"Viele kleine Dinge wurden durch die richtige Art von Werbung groß gemacht."

Mark Twain
EIFELON weiterempfehlen

Wir informieren die Eifel

unabhängig. überparteilich. unbezahlbar.

neue Kommentare
0
Über 80 Gäste interessierten sich für das soziale Netzwerk "Sorgekultur". [Foto: KDN]

Egal, ob ein grosses oder kleines Problem: Ehrenamtliche Sorgebeauftragte helfen in kniffligen Lebenslagen weiter

Kreise, Kreis Düren: „Das ist ein sehr gutes Zeichen für unser Gemeinwesen. Denn mit ihrer Anwesenheit zeigen Sie, dass Sie bereit sind, sich aktiv um Menschen zu kümmern, die von Sorgen geplagt werden und Unterstützung benötigen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn, als er jetzt im Kreishaus knapp 100 Gäste zur Auftaktveranstaltung „Sorgebeauftragte im Kreis Düren-Jülich 2019“ begrüßte. Sie waren der gemeinsamen Einladung der Initiative Sorgekultur und des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren des Kreises Düren gefolgt, um sich über die 40-stündige Qualifizierung zum ehrenamtlichen Sorgebeauftragten zu informieren. Etwa die Hälfte der Anwesenden zeigte großes Interesse an dieser zusätzlichen Schulung und trug sich spontan in die bereitliegenden Listen ein.

Die Schulungsreihe beginnt Anfang Juni und umfasst die Themengebiete ethische Grundlagen und Kommunikation. Die ehrenamtlichen Sorgebeauftragten werden nach ihrer Fortbildung in allen kreisangehörigen Kommunen als Ansprechpartner für Menschen in Sorge bereitstehen. Sie werden ihnen zuhören und sie über die zahlreichen bestehenden ehrenamtlichen und professionellen Unterstützungsangebote im Kreis Düren informieren und sie gegebenenfalls dorthin vermitteln.

Das Fortbildungsangebot fußt auf einer Initiative der Hospizbewegung Düren-Jülich, der Lebens- und Trauerhilfe Düren sowie der Stiftung Dialog Ethik – Zürich. Engagierte Menschen aus Stadt und Kreis Düren hatten ein Internetportal für Sorgenvolle geschaffen, einen „Sorgekompass“ ins Leben gerufen. Da aber nicht alle hilfsbedürftigen Menschen, vor allem ältere, Zugang zum Internet haben, wurden bereits im vergangenen Jahr 30 Ehrenamtliche qualifiziert.

Mittlerweile haben wir in allen kreisangehörigen Kommunen einen Ansprechpartner für Menschen in Sorge“,

berichtete Gerda Graf, Mitbegründerin der Initiative, zum Auftakt der zweiten Qualifizierungsrunde.

Ein Praxisbeispiel für schnelle, unbürkratische Hilfe hatte sie umgehend parat: „In einem Fall haben wir einem vorübergehend Gehbehinderten einen Rollstuhl für einen Tag besorgt. Damit waren seine Sorgen weg.“

Ob kleine oder große Sorgen – im Kreis Düren soll niemand hilflos allein bleiben. Deshalb gehört zum Konzept der Sorgekultur auch eine gezielte Rückkopplung. In Nachgesprächen werden die Sorgebeauftragten ebenfalls erkunden, ob es im Verfahren Verbesserungsbedarf gibt oder neue Unterstützungsangebote geschaffen werden sollten.

Gefördert wird der Aufbau des Netzwerks im Rahmen des Bundesprojekts „Demografiewerkstatt Kommunen“. Der Kreis Düren ist darin eine von bundesweit zehn Modellkommunen. Andreas Kirner vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend war vor Ort und ist gespannt auf die Praxiserfahrungen aus der Region. Von ihnen sollen später andere Städte und Kreise in Deutschland profitieren.
17.5.2019LebenKreise, Kreis Düren0 Kommentare redaktion

Bisher 0 Kommentare
Kommentar schreiben

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Beitrag. Schreiben Sie den Ersten.

Einen neuen Kommentar schreiben

Um einen neuen Komentar zu schreiben, melden Sie sich bitte mit ihrem Benutzernamen und Passwort an. Wenn Sie noch keinen EIFELON-Account haben, können Sie sich kostenlos und unverbindlich registrieren.


  1. *Ihre eMail-Adresse wird nicht veröffentlicht
  2. Ein Passwort wird Ihnen an Ihre eMail-Adresse zugeschickt, Sie können es anschließend in Ihrem Benutzerberich leicht ändern.
  3. Den Button zur Registrierung finden Sie unter unserern folgenden Richtlinien:
Die Richtlinien für die Nutzung der EIFELON Diskussionsplattform
Die Benutzer bestätigen/akzeptieren mit ihrer Anmeldung unsere Richtlinien. Falls es im Nachhinein noch Änderungen an den Richtlinien gibt, werden die User beim nächsten Einloggen aufgefordert, die Richtlinien erneut zu bestätigen: Wir bieten Ihnen hier eine Plattform für sachliche und konstruktive Diskussionen. Um dies zu gewährleisten, behält sich die Redaktion vor, Kommentare nicht zu veröffentlichen, die einer sachlichen Diskussion nicht förderlich sind. Wir bitten Sie daher, durch die Einhaltung unserer Richtlinien zu einem freundlichen Gesprächsklima beizutragen.
1. Gegenseitiger Respekt
Bitte behandeln sie andere Nutzer so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Zeigen Sie Toleranz gegenüber anderen Meinungen und verzichten Sie auf persönliche Angriffe und Provokationen.
Selbstverständlich werden Kommentare, die ehrverletzend, beleidigend, rassistisch, pornografisch oder auf andere Weise strafbar sind, nicht freigeschaltet.
2. Wortwahl und Formulierung
Sachliche Argumentation ist die Basis für eine konstruktive Diskussionskultur. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihren Kommentar vor dem Abschicken zu überprüfen. Habe ich den richtigen Ton getroffen? Könnten meine Formulierungen Missverständnisse hervorrufen?
3. Benutzernamen
Diese genannten Richtlinien gelten auch für die Verwendung von Benutzernamen.
4. Quellenangaben und Verlinkungen
Wenn Sie Zitate verwenden, verweisen Sie bitte auf die Quelle und erläutern Sie deren Bezug zum Thema.
5. Zeichenbegrenzung
Die Länge eines Kommentars ist auf 1000 Zeichen zu begrenzen, um eine Moderation in einem adäquaten Zeitrahmen zu gewährleisten. Mehrteilige Beiträge können daher leider nicht berücksichtigt werden.
Bitte sehen Sie davon ab, denselben oder einen sehr ähnlichen Kommentar mehrmals abzuschicken.
6. Werbung
Die Nutzung der Kommentarfunktion zu kommerziellen Zwecken ist nicht erlaubt. Inhalte gewerblichen oder werbenden Charakters werden nicht freigeschaltet. Gleiches gilt für politische Aufrufe aller Art.
7. Sonstige Hinweise
Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines Kommentars. Beiträge, die sich als falsch oder unwahr herausstellen, können auch im Nachhinein noch gelöscht werden. Sollten Sie auf Beiträge stoßen, die gegen die Richtlinien verstoßen, machen Sie die Moderation bitte darauf aufmerksam. Schicken Sie einfach den Link des betreffenden Kommentars mit einer kurzen Erläuterung an redaktion@eifelon.de. Bei wiederholten oder besonders schweren Verstößen gegen diese Richtlinien behalten wir uns einen Ausschluss einzelner User vor.


zurück zur Startseite