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EIFELON - wöchentliche eMailZeitung für die Eifel

In dieser Ausgabe: Zeitreise in die Geschichte Seit 30 Jahren maßgeschneiderte Saunen Wie aus Islandponys Eifelpferdchen wurden Die Synagogen brannten auch im Kreis Euskirchen Pilgerland Eifel “t” wie “toxisch” soll verschwinden

Land & Leute: Breitband-Offensive Amon – Mein Großvater hätte mich erschossen Wanderung durch die Urwälder von morgen Hingucker an der B 51 Martinsmarkt Vortrag zu den „Meilensteinen der kindlichen Entwicklung“ Frederick sammelt lieber Sonnenstrahlen Rollstuhl-Basketball-Turnier Weihnachtströdelmarkt im Tierheim Burgfey Weitere Lit.Eifel-Termine Noam Vazana Trio im Kulturhaus theater 1 Demenz erkennen und damit leben Blaues Band der Rur als „roter Faden“ Hausmesse im Nähmaschinenfachgeschäft Hochkarätiges Klavierkonzert Neues Vereins- und Sozialmobil für Vereine in Kall


Editorial

Hier ist sie - die sechste Ausgabe von EIFELON. Auch diese Woche erwarten Sie wieder viele interessante Geschichten aus der Region.

Inzwischen können sich die drei Gewinner unseres Krimi-Gewinnspiels über spannende Lektüre freuen, und auch diese Woche gibt es weitere Bücher zu gewinnen. Alle Details finden Sie unter dem Artikel "Pilgerland Eifel".

Wenn Sie Ideen für schöne Geschichten haben, freuen wir uns über Ihre Anregungen. Und wenn Ihnen gefällt, was Sie lesen, empfehlen Sie uns doch einfach weiter...

Nun wünschen wir Ihnen viel Spass beim Lesen,
bis nächste Woche

Ihre [Redaktion]


Zeitreise in die Geschichte

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige. Gotthard Kirch mit einem Foto des total zerstörten Heimbacher Bahnhofs, in dem nun das Nationalpark-Tor und der Rureifel-Tourismus e.V. untergebracht ist. [Foto: bwp]

Region: Bei Gotthard Kirch, dem Geschäftsführer des Rureifel-Tourismus e.V., steht das Telefon nicht still. „Eben hat EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sein Kommen zur Eröffnung zugesagt“, erklärt er strahlend. Außerdem habe bereits das Tagesschau-Team mit ihm Kontakt aufgenommen. Im Fokus des Interesses steht die Ausstellung „Liberation Route Europe“, die vom 10. bis 31. Januar in der Schmidter Hubertus-Kirche zu sehen ist. Bei dieser multimedialen Dokumentation wird das Weltkriegsgeschehen aufgearbeitet. In Wort und Bild sind die Wege nachgezeichnet, die die alliierten Streitkräfte nach ihrer Landung in der Normandie nahmen, um das europäische Festland von der nationalsozialistischen Diktatur zu befreien. Im Februar dieses Jahres eröffnete Martin Schulz die Ausstellung in Brüssel: Paris, Berlin, Frankfurt oder Warschau sind nur einige der Metropolen, in denen die Wanderausstellung Station macht. Demnächst dazwischen das Eifeldorf Schmidt!

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.„Die erbitterten Kämpfe im Hürtgenwald und die verlustreiche ‚Battle for Schmidt’ waren von überregionaler Bedeutung und haben Geschichte geschrieben“, betont History-Guide Konrad Schöller. In enger Zusammenarbeit mit der Rureifel-Touristik und der Schmidter Pfarrgemeinde entwickelt er ein Rahmenprogramm zur Ausstellung. 70 Jahre nach den dramatischen Geschehnissen will er das damalige Leben, Erleben und Überleben vor Ort beleuchten. Zeitzeugen werden über ihre Erinnerungen berichten. Doch dabei soll nicht die kriegerische Auseinandersetzung, sondern die Sehnsucht nach Frieden und Freiheit im Mittelpunkt stehen. Filmvorträge und Führungen über den „Kreuzweg des Friedens“ sind ebenfalls geplant. „Wir möchten, dass die Touristen mehr sehen als nur die schöne Landschaft“, umreißt Schöller die Motivation seiner ehrenamtlichen Crew.

Um das Damals und Heute miteinander vergleichen zu können, ist im Rahmen des touristischen Angebots „Zeitreisen Eifel 44/45“ ein großformatiger „Kalender“ mit eindruckvollen Fotos entstanden. Acht Städte – Heimbach, Hürtgenwald, Kreuzau, Monschau, Nideggen, Roetgen, Simmerath und Stolberg – aus dem Kreis Düren und der Städteregion Aachen haben aktiv an dieser Vergangenheitsbewältigung mitgearbeitet. „Wir haben uns an alle lokalen Geschichtsvereine gewendet und von allen Kommunen Fotos bekommen“, erläutert Kirch. Diese Aufnahmen machen das unfassbare Ausmaß der Zerstörung deutlich: Zerbombte Kirchen… ein Panzer, der sich in die Hauswand des Forstamtes Hürtgen bohrt… Wassermassen, die sich aus einem gesprengten Druckstollen über das Heimbacher Jugendstilkraftwerk ergießen.

Zu jedem Foto ist auf einem separat abgedruckten, kleinen Stadtplanausschnitt markiert, von wo das Bild damals gemacht wurde. So ist es möglich, aus der gleichen Perspektive die inzwischen wieder aufgebauten Gebäude zu betrachten. Zudem werden die einzelnen Standorte mit einem QR-Code versehen, sodass die geschichtlichen Informationen direkt per Handy abgerufen werden können. Die informativen, aus wasserabweisendem Papier hergestellten “Kalender” sind in den jeweiligen Rathäusern erhältlich und sollen Bürger und Besucher motivieren, sich auf Spurensuche zu begeben.

