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Der neue Sandsack-Abfüllmischer des THW Schleiden. [Fotos: pd]

Schleidener THW ist bestens für Hochwasser gerüstet

Schleiden: Eine neue Errungenschaft hat die Ortsgruppe Schleiden des THW (Technisches Hilfswerk) seit einigen Tagen. Die Gruppe verfügt nun über eine hochmoderne Anlage, um Sandsäcke für den Einsatz bei Hochwasserkatastrophen zu befüllen.

Eifelon 1603 Sandsackabfüllung THW SLE PD 4

Die THW-Ortsgruppe Schleiden mit ihrem neuen Sandsack-Abfüllmischer.

Für die Männer und Frauen des THW Schleiden ist die neue Sandsack-Abfüllmaschine schon eine enorme Erleichterung. „Früher haben wir die Sandsäcke mit einem Trichter per Hand abgefüllt. Dabei haben wir für 1.800 Säcke rund sechs bis sieben Stunden gebraucht“, erklärt Zugführer Sven Köhnen. Mit dem neuen 9,5 kW starken Gerät geht es deutlich schneller. Dazu benötigt man eine Person an je einer der fünf Befüllungs-Stationen. Zusätzlich je Station müssen zwei Personen eingesetzt werden, die die Säcke verschließen und weitere Personen, die sie abtransportieren. Also rund zwanzig Mann sind damit beschäftigt, um rund 3.000 Säcke (jeder rund 20 kg schwer) in einer Stunde zu befüllen.

Eifelon 1603 Sandsackabfüllung THW SLE PD 3

Nach dem Abfüllen müssen die Sandsäcke an den Stationen verschlossen werden.

Neben dem Elektronantrieb durch ein Notstromaggregat kann die Befüllmaschine auch über die Zapfwelle eines Traktors angetrieben werden. Damit ist sie überall einsetzbar, denn sie kann nicht nur stationär in Schleiden betrieben werden, sondern überall dort, wo sie benötigt wird. Im Kreis Euskirchen hat das Gerät eine Alleinstellung: „Es gibt nur unsere Befüllmaschine im Kreis Euskirchen“, erklärt Sven Köhnen. Auch im Land Nordrhein-Westfalen ist der Schleidener Sandsack-Abfüllmischer, so die offizielle Bezeichnung, einer von dreien. Die anderen beiden stehen in Wesel und in Mülheim an der Ruhr.

Eifelon 1603 Sandsackabfüllung THW SLE PD 2

Markus Ramers, Udo Becker und Udo Meister packten bei der Vorführung kräftig mit an.

Ihren letzten Einsatz ohne die hochmoderne Technik hatte das Schleidener THW bei den Hochwasserkatastrophen in Kommern und Scheven im vergangenen Jahr. Um die Anschaffung möglich zu machen, zahlten die Kreissparkasse Euskirchen und ihre Bürgerstiftung eine Spende von 7.500 Euro ein.

Zur Vorstellung des Geräts waren Udo Becker, Vorstandsvorsitzender der KSK, und Markus Ramers, Vorsitzender der KSK Bürgerstiftung, der Einladung von Bürgermeister Udo Meister gefolgt und in das THW-Gebäude an der Weierstraße gekommen. Bei der Vorstellung durch die ehrenamtlichen THW-Mitglieder packten Becker, Ramers und auch Meister natürlich kräftig mit an.

24.3.2017LebenSchleiden0 Kommentare pd

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