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Landrat Wolfgang Spelthahn (2.v.l.) bedankte sich herzlich bei der Kreisjahrbuch-Redaktion für die Ausgabe 2019: Guido von Büren (l.), Bernd Hahne (r.) und Ludger Dowe (2.v.r.). [Foto: Kreis Düren]

Kreisjahrbücher für Düren und Euskirchen sind erschienen

Kreise: Dicke Mauern, dickes Buch: „Schlösser, Burgen, Herrensitze“ lautet das Schwerpunktthema des Jahrbuches 2019 des Kreises Düren, das ab sofort erhältlich ist. Mit 240 farbig bebilderten Seiten ist sein Umfang um 20 Prozent gewachsen. Wohl weil der Kreis Düren so reich an historischer Bausubstanz ist, sind gleich acht Beiträge dem Titelthema gewidmet.

Was die Altvorderen veranlasste, sich wehrhafte oder repräsentative Immobilien errichten zu lassen, das beleuchtet Guido von Büren in seinem Einführungsbeitrag. Zwischen Pier und Merken lag Haus Verken, heißt es. Die archäologischen Ausgrabungen im Vorfeld des Tagebaus Inden ab 2011 waren ergiebig, lieferten neue Erkenntnisse, warfen jedoch auch neue Fragen auf, wie Timo Bremer schreibt. In Gegensatz zu Haus Verken gibt es die Burg Gödersheim noch. Doch langer Leerstand ist dem historischen Gebäude im Neffelbachtal schlecht bekommen. In seinem Beitrag „Wenn alte Mauern Geschichte erzählen“ zeichnet Jascha Philipp Braun auf, welche Rückschlüsse Fachleute aus der Ruine ziehen konnten.

Bürgerschaftlichem Engagement ist es zu verdanken, dass der Verfall des Herrenhauses der ehemaligen Deutschordens-Kommende in Siersdorf gestoppt wurde. Guido von Büren, Vorsitzender des Fördervereins, zeigt anhand vieler Vorher-Nachher-Fotos von Paul Wirtz, wie das national wertvolle Kulturdenkmal seit 2012 schrittweise vor dem Untergang bewahrt wurde. Helmut Holtz stellt indes die Geschichte von Schloss Kellenberg in Wort und Bild vor, das 1992 durch Feuer schwer beschädigt wurde.

2018 ist das Europäische Kulturerbe-Jahr: Das LVR Amt für Denkmalpflege nahm das zum Anlass, im Mai 400 Kinder und Jugendliche zu einer Projektwoche auf Burg Nideggen einzuladen. Kirstin Dohmen berichtet, was sie in, auf und rings um das uralte Gemäuer erlebt und gelernt haben.

„Märchenhaft unterwegs“ war Anne Schüssler. Sie schwang sich aufs Fahrrad und nahm die Wasserburgen-Route im Kreis Düren unter die Räder. Sowohl auf der Nord- als auch der Südschleife stieß sie immer wieder auf traumhafte Gemäuer.
Wer träumt nicht davon, auf einem Schloss zu leben? Für Prinzessin Marie-Christine von Merode ist das Alltag. Und der ist reich an Herausforderungen, denn so ein altes und dazu von Krieg und Feuer geschädigtes Gemäuer will saniert und Instand gehalten werden. In ihrem Beitrag berichtet sie, wie ihre Familie das angeht.

Weitere Aufsätze fächern das Themenspektrum des Jahrbuches 2019 auf. So berichtet Judith Hages in „Neue Heimat Düren“ über Migranten, die zwischen 1945 und 1960 an die Rur kamen. Anne Krings hat das gleiche Thema mit „Neue Horizonte – Dürener Migrantinnen erzählen“ in die Jetztzeit geholt. Hightech made an der Rur serviert Elke Reuschenbach. Sie hat die beiden Großforschungsanlagen des DLR-Instituts für Solarforschung in Jülich besucht. Dort gibt es die größte künstliche Sonne der Welt.

Das Leben einer bemerkenswerten Wahl-Dürenerin hat Achim Jäger recherchiert. Er rückt die Fotografin und Journalistin Ursula Johanna Litzmann (1916 – 2004) in den Fokus. Sie war unter anderem für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ tätig und hielt die Kriegszerstörungen entlang der Rur im Bild fest.

Dieses Buch ist eine Pflichtlektüre für alle, die sich für den Kreis Düren interessieren. Es steckt viel Herzblut darin“,

würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn die ehrenamtliche Arbeit der Redaktion um Ludger Dowe und der Autoren.

Seit 1996/97 erscheint das Kreisjahrbuch zum Weihnachtsgeschäft im Dürener Verlag Hahne & Schloemer und hält die Kreisgeschichte lebendig. Das reich bebilderte Buch ist zum Preis von 13,00 Euro im hiesigen Buchhandel sowie portofrei beim Verlag erhältlich (ISBN 978-3-942513-44-9). Gedruckt wurden 2.500 Exemplare.