Eine der ersten Abbildungen in der spiralgebundenen Mappe zeigt den völlig zerstörten Heimbacher Bahnhof mit zerborstenen Fenstern und zersplittertem Dach. „Ein markantes Bild.“, meint Gotthard Kirch. „Das finde ich persönlich sehr berührend“, fährt er nach einer kurzen Pause fort und fügt nachdenklich hinzu: „Heute arbeite ich in diesem wunderbar restaurierten Gebäude…“

www.zeitreisen-eifel.de [bwp/bvl]


Seit 30 Jahren maßgeschneiderte Saunen

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.Manfred Schröder arbeitet seit neun Jahren im Saunabau und es macht ihm viel Spaß. [Foto: pg]

Nettersheim-Zingsheim: Mitarbeiter der Nordeifelwerkstätten (NEW) in Zingsheim und Ülpenich sorgen dafür, dass die Menschen ins Schwitzen kommen. Und das schon seit 30 Jahren, denn die NEW baut seit 1984 Saunen und liefert sie nicht nur in Deutschland aus, sondern auch in anderen europäischen Länder wie den Beneluxländern, Österreich, der Schweiz oder Portugal. Mehr als 50 Menschen mit einer Behinderung und zehn Schreiner arbeiten mittlerweile in diesem Bereich, um alle Kundenwünsche zu erfüllen. 400 bis 500 Saunen im Jahr werden hergestellt, „über 10.000 Saunen haben wir in den 30 Jahren schon produziert“, sagte Werkstattleiter Achim Sassmann bei einem Pressegespräch stolz.

Mit einfachen Kabinen im Baumarkt seien sie angefangen, doch inzwischen würden sie mit dem Fachhandel zusammen arbeiten. Zwar hat die NEW in Zingsheim auch einen kleinen Schauraum, doch der eigentliche Weg geht über den Fachhandel. Dort bestellen Privatpersonen ihre Sauna und können sich individuell beraten lassen. Inzwischen würden die Händler auch damit werben, dass die Saunen von Menschen mit Behinderung hergestellt werden. “Das war früher nicht so”, sagte Rodger Ody, Leiter Sozialer Dienst Kuchenheim/Kall. Denn die Vertriebspartner haben natürlich nicht nur Produkte der NEW sondern auch andere Hersteller im Programm. Die Zingsheimer können bei ihren Saunen mit hoher Qualität punkten und die Käufer erhalten ein maßgeschneidertes Produkt. Die Kunden haben dabei die Wahl aus dem Standardprogramm oder aber sie lassen sich ihre Saunen ganz individuell bauen, „dass war schon immer unsere Stärke“, meinte Sassmann. Und so gibt es relativ einfache Standardkabinen beispielsweise aus der nordischen Fichte oder aber eine maßgeschneiderte Blockbohlensauna zum Beispiel aus hellem Espenholz.

Viel hat sich im Saunabau in den letzten Jahren getan und Sassmann und seine Mitarbeiter müssen immer die neuesten Trends im Blick haben. „Zur Zeit ist Glas sehr im Kommen“, meinte der Werkstattleiter. Dabei besteht die Front der Sauna nahezu komplett aus Glas. Viele Menschen würden sich heute die Sauna nicht mehr unbedingt in den Keller stellen, sondern lieber ins Bad und da werde mehr Wert auf das äußere Design gelegt, erklärte Sassmann. Damit die NEW ihre Qualität auch halten kann, werden die Mitarbeiter intensiv geschult. Die Kunst sei dabei, die Aufträge so in Teile aufzusplitten, dass die einzelnen Mitarbeiter nicht überfordert würden und am Ende eine hohe Qualität herauskomme, erklärte Sassmann. Jeder wird auf diese Weise nach seinen Fähigkeiten eingesetzt und „die Mitarbeiter sind stolz auf ihre Arbeit“, sagte Sassmann. Dies ist zu spüren, wenn man durch die Werkshallen geht und den Beschäftigten bei der Arbeit zusieht. So geht es auch Manfred Schröder, der seit zehn Jahren in Kall bei der NEW und seit neun Jahren im Saunabau tätig ist. „Es macht Spaß“, sagte er und der Griff zur Bohrmaschine gehört für ihn zum Berufsalltag.

Jetzt, wo der Winter vor der Tür steht, kommt bei vielen Menschen der Wunsch auf, sich in einer Sauna zu wärmen und die Bestellungen schnellen in die Höhe. „Es ist ein Saisongeschäft von Oktober bis etwa April“, erklärte Sassmann. Geplant und bestellt werden könne eine Sauna aber auch im Frühjahr, warf Ody ein. Die Mitarbeiter in Zingsheim und Ülpenich können jedenfalls stolz auf ihr Produkt sein und werden auch künftig darauf achten, dass sie den Kunden hohe Qualität liefern. [pg]


Wie aus Islandponys Eifelpferdchen wurden

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.Herbert Pfennings, der Pferdeflüsterer aus Roetgen, und seine Frau Karin haben ihr Herz an Island-Pferde verloren. [Foto: bvl]

Roetgen: Manchem Menschen begegnet die große Liebe sehr früh in seinem Leben und wenn derjenige dann Glück hat, wird daraus eine lebenslange Beziehung. So erging es auch Herbert Pfennings vor über 50 Jahren…

