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Alle Sportaktivitäten liegen durch den Corona-Virus auf Eis. [Collage: pd]

Es geht (nicht) rund im Sport #263

Eifel: Wie die Planungen in den einzelnen Sportarten aussehen und wie es weitergehen soll, versuchen wir hier auf dem neuesten Stand zu halten.

Motorsport

Nürburgring Langstrecken-Serie

Die ersten drei Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie finden nicht statt. Die VLN, als Organisation hinter der Rennserie, folgt damit der Entscheidung der Landesregierung Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen mit mehr als 75 Teilnehmern zu verbieten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die Regelung ist zunächst bis Ostern 2020 befristet. Die VLN bleibt auch weiterhin im steten Austausch mit allen verantwortlichen Stellen, um den weiteren Saisonverlauf verantwortungsvoll zu planen.

Als Überbrückung hat sich der Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen.
Wer nicht gänzlich auf faszinierende Rennaction und seine geliebte Nordschleife verzichten kann, für den hat die VLN-Organisation ein echtes Autorennen der Nürburgring Langstrecken-Serie in virtueller Umgebung organisiert. Am Samstag, dem 21. März, findet ab 13.00 Uhr (Livestream ab 11.00 Uhr) der Saisonstart in der weltweit größten Motorsportmeisterschaft mit einer realitätsnahen Übertragung auf dem Bildschirm statt. Es gibt 56 Autos in vier Klassen (jeweils 14), vier Stunden Rennen mit sattem Sound, beeindruckender Fahrphysik und brillanter Grafik durch die Grüne Hölle zu bestaunen. „Nachdem die ersten drei Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie aufgrund des Corona-Virus abgesagt werden mussten, haben wir umgehend gehandelt. Mit diesem realitätsnahen Rennen in der Grünen Hölle wollen wir den Fans der Serie die Wartezeit ein wenig versüßen und gleichzeitig ein spannendes virtuelles Event anbieten. Welche Strecke wäre dafür besser geeignet, als die legendärste der Welt. Simracing erfreut sich wachsender Beliebtheit. Und für unsere Sponsoren ist es eine weitere willkommene Plattform und Werbepräsenz“, sagt Christian Stephani, der Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG. Das erste Rennen der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie richtet sich vor allem an Teams und Fahrer aus dem realen Nordschleifen-Championat, von denen mehrere bereits über Erfahrungen im virtuellen Motorsport verfügen. Aber auch ausgemachte Simracing-Profis nehmen teil – eine hochinteressante Mischung. Das Rennen führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden. Rennleiter ist übrigens Frank Taller, der auch im realen Renngeschehen dieses Amt bekleidet. Als Driver Consultant steht ihm der langjährige Nordschleifen-Pilot Marc Hennerici zur Seite.
Die Liveübertragung: www.VLN.de startet um 11.00 Uhr mit einer Gesprächsrunde zur Nürburgring Langstrecken-Serie aus dem Gläsernen Studio. Olli Martini und Patrick Simon informieren über den aktuellen Status Quo, blicken mit unterhaltsamen Anekdoten in die Vergangenheit zurück und leiten dann schlussendlich über auf das virtuelle Debüt der Nordschleifen-Serie. Das Rennen startet um 13.00 Uhr.

RCN & GLP

Der Saisonstart 2020 der Rundstrecken-Challenge Nürburgring, sowie der GLP Gleichmäßigkeitsprüfung Nürburgring findet ebenfalls nicht wie geplant statt. Sowohl die Test- und Einstellfahrt (27. März) als auch die beiden Läufe der beliebten Breitensportserien am 28. März sind abgesagt. Aufgrund der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus haben sich Rahmenbedingungen für Veranstaltungen in Deutschland deutlich verändert. RCN-Serienmanager Willi Hillebrand: „Es ist schade, dass wir den Saisonbeginn absagen müssen. Aber wir haben als Veranstalter in der jetzigen Situation eine Verantwortung, der wir nachkommen.“

24h-Rennen

Die Organisatoren des ADAC TOTAL 24h-Rennens reagieren auf die Corona-Pandemie mit einer Änderung der Planungen für das Jahr 2020. Die ursprünglich für das Himmelfahrtswochenende geplante 48. Auflage des Langstreckenklassikers wird nach jetzigem Planungsstand auf den 24. bis 27. September verschoben. Bereits erworbene Tickets für das 24h-Rennen behalten ihre Gültigkeit auch für den neuen September-Termin. Sowohl für das 24h-Rennen als auch für das Qualifikationsrennen können Eintrittskarten aber auch ohne Stornogebühren zurückgegeben werden. Der veranstaltende ADAC Nordrhein möchte mit dieser Reaktion auf die aktuelle Krisensituation dazu beitragen, dass die unvermeidlichen Folgen für die Region und die Akteure im Motorsport abgefedert werden. Die Entscheidung für eine Verlegung des 24h-Rennens ist ein Novum in der fast 50-jährigen Historie der Veranstaltung. Auch wenn noch viele Detailfragen zu klären sind, planen die Organisatoren nun, im September das 24h-Rennen nachzuholen: „Wir haben uns diesen Entschluss nicht leicht gemacht und schließlich die nun verabschiedete Variante als besten Kompromiss angesehen“, erklärt Peter Meyer, der Vorsitzende des veranstaltenden ADAC Nordrhein. „Derzeit sind wir optimistisch, das Rennen dann durchführen zu können, aber natürlich gibt es zahlreiche Faktoren, die einen Einfluss darauf haben werden. Nicht zuletzt hoffen wir nun auch auf die notwendige Kooperation aller Partner des Events, um die Folgen der aktuellen Situation etwas abzufedern und die Zukunft des Motorsports auf der Nordschleife zu sichern.“
Der Beschluss des ADAC Nordrhein ist zweiteilig und sieht zunächst einmal die Absage des 24h-Qualifikationsrennens im April vor: Der geplante Termin liegt unmittelbar nach dem Ende der aktuell ausgerufenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