Im Kreisarchiv nahmen die Autoren ihr Jahrbuch 2019 in Empfang. [Foto: W. Andres / Kreisverwaltung]

Mehr Farbe, modernes Layout, neue Inhalte: Das Jahrbuch 2019 des Kreises Euskirchen ist druckfrisch erschienen. Das beliebte „Heimatlesebuch“ präsentiert sich äußerlich unverändert, inhaltlich aber mit neuen Ideen und frischem Schwung. „Das Jahrbuch ist prall gefüllt mit interessanten Geschichten aus dem Kreis Euskirchen und über die Menschen im Kreis Euskirchen – ein gutes Stück Heimat“, sagte Landrat Günter Rosenke bei der Vorstellung des Buches.

Zahlreiche Autoren waren ins Kreisarchiv gekommen, wo sie gleich einen ersten Blick ins Buch werfen konnten. In seiner kurzen Ansprache stellte der Landrat die moderate Modernisierung des Jahrbuches in den Mittelpunkt. „Was direkt auffällt: Wir bringen Farbe ins Spiel“, sagte er beim Durchblättern und richtete seinen Dank an Gunter Rowe vom Weiss-Verlag, der das neue Jahrbuch im Zusammenspiel mit der Redaktion gekonnt umgesetzt habe. „So geht Jahrbuch heute“, freute sich der Landrat.

Während die Jahrbuch-Fotos bisher durchweg schwarz-weiß waren, wurden nun einige Artikel großzügig mit bunten Fotos aufgewertet. Bestes Beispiel ist die Reportage von Sascha Beselt. Der Euskirchener war im Sommer mit seinem Mountainbike im Himalaya unterwegs und hat nicht nur spannende Erlebnisse, sondern auch fantastische Fotos mit in die Heimat gebracht – zu sehen sind sie im Jahrbuch.

Neben dieser neuen Optik hat die Jahrbuch-Redaktion (Heike Pütz, Sven Gnädig und Wolfgang Andres) auch inhaltlich neue Akzente gesetzt. Erstmals gibt es im Buch erstmals einen Schwerpunkt, und zwar rund um das Thema Kino. Während die jüngere Generation nur das Euskirchener Kinocenter kennt, können sich viele ältere noch an zahlreiche weitere Kino-Standorte im Kreis Euskirchen erinnern – etwa in Kall, Zülpich und Bad Münstereifel. Zahlreiche Autoren gehen im neuen Jahrbuch der Kino-Geschichte auf den Grund, beleuchten aber auch heutige Initiativen, die der Kino- und Filmleidenschaft frönen. „Mit diesem Thema kann jeder etwas anfangen“, sagte Rosenke, der gleich an seine eigenen ersten Kinoerlebnisse erinnerte. Ende der 50er Jahre durfte er erstmals mit seiner Oma ins Kino, auf dem Programm stand der Film „Mein Onkel“ mit dem französischen Schauspieler Jacques Tati. „Meine Oma und ich haben uns köstlich amüsiert.“

Bei allen Neuerungen: Das Jahrbuch hält weiterhin an seinen bewährten Themen und Rubriken fest. Heimatforscher finden hier nach wie vor eine Plattform, um ihre historischen Recherchen zu publizieren. Nur zwei Beispiele: So hat sich Harald Bongart auf die Spuren der jüdischen Familie Nathan in Münstereifel begeben, während Horst Schuh das Lazarettwesen in Euskirchen von 1914 bis 1918 untersucht hat. Auch andere bewährte Rubriken bleiben bestehen: Erzählungen, Natur und Umwelt, die Chroniken und natürlich die beliebte Mundart-Geschichte, für die auch in diesem Jahr wieder Fritz Könn verantwortlich zeichnet („Knotterdöppe, Luchpitter – Seeverkuttes“).

Ein Nachruf auf den verstorbenen Kreiskulturreferenten Klaus Ring (Stefan Wunsch, Walter Thomassen und Jennifer Meuren), eine „Rundreise“ zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ (Heike Schmitz), eine Übersicht jüdischer Wörter in der Euskirchener Mundart (Hermann-Josef Kesternich), eine Erinnerung an den „Krusche Boom“ in Euskirchen (Hans-Dieter Arntz) und ein Artikel der Oberstufenschülerin Elisa Schmitz über den Soldatenfriedhof in Reifferscheid sind nur einige wenige Beispiele, die für die Vielfalt des Jahrbuches 2019 stehen. Landrat Rosenke: „Unser Beststeller ist wieder ein gutes Stück Heimat – randvoll mit tollen Geschichten aus dem Kreis Euskirchen!“

Das Buch ist ab sofort für 7.50 Euro im Buchhandel erhältlich.

Nach den Kino-Geschichten im aktuellen Jahrbuch plant die Redaktion im Kreis Euskirchen für das Jahrbuch 2020 mit dem Schwerpunkt „Schule – früher und heute“. Dazu werden persönliche Erinnerungen an die eigene Schulzeit gesucht: lustige Streiche, originelle Lehrer, blaue Briefe, besondere Momente usw. Die Jahrbuch-Redaktion bittet um Zuschriften unter der E-Mail-Adresse oder per Post: Kreisverwaltung Euskirchen, Pressestelle, Jülicher Ring 32 in 53879 Euskirchen.

FOTO Jahrbuch:

30.11.2018LebenKreise0 Kommentare redaktion

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