Herberts Freund Horst Klubert war stolzer Besitzer eines Pferdes geworden. Horst, dessen Eltern in Roetgen eine Bäckerei betrieben, hatte von seinen Eltern das Pferd geschenkt bekommen. Das Tier stammte aus Island und war im Rahmen der Aktion “Rettet die Islandpferde“ nach Deutschland gekommen. In den 1950er Jahren hatten sich die in großen Herden auf Island halbwild lebenden Pferde derartig vermehrt, dass sie in ihrem Heimatland häufig geschlachtet werden mussten. Ursula Bruns, die Autorin des Romans „Dick und Dalli und die Ponys“ hatte zu einer Rettungsaktion aufgerufen. In Deutschland waren die Islandpferdchen durch ihren verfilmten Roman „Die Mädels vom Immenhof“ populär geworden und so begann der „Rettungs-Import“ der kleinen Pferde nach Deutschland.

Für nur 500 Mark, die man für den Transport einplanen musste, war es möglich, eines dieser damals noch exotischen Tiere sein eigen zu nennen, von denen Pfennings Freund, Horst Klubert, bereits eines besaß. Da Horst von Beruf Bäcker war und jeden Morgen früh aufstand, hieß es für die beiden: „Ab 6 Uhr gehörte uns der Wald – auf dem Rücken unseres Pferdes.“ Nachdem Herbert öfter auf dem Tier des Freundes reiten konnte, war bald der Grundstein für eine lebenslange Faszination und Liebe gelegt.

„Damals gab es noch keine Reitregeln. Wir ritten einfach nur durch den Wald. Die dabei erlebte Freiheit ist mir besonders in Erinnerung geblieben“, schwärmt Herbert Pfennings noch heute.

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.Herberts Mutter hatte eine kleine Landwirtschaft mit ein paar Kühen, Schweinen und Hühnern. Sie unterstützte den Wunsch ihres Sohnes, ein eigenes Pferd zu besitzen. Die Aktion „Rettet die Isländer-Pferde“ bot eine preiswerte Möglichkeit, einen Isländer zu erstehen. Als 1958 eine neue Lieferung von Isländer-Pferden ankam, fuhren Herbert und Horst sofort nach Witterschlick bei Bonn. Dort lebte die deutsche Vertreterin der Initiative. Doch vorher hieß es einen Anhänger für den Transport zu organisieren. Und sie fanden eine Möglichkeit: Ein Viehanhänger vom Metzger des Heimatortes, der von einem alten Ford Taunus gezogen werden sollte.

Die Fahrt mit dem ersten eigenen Pferd „Geisli“ (der Strahlende) verlief mit ein paar Hindernissen, erinnert sich Herbert Pfennings: Am Nideggener Berg machte der untermotorisierte Taunus schlapp und Horst musste tüchtig schieben. Das neue Pferd sollte angeblich eingeritten sein – war es allerdings nicht! Pech für die beiden, denn keiner von ihnen verfügte über die notwendigen Kenntnisse. „Draufbleiben ist alles“, lautete daher die Devise. Aber auch diese Hürde nahm der angehende Pferdenarr bravourös. „Für mich gibt es kein Pferd, das einen solch beispiellosen Charakter hat“, resümiert Herbert Pfennings. Pferd und Reiter wuchsen zusammen.

Das sollte ein Leben lang auch so bleiben, selbst als er eine Familie gründete und sich Nachwuchs einstellte: Die Isländer gehörten immer dazu. 1982 gründete Herbert Pfennings in Roetgen den Verein „Kaiser Karl e.V.“ für Menschen, die seine Leidenschaft teilten: Er hat maßgeblich daran mitgewirkt, dass in Roetgen der Kreis der „Isländer-Fans“ ständig wuchs. Inzwischen hat der Verein 160 Mitglieder. Heute, als Rentner, kann er sich wieder voll seiner Passion widmen. Drei bis vier Mal in der Woche sitzt er auf seinen geliebten Isländer-Pferden und genießt „Freiheit und Abenteuer auf dem Rücken der Pferde“

Von der Terrasse aus blicken die Pfennings auf ihr selbstgebautes Pferdeparadies, mit befestigten Paddocks, einem Offenstall und Weiden bis zum Horizont. „Ein tolles Gefühl, zu sehen, wie sich meine Isländer auf dem saftigen Grün der Eifel richtig wohl fühlen“, lächelt Herbert Pfennigs und macht sich auf den Weg zu ihnen, um sie mit leckeren Äpfeln zu verwöhnen.

Das ideale Eifelpferd kommt aus Island

Die Norweger brachten um das Jahr 900 die ersten Pferde nach Island. Durch englische und schottische Zuwanderer kamen weitere Pferde auf die Insel. Diese verschiedenen Rassen vermischten sich mit der Zeit, und so entstand der Isländer. Es entwickelte sich ein sehr zähes, genügsames, widerstandsfähiges und ausdauerndes Pferd. 1909 verhängte Island ein Einfuhrverbot für Pferde aus Angst vor Seuchen, das bis heute währt. Somit wurden keine fremden Rassen eingekreuzt. Mit einem Stockmaß zwischen 130 und 145 Zentimetern gehört der Isländer zu den Ponys. Wegen seines kräftigen Körperbaus eignet sich die Rasse aber nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene als Reitpferd. Eine Besonderheit der Isländer ist neben Schritt, Trab und Galopp eine vierte angeborene Gangart: Der Tölt. Isländer sind vielseitige, robuste Gelände-Reitpferd für die ganze Familie. [bvl]


Die Synagogen brannten auch im Kreis Euskirchen

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.Bei einem früheren Gedenkgang zum 9. November auf der Kreuzung Bahnstraße/Weierstraße in Mechernich. [Archivfoto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress]

Kreis Euskirchen/Düren: 76 Jahre ist es inzwischen her, dass in Deutschland die Synagogen brannten. Mehr als 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume, sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden in der Nacht vom 9. auf den 10. November zerstört. Jedes Jahr versammeln sich in der ganzen Bundesrepublik Menschen, um an die Pogromnacht zu erinnern.

