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Peter Millowitsch kam zu "Schwade im Jade" in den Kirchengarten. [Foto: pg]

Peter Millowitsch im Kirchengarten: „Es ist herrlich, dass ich einfach Nein sagen kann!“

Zülpich: Peter Millowitsch war kürzlich der prominente Gast bei „Schwade im Jade“, der Marianne Komp im Kirchengarten Rede und Antwort stand. Sie ist Engagementförderin im Pfarrverband Zülpich und organisiert seit Jahren die Talkrunden. Bei traumhaften Wetter strömten weit über 200 Gäste in den Kirchengarten, um den in diesem Jahr 70 Jahre alt gewordenen Schauspieler live zu erleben. Aus Sorge davor, keinen Platz mehr zu ergattern, kamen die ersten Gäste schon über eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung in den Pavillon.

Marianne Komp plauderte mit dem bekannten Kölner Schauspieler. [Foto: privat]

Zur Landesgartenschau 2014 in Zülpich entstand im Wallgrabenpark an der Landesburg mit dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Kräfte ein Kirchengarten, der seitdem für verschiedene Veranstaltungen genutzt wird. Das Format „Schwade im Jade“ rief Marianne Komp schon zu LaGa-Zeiten ins Leben und schafft es seitdem, jedes Jahr zwei bis drei interessante Gäste nach Zülpich zu locken. „Es macht viel Spaß“, meint Komp, die den Besuchern mit Charme und Witz den jeweiligen Gast vorstellt. „Schwade im Jade“, kommt an – Marc Metzger wollten rund 250 Besucher sehen. Allerdings wurde diese Veranstaltung wegen des Wetters in das naheliegende katholische Pfarrzentrum verlegt. Bei Peter Millowitsch dagegen herrschte schönstes Sommerwetter. „Wir haben erstmals Getränke angeboten, da es so heiß war“, sagt Marianne Komp.

Der bekannte Kölner Schauspieler kam in Begleitung seines Hundes „Tünnes“, der schnell die Herzen der Damen in der ersten Reihe erobert hatte. Wie schon seine beiden Vorgänger, wäre auch dieser Hund „gebraucht“ bei Familie Millowitsch eingezogen. Denn für den Hundebesitzer ist es einfach sinnhafter, einem Tier aus dem Tierheim ein neues Zuhause zu geben. Und er habe damit nur positive Erfahrungen gemacht. Das Millowitschtheater aufzugeben, sei die beste Entscheidung überhaupt gewesen, berichtete Millowitsch, denn nun könne er sich auf das reine Theaterspielen konzentrieren und müsse nicht die Verantwortung für das ganze „Drumherum“ tragen. Er muss nun auch keine Theaterstücke mehr schreiben, die schon beworben wurden, bevor er überhaupt wusste, wie das Stück endete, an dem er gerade noch schrieb.

„Das Allerschönste ist, dass ich zu Angeboten einfach Nein sagen kann“.

Nur das Textlernen fiele ihm mit zunehmenden Alter schwerer. Seine Frau fragt ihn ab, aber die wäre sehr streng. Das einzige, was ihn an seinem Alter wirklich störe, sei, dass er für bestimmte Rollen zu alt wäre, erzählte er Marianne Komp, die das Gespräch in lockerer Art moderierte. Sie befragte ihn nach seinen Ahnen, seiner Kindheit mit den drei Schwestern, seiner Schullaufbahn, der Bundeswehr und der Schauspielschule in Hamburg. Auch über Werbespots, die er in seiner Jugend mit seinem Vater drehte, sprach sie mit ihm. Und er beteuerte, dass das beste an den Dreharbeiten die Tatsache war, dass er schulfrei hatte. Er erzählte, wann es zu seiner Ehefrau Barbie gefunkt hatte, und wie schade er es fände, dass diese aber schon seit Jahren kein Theater mehr spielt und sich lieber um ihr Pferd kümmert. Als er im Mai 2014 die Rolle des Alfred P. Doolittle im Musical „My fair lady“ spielte, suchte er im Theaterfundus des Millowitschtheaters nach einem Smoking und entdeckte dabei einen seines Vaters, der ihm wie angegossen passte. Mit diesem Smoking spielte er dann seine Rolle und schloss so mit seinem Vater Frieden.

Heute blickt er auf das teils sehr angespannte Verhältnis zu seinem Vater entspannt zurück und sagt, dass „Willy“, wie er seinen Vater immer nennt, gar nicht anders mit ihm umgehen konnte, da der wiederum genauso von seinem Vater in die Pflicht genommen wurde. Ja, heute falle es ihm sogar oft auf, dass er die gleichen Züge wie sein Vater habe, über die er sich früher geärgert hat. Peter Millowitsch ist ausgeglichen und zufrieden, kann sich über Kleinigkeiten freuen. Großer Luxus ist für ihn, sich eine Tageszeitung zu kaufen und die von A bis Z zu lesen oder einfach nur noch das zu machen, wozu er Lust hat.

Wie alle Gäste bei „Schwade im Jade“ verzichtete auch Peter Millowitsch auf ein Honorar und das Sparschwein wurde mit Spenden für den Verein miteinander.regional.alle e.V. gefüllt. „Einen Termin wird es in diesem Jahr auf jeden Fall noch geben“, verriet Marianne Komp, wollte aber zum Gast noch nichts verraten, da die Veranstaltung noch nicht komplett in trockenen Tüchern sei. Außerdem wird in der Zeit der „Leuchtenden Gärten“ (13. bis 19. September) im Wallgrabenpark erstmals der Kirchengarten für viele Aktionen geöffnet sein.

5.7.2019LebenZülpich0 Kommentare pg

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