 


Basketball

Die schönste Nebensache der Welt findet nicht mehr statt. Das gilt auch für den Basketball in Nordrhein-Westfalen. Die Hallen sind zu, die Courts draußen gesperrt. Der Westdeutsche Basketball-Verband hat den Spielbetrieb beendet. Präsident Uwe J. Plonka: „Wir haben bis zuletzt gehofft, den Spielbetrieb nach Ostern wieder aufnehmen zu können, aber es gibt jetzt schon Kommunen, die klar sagen, dass die Turnhallen erst nach den Sommerferien wieder geöffnet werden. Die Entscheidung war unvermeidlich.“ Im Seniorenbereich gelten die Tabellen des letzten ausgetragenen Spieltages als verbindliche Abschlusstabellen. Bei Härtefällen ist der Verband offen für Gespräche. Teams, die u. U. noch den Aufstieg hätten schaffen können und aufsteigen möchten, können eine Wildcard beantragen. Bei den Jugendlichen werden die aktuellen Tabellen als Abschlusstabellen geführt. Die Ligeneinteilung für 2020/2021 wird komplett über die Ranglisten durchgeführt.

 


Volleyball

Wegen des Coronavirus hat die Volleyball Bundesliga in der vergangenen Woche entschieden, die Saison kurz vor dem Beginn der Playoffs zu beenden. Der Saisonhöhepunkt fehlt also. Im Interview spricht Erich Peterhoff, Sponsor und Gesellschafter bei den SWD powervolleys Düren, über die Problematik, eine Spitzensportmannschaft zu verantworten in einer Zeit, in der aufgrund der Virus-Ausnahmesituation vieles ungewiss ist. An der Entscheidung, wegen des Virus vorzeitig die Saison zu beenden, hat er keine Zweifel: „Gerade gibt es wichtigere Themen als Sport. Trotzdem müssen wir verantwortlich auch Weichen für die Zukunft stellen.“ Aus sportlicher Sicht kommt das vorzeitige Saisonende auch zu einem schlechten Zeitpunkt. Nach schwierigen Monaten lief es bei den powervolleys endlich richtig rund.

 


Handball

Aufgrund der aktuellen Entwicklung, den Risikobewertungen der Gesundheitsverantwortlichen und den bereits getroffenen Einschränkungen der Kommunen durch Schul- und Hallenschließungen hat das Präsidium des HVM nach eingehender Beratung beschlossen: Der Jugendspielbetrieb des HVM in der Saison 2019/2020 wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Über die Qualifikationstermine zu Verbandsklassen im Jugendspielbetrieb des HVM wird unter Berücksichtigung der Entwicklung der Corona-Infektion gesondert entschieden. Die Spieltage im Seniorenbereich der Frauen und Männer an den Wochenenden 14./15.3., 21./22.3., 28./29.3., 4./5.4.2020 finden nicht statt und werden an dem letzten Spieltag, frühestens am Wochenende 25./26.4.2020, angehängt. Die dem HVM angeschlossenen Handballkreise Aachen/Düren, Bonn/Euskirchen/Sieg, Köln/Rheinberg und Oberberg werden gebeten, die getroffenen Regelungen in ihrem Zuständigkeitsbereich gleichermaßen anzuwenden.

 


Fußball

Der Spielbetrieb ruht zunächst bis zum 19. April. Der Fußball-Verband Mittelrhein hat daher seine Planungen angepasst und den kompletten Spielbetrieb, sowie alle eigenen Veranstaltungen und Maßnahmen ebenfalls bis zunächst bis Sonntag, 19. April 2020, abgesagt.

 


Motocross

Die traditionelle Rennveranstaltung des MSC Euskirchen-Euenheim auf der Rennstrecke am Billiger Wald am 1. Mai wurde bereits vom Veranstalter abgesagt. Bei den Veranstaltungen des DAMCV (Deutscher Amateur Motocross Verband), die am 16./17. April mit den Rennen in Overloon beginnen soll, ist noch keine Entscheidung getroffen worden.

 


Segeln

Der RSCZ Ruder- und Segel-Club Zülpich ist von der Stadt Zülpich informiert worden, dass sein Clubgelände als private Sportanlage zu betrachten wird und bis zum 19. April geschlossen bleibt. Zudem sind Zusammenkünfte auf dem Gelände und im Clubheim untersagt. Jeglicher Sportbetrieb ist untersagt.

 


Leichtathletik

Im Rahmen der Eifelcup-Laufserie wurde der Osterlauf in Leudersdorf verschoben, ein neuer Termin wurde noch nicht bekannt gegeben. Auch der 16. Zülpicher Chlodwiglauf in Zülpich wurde abgesagt. Als neuer Termin wurde zunächst der 3. Oktober angedacht. Dieser Termin ist aber noch nicht bestätigt.

 


Reiten

Das Corona-Virus ist auch im Reitsport des Kreises Euskirchen Thema Nummer eins. Auf der Internetseite des Pferdesportverbandes Euskirchen ist zu lesen: „Wir möchten alle Reitbetriebe und Pferdefreunde um Beachtung, Umsetzung und Einhaltung der Anordnungen bitten.“

20.3.2020SportEifel0 Kommentare pd

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