In Mechernich wird an dem Gedenktag in diesem Jahr auch an die Opfer des Ersten Weltkrieges und an die von ganz aktuellen Kriegen betroffenen und bedrohten Menschen erinnert. „Millionen von Männern werden sich wechselseitig umbringen. Welcher Schmerz, welche Barbarei?!“ Mit diesen Worten prophezeite der französische Politiker Jean Jaures die Schrecken des Ersten Weltkrieges, der vor 100 Jahren ausbrechen sollte. Bis unmittelbar vor Beginn der Feindseligkeiten hatte er in Reden und Pressartikeln versucht, den Ausbruch dieses Krieges zu verhindern, hatte an die Vernunft der Regierenden appelliert und die Völker zum Widerstand aufgerufen. Vergebens. Den Kriegsausbruch erlebte Jean Jaures nicht mehr. Mit seinem mutigen Einsatz für den Frieden hatte er sich in nationalistischen Kreisen so verhasst gemacht, dass er am 30. Juli 1914 einem Attentat zum Opfer fiel. Nicht nur der Ausbruch des Ersten Weltkrieges jährt sich 2014 somit zum hundertsten Mal, sondern auch der Todestag Jaures.

Franz-Josef Kremer, der Motor der Gedenkfeiern an Krieg und Gewaltherrschaft am Mechernicher Bleiberg, eröffnete mit Jean Jaures Appellen seine Pressemitteilung zum diesjährigen Gedenkgang an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 9. November, um 15 Uhr am Gedenkstein für die jüdischen Mitbürger Mechernichs in der Rathergasse und endet nach etwa einer Stunde am Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Veranstalter sind die christlichen Kirchen und die weiterführenden Schulen der Stadt Mechernich.

In Euskirchen haben die weiterführenden Schulen ein Programm zusammengestellt und präsentieren dies im Casino in Euskirchen, Kaplan-Kellermann-Straße 1. Beginn ist um 17 Uhr. Anschließend ist ein gemeinsamer Gang zur Gedenkstätte der jüdischen Synagoge in die Annaturmstraße geplant, um dort der Opfer zu gedenken. Die Feier gestalten Diakon Werner Jacobs und der evangelische Pfarrer Gregor Weichsel.

Unter dem Motto “Ge(h)-Denken” beginnt um 18.30 Uhr in Zülpich an dem Ort der ehemaligen Synagoge in der Normannengasse die Veranstaltung. Gemeinsam laden die Evangelische Kirchengemeinde und die Katholische Pfarreiengemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt Zülpich zur Gedenkstunde des Synagogenbrandes 1938 ein. Von der Normannengasse führt der Weg durch die Stadt, entlang der Juhlsgasse hin zur Landesburg und zur katholischen Kirche St. Peter. Auch hier gibt es kurze Impulse zum jüdischen Leben in Zülpich und zum Wirken des Pfarrers Karl von Lutzenberger. Der Weg führt weiter nach Marienborn, zur Stele, an der in Wort und Symbolik an die Deportation von geistig kranken Menschen 1942 erinnert wird. An den einzelnen Stationen werden Lieder aus Taizé gesungen.

Auch der Heimat- und Geschichtsverein Drove erinnert am 9. November ab 18 Uhr an die Schrecken der Progromnacht. Treffpunkt ist der Gedenkstein am ehemaligen Standort der Synagoge. Auf dem Weg zum Judenfriedhof weisen die Veranstalter auf die zahlreichen Häuser hin, in denen früher jüdische Gemeindemitglieder lebten und von dort vertrieben wurden.

Bis zum 11. November ist im Kreishaus Düren die Ausstellung “Neofaschismus in Deutschland” zu sehen. Auf 21 Tafeln informiert sie über Ideologie und Praxis des Neofaschismus und benennt Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns. Erstellt wurde die Schau von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN – BdA). Auf Initiative des “Dürener Bündnisses gegen Rechts”, namentlich Heiner Krüger, wird sie nun in Düren gezeigt.
“Wir im Kreis Düren tun gut daran, gegenüber Gefahren von rechts wachsam zu sein”, stellte Schirmherr Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Ausstellungseröffnung auch mit Blick auf die totale Zerstörung von Düren und Jülich im Zweiten Weltkrieg fest. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Kreishauses zugänglich. [pg]


Pilgerland Eifel

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.In der Nideggener Ausstellung präsentiert Museumsleiterin Luzia Schlösser Pilger-Mode aus mehreren Jahrhunderten. [Fotos: bwp]

Nideggen: Wanderstab, Pelerine und gefilzter Hut gehörten vor Jahrhunderten zu den Insignien der Pilger. So ausgerüstet machten sich die Gläubigen bei Wind und Wetter auf den Weg, um ihre Wallfahrtsziele wandernd, betend und meditierend zu erreichen. Die am Wegesrand in Stein gemeißelten Jakobsmuscheln dienten auch in der Eifel als Wegweiser zum Ziel.

