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Das Projekt "Börde Feuer" ist eine der vielen LEADER-Maßnahmen in der Region. [Foto: pg]

Neues aus der LEADER-Region: „Börde Feuer“, „Mehrgenerationenpark“ und „Es war einmal“

Eifel: Einige interessante Projekte konnten im Rahmen der LEADER-Förderung schon in der Region umgesetzt werden (EIFELON berichtete). Es ist ein europäisches Förderprogramm für die Entwicklung ländlicher Regionen. Die LEADER-Region Zülpicher Börde hat nach wie vor Gelder für Projekte zur Verfügung. „Auch kleinere Projekte können gefördert werden“, betont Peter Wackers, Regionalmanager für die Zülpicher Börde und will damit auch Vereine animieren, mit ihren Ideen zu ihm zu kommen, denn die Regionalmanager unterstützen die Antragsteller. Es müssen also nicht immer gleich große Projekte im 100.000 Euro Bereich sein. Insbesondere kleinere Maßnahmen zwischen 10.000 und 50.000 Euro sind noch willkommen. Dann wird auch das Aufbringen des Eigenanteils für einen Verein machbar, denn aus der LEADER-Förderung kommen nur 65 Prozent für ein Projekt. In den vergangenen Wochen sind wieder einige Projekte an den Start gegangen. Informationen über alle Projekte gibt es unter https://www.zuelpicherboerde.de/

Was ist eigentlich LEADER und welche Projekte gibt es in der Region? Diese Fragen werden mit einer kleinen Ausstellung beantwortet, die zur Zeit noch in den Römerthermen – Museum der Badekultur in Zülpich zu sehen ist. Zehn laufende Projekte der aktuellen Förderperiode werden vorgestellt. Auf Projekttafeln werden die Projektträger, die Laufzeit und der Inhalt im Detail präsentiert. Außerdem erfahren die Besucher mehr über die Einordnung der Projekte in die jeweiligen Handlungsfelder.

„Mit der Ausstellung wollen wir die Arbeit bei uns transparenter gestalten“,

erklärt Peter Wackers. Während der Eröffnung des Hochzeitsgartens in Weilerswist, den Kulturtagen in Vettweiß und dem Stadtfest in Erftstadt war die Ausstellung bereits in den einzelnen Kommunen unterwegs. Im Foyer der Römerthermen ist sie noch bis zum 12. September zu sehen. Danach wird sie weiter innerhalb der beteiligten Kommunen Erftstadt, Weilerswist, Nörvenich, Vettweiß und Zülpich rotieren.

Im Museum der Badekultur stellte Museumsleiterin Dr. Iris Hofmann-Kastner gleich das nächste Projekt vor: „Es war einmal…In der Zülpicher Börde“ heißt es und die Idee kommt aus dem Museumsteam. Die Themen Römer und Mittelalter – und damit die Vergangenheit der Region – sollen während zweier kultureller Wochenendveranstaltungen am Wallgraben erlebbar werden. 2020 wird es im Park ein Römerlager und 2022 ein Mittelalterlager geben. Die regionale Geschichte der Zülpicher Börde soll damit durch römische und mittelalterliche Reenactement-Gruppen und Aktionsstände anschaulich vermittelt und das Bewusstsein für die historische Vielfalt innerhalb der Zülpicher Börde gestärkt werden. Hinzu kommen neu entwickelte Workshops und Führungen speziell für Kinder und Jugendliche durch Gleichaltrige. Zudem werden zwei Fahrradtouren durch die jeweiligen Kommunen mit Schwerpunkt Römer, beziehunsgweise Mittelalter ausgearbeitet.

Tag und Nacht ist die Freiwillige Feuerwehr bereit. In wenigen Minuten sind sie vor Ort, um einen Brand zu löschen oder bei Unfällen Polizei und Sanitäter zu unterstützen. Mit viel Engagement sind die ehrenamtlichen Mitglieder dabei: Sie opfern viele Stunden ihrer Freizeit, durchlaufen eine mitunter hochspezialisierte Ausbildung und sind in den Regionen die Stütze zur Sicherstellung eines flächendeckenden Brandschutzes. Und doch haben sie Probleme, neue Mitglieder zu finden. Immer mehr Arbeitgeber machen Probleme, wenn ihre Mitarbeiter während der Arbeitszeit zu einem Einsatz gerufen werden. Um diesem Trend entgegenzusteuern und die Akzeptanz der Freiwilligen Feuerwehr bei den Bürgern, wie auch bei Unternehmen zu stärken, haben die Freiwilligen Feuerwehren der Leader-Region Zülpicher Börde das Projekt „Börde Feuer“ ins Leben gerufen. Nun fiel der Startschuss für das Projekt. Die Idee dazu entstand vor drei Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Nörvenich, wie Wehrleiter Oliver Hartlieb während eines Pressetermins erzählte.

