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Das Saxophon-Quartett Rava brillierte beim Neujahrsempfang. [Foto: bwp]

Zehn Jahre Internationale Kunstakademie: Ein Ort der kreativen Entschleunigung und künstlerischen Regeneration

Heimbach: Um energiegeladen ins zehnte Veranstaltungsjahr zu starten, hatte die Internationale Kunstakademie Heimbach zu einem Kreativ-Wochenende eingeladen. Samstags konnten Kunstinteressierte für jeweils zwei Stunden in verschiedene Kurse hineinschnuppern. Einigen gefiel das Workshop-Angebot in den Ateliers von Burg Hengebach so gut, dass sie gleich ein mehrtägiges Seminar buchten. Am Sonntag empfing das Akademie-Team unter Leitung von Professor Frank Günter Zehnder dann Gäste, Dozenten, ehemalige Kursteilnehmer und Sponsoren aus der Region zum Neujahrsempfang 2019.

Fred Kessel, Peter Cremer, Frank Günter Zehnder und Wolfgang Spelthahn (v.l.) ergriffen während des Empfangs das Wort. [Foto: bwp]

„Im neuen Jahr das alte resümieren“, wie Landrat Wolfgang Spelthahn formulierte, stand an diesem Vormittag ganz oben auf der Agenda. Waren es früher noch 800 bis 900 Kursteilnehmer, die pro Jahr einen oder mehrere Kreativ-Workshops buchten, wuchs die künstlerische Klientel inzwischen auf über 1.200 Gäste. Spelthahn – als erster Vorsitzender des Trägervereins – zeichnete ein positives Zukunftsbild. „Um die Akkus aufzuladen“, sei es demnächst auch möglich, staatlich geförderten Bildungsurlaub in der mittlerweile zertifizierten Heimbacher Internationalen Kunstakademie zu verbringen:

Die Sehnsucht der Menschen, sich dem Alltagsstress zu entziehen, sich auf Entschleunigung und Regeneration einzulassen, ist immer deutlicher spürbar.“

Im neuen Jahr seien bereits einige Kurse ausgebucht, sodass kurzfristig Wiederholungs-Workshops der Dozenten eingeplant werden. Heimbach könne stolz sein auf das vielfältige künstlerische Angebot. Mittlerweile habe sich die Internationale Kunstakademie zu einem Besuchermagneten entwickelt.

In Kürze wird die Kunstakademie um eine Attraktion reicher sein: Vor einiger Zeit konnte der ehemalige Gastronomiebetrieb „Alte Schänke“ auf dem Burggelände zusätzlich angemietet werden. Das Gebäude wird zurzeit von aktiven Mitgliedern des Fördervereins renoviert und soll demnächst als Dauerausstellungsfläche für „Deputate“ dienen, die der Akademie überantwortet wurden. „Dieses Angebot richtet sich an eine kunstaffine Klientel, die bereit ist, für den Besuch der geplanten Ausstellung einen Obolus zu entrichten“, machte Spelthahn neugierig.

Das Thema „Finanzen“ griff auch Fred Kessel als Vorsitzender des Fördervereins auf und warb um weitere Mitglieder: „Momentan sind wir 172, 18 mehr als im vergangenen Jahr.“ Fürs Jubiläumsjahr 2019 hat er sich aber ein Ziel gesteckt: „Die 200er-Hürde knacken“, denn viele Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche – mit oder ohne Handicap – seien auf Sponsorengelder angewiesen.

Nach seinen Vorrednern konnte sich Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer kurzfassen und schloss seine Rede mit dem Appell: „Bleiben Sie uns treu und empfehlen Sie uns weiter.“

Mit eindringlichen Worten beschrieb Akademieleiter Zehnder das Wirken auf Burg Hengbach und hielt ein Plädoyer für die Kunst. „Kunst öffnet Augen und Türen, verbindet Ratio mit Emotion“, formulierte er, „Sie befasst sich mit dem, wovon wir uns ein Bild machen möchten.“ Jeder schöpferische Prozess sei ein engagiertes Ringen – um jede Farbe… um jeden Pinselstrich. Gedanken, Freuden, Leiden, Empörungen, Visionen und Wünsche würden so „von der Seele geschrieben“.

Neben dem Neujahrsempfang war auch der vorherige Kick off-Tag war sehr gut besucht. Hier hatten Kunstinteressierte in verschiedenen Kursen die Möglichkeit, ihre eigene Kreativität – mit Farbe oder Fotoapparat – generationsübergreifend auszuleben. Die Mischung der Angebote von Malerei, Druckgraphik, Relief, Fotografie und Video war motivierend, weckte bei den Teilnehmern Neugier und führte zum erfolgreichen Schaffensprozess. Als ganz neu im Programm wurden der rumänische Künstler Viorel Chirea mit realistischer Malerei und der Kölner Urban Art-Künstler „Semor“ mit seiner Graffiti-Kunst vorgestellt. Nach der knappen Zeit von zwei Stunden konnten alle Teilnehmer, die oftmals von weither angereist waren, ihre frisch entstandenen Werke mitnehmen.
18.1.2019KulturHeimbach0 Kommentare bwp

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