Seitdem Hape Kerkelings Bestseller „Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg“ vor acht Jahren für Furore sorgte, erlebt das Pilgern eine Renaissance und ist anscheinend zum Massenphänomen geworden. Mit der Ausstellung „The way I must try?! – Pilger und Pilgerwege zwischen dem 12. Jahrhundert bis heute“ widmet sich das Burgenmuseum dieser Thematik. Rund 700 Leihgaben sind in der Nideggener Ausstellung zu sehen, die von Klöstern, Jakobusgesellschaften oder Privatleuten zur Verfügung gestellt wurden. „Über unser eigenes Netzwerk haben wir uns im Vorfeld mit den Gesellschaften in Verbindung gesetzt. Dann erfolgte der Schneeball-Effekt. So etwas von Zuspruch habe ich noch nicht erlebt“, freut sich Museumsleiterin Luzia Schlösser über die zahlreichen Exponate.

Aus mehreren Jahrhunderten wurden anrührende Zeugnisse menschlicher Sinnsuche zusammengestellt: Drucke und Skulpturen, Pilgerpässe, Wegezeichen und Mitbringsel. „Ich will das Wort ‚Kitsch’ nicht in den Mund nehmen“, meint Luzia Schlösser mit Blick auf viele bunte Devotionalien. Auch Kunst und Industrie liebäugelten immer wieder mit dem Portemonnaie der Pilger. Das wegweisende Motiv der Jakobsmuschel wurde sowohl von Juwelieren als auch Fliesenherstellern vermarktet, findet sich auf Alltagsgegenständen wie Schlüsseln, Zuckerdosen oder Tabletts mit Muschelgriff.

Gingen die Wallfahrer des 12. Jahrhunderts noch mit Pelerine und Beutelbuch – einem am Gürtel befestigten Lederbeutel fürs Gebetbuch – auf Wanderschaft, legen die modernen Pilger mittlerweile Wert auf bequeme, leichte Kleidung. Um diesen Wandel auch optisch zu verdeutlichen, ließen die Ausstellungsmacher die jeweils gängige Tracht der Jahrhunderte von einer Kostümbildnerin nach historischen Vorbildern schneidern.

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.Innerhalb der Ausstellung sind mehrere „Rastplätze“ eingerichtet, an denen die Besucher ausruhen, lesen und zur Besinnung kommen können. Dass diese Oasen der Ruhe dankbar angenommen werden, lässt sich an den Zitaten, Anregungen und Zeichnungen ablesen, die an einer großen, von der Aachener Künstlerin Marie Corinne Gerlach installierten „Litfasssäule“ hinterlassen wurden. „Auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt“ ist hier zu lesen oder „Zeit zum Rasten. Zeit für klare Gedanken. Danke!“ 26 großformatige Fotografien des Künstlers und Fotografen Hans Kaufmann, Bruder der Schauspielerin Christine Kaufmann, runden die Impressionen zum Thema Pilgern ab. Die sehenswerte Ausstellung ist noch bis zum Ende des Jahres jeweils Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Letzter Einlass erfolgt um 16.30 Uhr. www.burgenmuseum-nideggen.de

GEWINNSPIEL: „Heute durchwandern wieder die Jakobspilger die Eifel auf ihrem langen Weg nach Frankreich und Spanien und berühren alte Klosterorte wie Bad Münstereifel, Prüm oder Echternach, die selbst bedeutende Wallfahrtsziele waren“, schreibt Autor Dr. Walter Töpner in seinem neuesten Buch „Pilgerland Eifel – Wege und Wallfahrtsorte“. Mit eindrucksvollen Farbfotos und dem passionierten Insiderwissen eines Pilgers stellt er auf fast 290 Seiten historische Wallfahrtorte von Aachen bis Trier, von Prüm bis Andernach vor. Zwei seiner Bücher können wir unter unseren Lesern verlosen. Wenn Sie Interesse daran haben, schicken Sie uns bis zum 14.11. eine Mail mit dem Stichwort „Pilgerland Eifel“. [bwp]


“t” wie “toxisch” soll verschwinden

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.Bauhofleiter Hubert Schmühl (2.v.l.) holte mit Brigitte Weigand, Niklas Brauleke (l.), und Gerald Sorg sachkundige Referenten nach Heimbach. [Foto: bwp]

Heimbach: „Wie sieht das denn hier aus?“ Diese Frage entrüsteter Bürger müssen sich die regionalen Stadtverwaltungen häufig anhören. Gerade in feucht-warmen Sommern sprießt das Unkraut aus allen Bürgersteigritzen. Doch wie soll man diesem Wildwuchs entgegenwirken, ohne die Umwelt zu schädigen? Per Ministeriumserlass wurden zu Beginn dieses Jahres der Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Glyphosat auf befestigten Flächen verboten. NRW-weit soll der Buchstabe „t“ wie „toxisch“ aus dem Pflanzenschutzmittel-Einsatz im öffentlichen Bereich – so genannten Flächen für die Allgemeinheit – verschwinden.

Während einer Fachtagung in Heimbach informierte Brigitte Weigand von der Landwirtschaftskammer NRW die Bauhofleiter des Kreises Düren über alternative, ökologisch einwandfreie Pflegekonzepte für befestigte Flächen. In einer Powerpoint-Präsentation stellte sie zahlreiche Geräte vor, die den lästigen Grünbewuchs umweltfreundlich entfernen. Mechanisch betriebene, rotierende Wildkrautbürsten, die die entwurzelten Pflanzen gleich aufsaugen, wurden ebenso erklärt wie thermische Geräte. Heißer Wasserdampf bekämpft zwar – so die Aussage der Agraringenieurin – die oberflächigen Blätter und Blüten, die unterirdischen Wurzeln bleiben bei einer solchen Behandlung aber meistens unversehrt: Das Problem wächst also munter weiter!

