kreis Düren), Ticketshops des Aachener Zeitungsverlags (z. B. Agentur Schiffer, Kaiserplatz 12-14, 52349 Düren), Ticket-Online, Eventim und Chormitglieder. [bvl]

Jecke Termine

Mechernich-Bergbuir: Geschäftiges Treiben herrscht bei den „Hommele“, die gerade in ihren letzten Vorbereitungen für die Karnevalssession stecken. Jeck und bunt wird es am Samstag, 17. Januar, wenn sich die Bergbuirer Narren zur großen Karnevalssitzung in der Jugendhalle versammeln. Auf der Bühne stehen unter anderem die „Rurwürmer“ und die Rednerin „De Frau Kühne“. Mit von der Partie sind bei der großen Sitzung außerdem die Tanzgruppen vom Vereinsbund „De Hommele“ sowie der befreundeten KG „Löstige Jonge“ Jakobwüllesheim und das Männerballett Bleibuir. Einlass zu der Karnevalssitzung ist ab 19 Uhr, Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Die Pänz können dann auf ihrer Kindersitzung am Sonntag, 25. Januar, feiern. Das Programm gestalten neben zahlreichen Bergbuirer Kindern auch einige Tanzgarden der 1. KG Bleibuir, die Vorschulkinder der AWO-Kita „Purzelbaum“ in Glehn und das Prinzenpaar Vussem. Als einer der Höhepunkte der Kindersitzung hat der Kinderclown Pepe seinen Auftritt angekündigt. Einlass zu der Veranstaltung in der Jugendhalle ist ab 13 Uhr, Karten sind an der Tageskasse erhältlich. [pg]

Freitag, 09.01.2015 // Ausgabe No. 15 // © eifelon.de, gegründet 2014
Sie möchten keine eMails mehr von uns bekommen? Hier klicken.