„Es ist ein großartiges Projekt“,

meinte Wolfgang Spelthahn, Landrat im Kreis Düren. Der Dienst bei der Feuerwehr werde immer anspruchsvoller und die Herausforderungen seien gewachsen, erklärte Spelthahn. Nachwuchswerbung und die Stärkung der Akzeptanz bei den Arbeitgebern stehen im Fokus des Projektes.

Es wird eine Stabstelle „Kommunikation“ errichtet, die als zentraler Servicepartner die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren in der Region unterstützt. Der Projektträger ist der Kreis Düren, der das „Börde Feuer“ zusammen mit den Gemeinden Nörvenich, Weilerswist, Vettweiß, der Stadt Zülpich und dem südlichen Stadtgebiet von Erftstadt umsetzen will. Knapp 170.000 Euro betragen die Gesamtkosten, von denen etwa 108.000 über die Leader-Förderung getragen werden. Die übrigen 35 Prozent übernehmen die Städte Zülpich und Erftstadt und die Gemeinden Nörvenich, Weilerswist und Vettweiß. „Es ist ein Projekt, was die Feuerwehren verbindet“, sagte Michael Reutter, Beigeordneter der Stadt Nörvenich.

Im Oktober soll der Mehrgenerationenpark offiziell eingeweiht werden. [Foto: pg]

Die Gemeinde Vettweiß bekommt einen Mehrgenerationenpark. Die Idee dazu kam aus der eigenen Gemeinde: Helmut Kemmerling, Mitglied im Bauausschuss, schlug vor, den alten Schulhof der Hauptschule in einen Mehrgenerationenpark zu verwandeln. Die Hauptschule existiert nicht mehr, dafür befinden sich Grundschule, eine Kindertagesstätte und ein Seniorenheim in unmittelbarer Nähe, „Da passt ein Mehrgenerationenpark einfach“, meinte Bürgermeister Joachim Kunth. Knapp 300.000 Euro werden in das Vettweißer Projekt investiert – rund 189.000 Euro davon kommen aus der LEADER-Förderung. „Damit ist dies bisher das größte Projekt für die LEADER-Region Zülpicher Börde“, erklärte Peter Wackers, Regionalmanager der LAG Zülpicher Börde bei der Pressevorstellung des Parks. Die Gemeinde habe sich bemüht, alle Bürger des Ortes mit einzubeziehen. Ideen seien gerne aufgenommen worden, sodass jetzt für alle Altersgruppen etwas dabei sei, führte Wackers weiter aus. Jutta Weber-Gray vom Atelier für Garten- und Landschaftsarchitektur stellte die einzelnen Elemente des Parks vor.

Es wird Spielflächen für Kinder und Jugendliche geben, Buchten mit Fitnessgeräten, eine Behindertenschaukel, die auch von Erwachsenen genutzt werden kann. Terrassen wurden angelegt, damit Veranstaltungen im Park stattfinden können und Bänke zum gemütlichen Verweilen werden aufgestellt. Außerdem werden zwei weitere LEADER-Projekte integriert. Im Rahmen des „Rheinischen Zentrums für Gartenkultur“ werden im Park Mustergartenflächen mit insektenfreundlichen Blühbändern angelegt, um dem Thema Insektensterben entgegenzutreten und den Insekten, Bienen und Schmetterlingen eine Nahrungsquelle zu liefern. Hinzu kommt eine der, in der gesamten LEADER-Region aufgestellten „Ortsidentitätstafeln“. Die bereits vorhandene Grillhütte wurde ebenfalls integriert. Die ersten Hochbeete stehen schon, die weitere Bepflanzung wird vorgenommen, wenn es das Wetter zulässt. An Strom- und Wasseranschlüsse wurde ebenfalls gedacht.

23.8.2019LebenEifel0 Kommentare pg

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