Effektiver wirkt der Einsatz von Zuckertensiden, die in einem Schaumteppich auf die zu behandelnde Fläche geschäumt werden. „Das sieht schon sehr futuristisch aus“, beschrieb Brigitte Weigand die Prozedur. Innerhalb der ungiftigen Schaummasse speichere sich langhaltig die Wärme, sodass selbst Unkrautsamen abgetötet werden.

Nach dem Fachvortrag entwickelte sich eine rege Diskussion. Für einige Bauhofleiter war es völlig unverständlich, dass sie Glyphosat-haltige Mittel nicht mehr anwenden dürften, die Substanz jedoch weiterhin für Privatleute zu kaufen sei. „Im Gegensatz zu den privaten Anwendern haben wir den verantwortungsvollen Umgang mit diesen Pflanzenschutzmitteln gelernt“, kritisierten sie. Auch für die Landwirtschaftkammer ist der leichtfertige private Einsatz der Herbizide ein großes Problem. „Bei Missbrauch auf versiegelten Flächen verhängen wir Bußgelder und die kleinen Packungen für Privatleute können vom Markt verschwinden. Das wird im politischen Raum diskutiert“, versicherte Brigitte Weigand.

Eine große Umweltbelastung entsteht durch die Abschwemmung der Herbizide in die örtliche Kanalisation. Von dort werden die Giftstoffe in die Kläranlagen gespült, wo sie in einem aufwändigen Verfahren herausgefiltert werden müssen. „Die Funde der Wasserwirtschaft sind schon erschreckend hoch“, warnte Brigitte Weigand. Als Fachfrau hatte sie gleich einen alt bewährten Tipp parat: „Je öfter die privaten oder öffentlichen Wege und Plätze gefegt werden, desto weniger Unkrautsamen können aufgehen.“

Bei dem Bauhofleitertreffen standen auch zukunftsorientierte Themen auf der Tagesordnung. Niklas Brauleke und Gerald Sorg stellten ein von ihnen entwickeltes Geoinformationssystem vor, das in Heimbach bereits seit drei Jahren im Einsatz ist. Mit diesem GIS-Büro für die Hosentasche können Straßenschäden, Baumbefunde oder Informationen darüber, dass der Sand auf dem Spielplatz erneuert wurde oder ein defektes Klettergerüst gesichert werden muss, zeitnah ans Rathaus übermittelt werden. „Das ist für uns eine unglaubliche Arbeitserleichterung“, beschreibt Bauhofleiter Hubert Schmühl die tagtägliche Praxis. [bwp]


Land & Leute:

Breitband-Offensive

Region: Die Kreise Düren und Euskirchen wollen zukünftig enger zusammenarbeiten, wenn es darum geht, Einwohner und Unternehmer mit schnellem Internet zu versorgen. “Wenn wir im Namen von rund 450.000 Einwohnern mit Internetanbietern über Breitbandversorgung sprechen, dann werden wir sehr viel besser Gehör finden, als wenn das jede Kommune für sich tut”, regten die beiden Landräte Wolfgang Spelthahn und Günter Rosenke beim Regionalen Breitbandgespräch im Kreishaus Euskirchen übereinstimmend den Schulterschluss an. Zudem wird die BreitbandConsulting.NRW den beiden Kreisen samt aller Kommunen in Kürze kostenlose Beratung anbieten. [bwp]

Amon – Mein Großvater hätte mich erschossen

Nettersheim: Nur durch einen Zufall entdeckte Jennifer Teege 2008 ein schreckliches Familiengeheimnis: Ihr Großvater war der gefürchtete KZ-Kommandant Amon Göth, der im Konzentrationslager Plaszow vom Balkon aus wahllos und willkürlich inhaftierte Menschen erschoss. Seine Enkelin – Kind von Göths Tochter Monika und einem Nigerianer – wurde kurz nach ihrer Geburt in ein Heim gegeben und später adoptiert. Unter dem Motto „Politische Bildung vor Ort…“ liest die mittlerweile 44-jährige Autorin am 10.11. um 19.30 im Naturzentrum Eifel aus ihrer Biografie „Amon – Mein Großvater hätte mich erschossen.“ Der Eintritt ist frei. [bwp]

Wanderung durch die Urwälder von morgen

Gemünd/Heimbach: Während einer geführten Wanderung am Sonntag, dem 9.11., stellen Nationalpark-Ranger die „Wildnis von morgen“ vor. Die Route führt auch über den barrierefreien Erkundungspfad „Wilder Weg“, wo an zehn interaktiven Stationen über die entstehende Wildnis, die Waldentwicklung, sowie die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt informiert wird. Treffpunkt zur etwa dreistündigen, kostenlosen Führung ist um 13.00 Uhr der Parkplatz Kermeter an der L 15. [bwp]

Hingucker an der B 51

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Kronenburg: Mit zwei touristischen Hinweisschildern an der B 51 macht Kronenburg jetzt Autofahrer auf sein mittelalterlich geprägtes Ortsbild aufmerksam. Das Motiv der Tafeln ist aus den Skizzen des Kronenburger Künstlers Heinz Schmeddeshagen entstanden und zeigt die charakteristischen Elemente des Burgorts. Über die Ausstellung der beiden großen Hinweistafeln freuten sich Bürgermeister Jan Lembach, Ratsmitglied Mathias Brandenburg und Reinhold Rader, Ortsbürgermeister von Kronenburg (v.l.) [bwp]

