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Peter Cremer, Cristoph Böhnke, Rolf-Peter Cremer und Wolfgang Scheidtweiler (v.l.) nach der Vertragsunterzeichnung. [Foto: pg]

Mariawald bleibt ein Ort mit spiritueller Strahlkraft

Heimbach, Mariawald: Die Tradition von Mariawald fortzusetzen, das Kloster als einen spirituellen Ort zu erhalten und den Unterhalt der ehemaligen Mönche sichern, das waren die erklärten Ziele des Vereins „Kloster Mariawald“. Nach der Auflösung des Konvents 2018 hatte der Verein die Verantwortung für die Immobilie übernommen. Mit Wolfgang Scheidtweiler übernimmt nun ein Unternehmer die Abtei, der schon viel Erfahrungen in diesem Bereich vorweisen kann. Denn Scheidtweiler übernahm 2014 das Kloster Steinfeld im Erbpachtvertrag (EIFELON berichtete) und machte daraus ein erfolgreiches Seminarzentrum – im Geist der Salvatorianer. Auch in Mariawald sollen künftig Seminare stattfinden, die bisherigen Betriebe – Gastronomie, Buchhandlung, Likörproduktion und der Online-Versand – bleiben erhalten und damit auch alle Arbeitskräfte. Als Träger fungiert zukünftig die „Kloster Mariawald GmbH & Co.KG“.

Die Klosteranlage wird als spiritueller Ort erhalten bleiben. [Foto: pg]

„Unser Ziel war, Mariawald nach Möglichkeit als geistlichen Ort zu erhalten“, erklärte Rolf-Peter Cremer, stellvertretender Generalvikar des Bistums Aachen und Vorstandsmitglied, kürzlich während einer Pressekonferenz. Zudem sollten die existierenden Betriebe nicht zerschlagen werden. „Mit der neuen GmbH ist ein zukunftsträchtiger Träger in das Erbe von Mariawald gefunden“, ist sich Rolf-Peter Cremer sicher. „Mit Wolfgang Scheidtweiler tritt kein Unbekannter als Verantwortlicher der neuen GmbH diese Aufgabe an. Er hat in den vergangenen Jahren auch in Steinfeld erfolgreich die dortigen Aktivitäten im Kloster ausgebaut.“ Abt Bernadus Peeters, ebenfalls Vorstandsmitglied des Vereins, schickte ein Grußwort, da er coronabedingt nicht bei der offiziellen Vorstellung des neuen Trägers dabei sein konnte. „Die ehemaligen Mönche der Trappistenabtei Mariawald und die Vertreter des Trappistenordens sind froh und dankbar, dass der Kloster Mariawald e.V. alle Anstrengungen unternommen hat, um eine gute Lösung für den Fortbestand von Mariawald als geistlichem Ort zu finden“. Kirchen-Rektor bleibt weiterhin Pfarrer Dr. Christian Blumenthal, der vor der Corona-Pandemie etwa alle acht Wochen einen Gottesdienst gefeiert hatte.

Der Verein „Kloster Mariawald“ existiert weiterhin und kümmert sich einerseits um den Unterhalt der Mönche, die im Kloster lebten, andererseits um die Kirche. Peter Cremer, ehemaliger Heimbacher Bürgermeister und Vorstandsmitglied zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit der nun erfolgten Lösung:„Mir war es als alter Heimbacher wichtig, das Kloster als geistlichen Ort zu erhalten“.

„Mariawald war und ist etwas Besonderes“,

betonte Scheidtweiler. Schon seit Kindesbeinen an ist der Unternehmer mit der Eifel verbunden – sein Vater baute die Gemünder Brauerei auf und er selbst absolvierte eine Ausbildung in der Brauerei. Mehrere Millionen will Scheidtweiler investieren, um in Mariawald ein modernes Seminarzentrum mit Gästehaus zu errichten. Außerdem soll vor Ort wieder Bier gebraut werden, das Mariawalder Klosterbräu. Dazu wird der Gastronomiebereich umgestaltet und die Brauanlage sichtbar integriert. Mit Hilfe des Bistums soll außerdem ein Orden gefunden werden, der wieder in das Kloster zieht. „Hier sollen wieder Mönche leben“, wünscht sich Wolfgang Scheidtweiler. Die könnten künftig als Mieter der neuen GmbH einziehen.

Mariawald wurde 1480 als Zisterzienserabtei gegründet. Im Jahr 1795 wurde die Abtei von den Franzosen in Besitz genommen. 1860 nahmen die Zisterzienser der Strikte Observanz (Trappisten) der französischen Abtei Oelenberg wieder Besitz von Mariawald. 1875 mussten die Mönche während des Kulturkampfes das Kloster verlassen, 1887 kehrten sie wieder zurück. 1941 zwangen die Nationalsozialisten die Mönche erneut, die Abtei zu verlassen, die Rückkehr erfolgte 1946. Mariawald ist die einzige Abtei für Mönche des Ordens der Zisterzienser der Strenge Observanz in Deutschland. Daneben gibt es in Deutschland noch zwei Klöster für Trappistinnen, die Abtei Maria Frieden und das Priorat Donnersberg.
27.11.2020LebenHeimbach, Mariawald0 Kommentare pg

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