Martinsmarkt

Bad Münstereifel: Am 10.11. findet von 8.30 bis 14.00 Uhr der traditionelle Martinsmarkt statt. Aus Platzgründen werden die Stände mit Textilien, Leder-, Schmuck-, Töpfer- und Korbwaren diesmal nicht in der Fußgängerzone Werther Straße, sondern im Bereich vor dem St. Michael Gymnasiums aufgebaut – von der Orchheimer Straße, über den Salzmarkt bis hin zur Delle. [bwp]

Vortrag zu den „Meilensteinen der kindlichen Entwicklung“

Mechernich-Kallmuth: Nie mehr erlernt der Mensch so viele Fähigkeiten und Fertigkeiten in seinem Leben wie in den ersten sechs Jahren. Sie legen den Grundstein für ein lebenslanges Lernen. Diese Entwicklungsschritte in den Bereichen Motorik, Wahrnehmung, Sprache und sozial-emotionale Entwicklung stehen im Mittelpunkt eines Vortrags in der Kindertagesstätte „Kleine Rasselbande“ in Kallmuth (Lorbacher Straße 2).
Am Mittwoch, 12. November, sind von 18 bis 20 Uhr Eltern und Interessierte bei freiem Eintritt zu dem Vortrag „Meilensteine der kindlichen Entwicklung im Kindergartenalter“ in die AWO-Einrichtung eingeladen. Die Diplom-Logopädin und Transaktionsanalytikerin Zilan Yazdani-Bosheri zeigt die Entwicklungen in dieser ereignisreichen Zeit auf und gibt Anregungen, wie Eltern ihre Kinder dabei unterstützen können. Für Rückfragen steht Gaby Möhlendick unter Tel. 02484-1820 zur Verfügung. [pp] [pg]

Frederick sammelt lieber Sonnenstrahlen

Bad Münstereifel: Elke Andersen liest am Dienstag, 11. November, für Kinder ab fünf Jahren in der Stadtbücherei, Kölner Straße 4. Es geht um „Frederick und seine Mäuseabenteuer“. Der Winter naht und alle Mäuse arbeiten, sammeln Körner und Nüsse, Weizen und Stroh. Alle – bis auf Frederick. Er sammelt Sonnenstrahlen, Farben und Wörter – das sind seine Vorräte für den kalten und langen Winter. Nach der Lesung können Fredericks Schätze selber gestaltet werden. Beginn ist um 15 Uhr, der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten bei Elke Andersen, Tel. 0 22 53 / 44 74 oder elke.andersen@t-online.de [pg]

Rollstuhl-Basketball-Turnier

Hier ist eigentlich ein Bild. Bitte aktivieren Sie die Bildanzeige.Packende Wettkämpfe erwarten die Zuschauer. [Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress]

Mechernich: Die Rollstuhlsportgruppe Eifel richtet ein Rollstuhl-Basketball-Turnier aus – und zwar am Samstag, 8. November, in der älteren der beiden Dreifachturnhallen im städtischen Schulzentrum Mechernich. Ab 10.30 Uhr erwarten die Zuschauer spannende Basketballbegegnungen zwischen Mannschaften aus Bonn, Trier, Krefeld und Eifel. [pp] [pg]

Hochkarätiges Klavierkonzert

Bad Münstereifel: Die Pianistin Maki Namekawa ist am Sonntag, 16. November, zu Gast beim Wallgrabenkonzert in der Konviktkapelle in Bad Münstereifel. Die Musikerin konzertiert regelmäßig auf den großen internationalen Bühnen und vermittelt dem Publikum neben dem klassisch-romantischen Repertoire einen besonderen Zugang zur zeitgenössischen Musik. Bei ihrem Klavierabend wird Maki Namekawa Werke von Philip Glass, Toro Takemitsu, Robert Schumann, Frederic Chopin und George Gershwin spielen. Beginn ist um 18 Uhr. Karten gibt es in den Buchhandlungen Die Leserei und Mütters in Bad Münstereifel, sowie bei Rotgeri in Euskirchen. Kartenreservierung in der Geschäftsstelle der Wallgraben-Konzerte, 02253/542244 oder unter kontakt@wallgrabenkonzerte.de. Weitere Informationen: wallgrabenkonzerte.de [pg]

Weihnachtströdelmarkt im Tierheim Burgfey

Mechernich-Burgfey: Einen Weihnachtströdelmarkt veranstaltet der Tierschutzverein Mechernich, der auch das Tierheim Burgfey betreibt, am Samstag, 8. November, von 14 bis 18 Uhr und Sonntag, 9. November, von 11 bis 17 Uhr. Besucher können nach Herzenslust auf dem Trödelmarkt stöbern und Reibekuchen essen. Der Erlös ist für das Tierheim bestimmt. [pp] [pg]

Weitere Lit.Eifel-Termine

  • 7.11., 19.30 Uhr „Günter Krieger, Michael Kuhn, Andreas J. Schulte und Judith C. Vogt – Die lange historische Lesenacht“
    Historische Burg-Kapelle und Kerker der Burg Nideggen
  • 12.11., 20.00 „Angelika Klüssendorf – April“
    Eupen, Café im Camping Hertogenwald (Oestraße 78)
  • 13.11., 19.30 Uhr „Joe Bausch – Knast“
    Stolberg-Zweifall, Kirche im Karmeliterinnen-Kloster

Nähere Informationen unter www.lit-eifel.de [pp] [bwp]

Noam Vazana Trio im Kulturhaus theater 1

Bad Münstereifel: Am Samstag, 8. November, um 20 Uhr ist die israelisch-niederländische Formation um Noam Vazana zu Gast im Kulturhaus theater 1, Langenhecke 2 – 4, in Bad Münstereifel. Die israelische Sängerin, Songschreiberin, Pianistin und Posaunistin ist ein unvergleichliches Phänomen. Mit ihrer außergewöhnlichen und einfühlsamen Musik hat sie schon viele Preise gewonnen. Anlässlich des Erscheinens ihrer neuen CD „Love Migration“ macht sie auf ihrer Tournee auch Station im Kulturhaus. Mit Felix Hildenbrand am Bass und Willem van der Krabben am Schlagzeug wird sie garantiert auch das Münstereifleler Publikum mit ihrer wunderschönen Stimme und ihren ebenso schönen Liedern verzaubern. Die Musik der jungen israelischen Künstlerin kann als „symphonic pop“ beschrieben werden. Sie schreibt prickelnde Klavier-getriebene Songs und setzt mit klassischen Einflüssen und Jazz-Posaunen-Soli besondere Akzente. Karten gibt es an der Tageskasse. Es wird empfohlen, unter 0 22 57 – 44 14 oder unter kulturhaus@theater-1.de zu reservieren. [pg]

Demenz erkennen und damit leben

Nideggen-Abenden: Am 11.11., 19.00 Uhr, informiert der Mediziner Dr. Klaus Maria Perrar über Ursache, Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Begleitung von Menschen mit Demenz. Als erster Vorsitzender der Dürener Gesellschaft für Alzheimer e.V. referiert er in der Caritas-Tagespflege St. Gertrud, Commweg 1, über körperliche und seelische Auffälligkeiten der Erkrankten. Angehörige und ehrenamtliche Helfer erhalten zudem Tipps zu Pflegekursen und Qualifizierungsmaßnahmen. [bwp]

Blaues Band der Rur als „roter Faden“

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Region: Acht der insgesamt 1.400 Landfrauen im Kreis Düren wurden aktiv, um ein Kochbuch mit regionalen Gerichten und Geschichten entlang der Rur auf den Markt zu bringen. Auf 185 Seiten haben sie köstliche Kochrezepte gesammelt und erzählen daneben Geschichten über Brieftauben, Rübenkrautfabriken oder Hühner, die man leasen kann. Das „Heimat-Kochbuch Düren-Jülich“ ist zum Preis von 19,90 Euro im Buchhandel, bei den jeweiligen Ortsvorsitzenden des KreisLandfrauenverbandes und in der Dürener Geschäftsstelle der Landwirtsschaftskammer NRW erhältlich. [bwp]

Hausmesse im Nähmaschinenfachgeschäft

Bad Münstereifel: Fast 70 Jahre existiert die Firma Nähtechnik Seidel im Bendenweg 67a schon und Kunden finden von Näh- und Stickmaschinen über Bügelstationen bis hin zum vielfältigen Zubehör alles, was sie zum Nähen benötigen. Am Samstag, 8. November, von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 9. November, 10 bis 17 Uhr findet in dem Geschäft eine Hausmesse statt. Viele bekannte, aber auch neue Produkte werden vorgestellt und die Besucher erwarten etliche Angebote. www.naehtechnik-seidel.de [pg]

Neues Vereins- und Sozialmobil für Vereine in Kall

Kall: Für Kall soll es bald ein Auto geben, das von Vereinen und sozialen Einrichtungen kostenlos genutzt werden kann. „Aufgrund der immer schwieriger werdenden Finanzierungsmöglichkeiten für Vereine und soziale Einrichtungen in der Gemeinde Kall haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir diese Institutionen unterstützen können“, erklärt Bernward Schmadalla, Geschäftsführer der Freien Tankstelle „Autotreff”. Zusammen mit der Firma Regenbogen soll ein neues Fahrzeug zur Verfügung gestellt werden, dass von allen Vereinen, Schulen, Kindergärten, kirchlichen und sozialen Einrichtungen sowie den Hilfsorganisationen von Feuerwehr und Rotem Kreuz kostenlos genutzt werden kann. Nur tanken muss man selbst. „Zum Bespiel dann, wenn es vielleicht zu einem Turnier geht oder für eine Fortbildung ein Auto gebraucht wird“, sagt Anna Seckler. Sie ist die regionale Projektleiterin des neuen Vereins- und Sozialautos für die Gemeinde Kall. Bei dem Kaller Auto soll es sich um einen Siebensitzer handeln.

Finanziert wird der Kastenwagen durch die Vermarktung von Werbeflächen. „Wir verwalten, pflegen und leihen das Fahrzeug aus“, so Schmadalla. Um die Vermarktung der Werbeflächen kümmert sich die Firma Regenbogen Werbedruck. Jeder Sponsor erhält zehn Gutscheine für eine jeweils 24-stündige kostenlose Berechtigung, das Fahrzeug auszuleihen. „Diese Gutscheine können die Unternehmen selbst nutzen, ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen und natürlich auch ihren guten Kunden überlassen, um so die Kundenbindung zu stärken“, sagten die Projektkoordinatoren. Seckler geht davon aus, dass das mit Werbung versehene Auto Anfang 2015 angeschafft werden kann. Unternehmen, die sich beteiligen wollen, können sich direkt an Anna Seckler per Telefon (01 76 / 20 27 98 63) oder Email (a.seckler@cuatro.de) wenden. [pp] [pg]

Freitag, 07.11.2014 // Ausgabe No. 6 // © eifelon.de, gegründet 2014
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