Eifel: Welche Geschichten erzählen wohl Kinder und Jugendliche aus der City oder vom Land beim Thema „Ich und die Stadt“? Diese Frage haben sich die Berliner Buchhändlerin Sabeth Vilmar, ihre Mitarbeiterin Alena Glandien und Kinderbuchautorin Claudia Kühn gestellt, als sie den diesjährigen Kinderliteraturpreis Prenzlauer Berg auslobten. Es ist bereits der siebte Schreibwettbewerb für junge Menschen im Alter von acht bis 18 Jahren, und immer mehr Jungautoren machen mit. Im letzten Jahr waren es bereits 50. Damit es noch mehr werden, ermuntern Sabeth Vilmar und ihr Team auch junge Schreiber aus der Eifel, einen Text zum Thema „Ich und die Stadt“ zu verfassen und bis zum 25. September an ihren Georg Büchner Buchladen in Berlin zu senden. Mitmachen lohnt sich: Jeder, der eine Geschichte zum Thema einreicht, bekommt ein Buchgeschenk. Die Gewinner aus den verschiedenen Altersklassen dürfen zudem ihre Geschichte während der Preisverleihung im Berliner Buchladen am 9. Oktober vortragen.
Alle Kinder und Jugendliche, die dann dabei sind, erhalten Tipps und Anregungen zu ihren Geschichten von der Kinderbuchautorin Claudia Kühn, die auch Jurymitglied ist. Buchhändlerin Sabeth Vilmar und ihr Team verstehen sich als „kulturelles Zentrum“ am Prenzlauer Berg. Es bedeutet ihnen viel, Kinder und Jugendliche beim Lesen- und Schreibenlernen zu fördern. „Wir wünschen uns, dass die Kinder selber aktiv werden, ihre Fantasie ausleben und ihre Geschichten zu Papier bringen“, erklärt Alena Glandien. In den letzten Jahren sind tolle Geschichten herausgekommen beispielsweise zu den Themen Gold oder Heimat.
Zeit zum Geschichtenschreiben ist da, schließlich sind jetzt Ferien. Doch wie eine Geschichte beginnen? „Das Wichtigste ist, die Angst vor dem leeren Blatt Papier zu verlieren“, rät die Journalistin Claudia Hoffmann aus Bad Münstereifel. Sie engagiert sich für den kreativen Nachwuchs in der Region und gibt regelmäßig im Rahmen der Lit.Eifel Schreibkurse für Kinder und Jugendliche. Hierfür hat sie sich einen besonderen „Eisbrecher“ ausgedacht. „Ich sage den Jugendlichen immer: ,Stellt Euch vor, Ihr schmeißt zuhause eine Cocktailparty. Für die Cocktails braucht Ihr einen Mixer. Den holt Ihr aus dem Küchenschrank, steckt ihn in die Steckdose, schaltet ihn ein – und er funktioniert nicht. Panik steigt in Euch hoch, Wut, dass dieses Gerät nichts tut. Über diese Situation schreibt Ihr jetzt für 20 Minuten ein Streitgespräch.`“ Ihre Schüler sind zunächst verblufft. Dann bringen sie Geschichten vom Aufstand der Küchengeräte zu Papier, schreiben über Eifersuchtsdramen mit dem Thermomix oder lassen den Cocktailmixer seinen Koffer packen und auswandern. Diese Art, ans Schreiben zu kommen, setze eine nicht geahnte Kreativität in den Jungautoren frei, die dann beginnen, ihre eigentliche Geschichte zu schreiben.Diese Erfahrung hat Claudia Hoffmann erst kürzlich bei der dreitägigen Lit.Eifel-Schreib- und Illustrationswerkstatt am Kreuzauer Gymnasium gemacht, bei dem die Teilnehmer ein „außerordentliches Feingefühl und Gespür für die dramaturgische Ausgestaltung ihrer Ideen bewiesen haben“. Damit kommt Hoffmann zu einem weiteren Schreibtipp: Stehvermögen, um die ausgedachte Geschichte durchzuziehen. Jede Geschichte hat ihre Dramaturgie, hat ihre Figuren. Diese Figuren entwickeln allerdings gern eine Eigendynamik. Der Schreiber muss sie immer wieder einfangen und in seine Dramaturgie zurückholen, um die Geschichte an einem roten Faden entlang zu beenden. Den Schreibwettbewerb in der Hauptstadt unterstützt Hoffmann. „Ich fände es klasse, wenn sich Kinder aus der Eifel am Berliner Schreibwettbewerb beteiligten. Von den Texten aus der Schreibwerkstatt kann ich nur sagen, dass da beim passenden Thema einige ganz vorne mit dabei gewesen wären.“ Wer allerdings erst einmal regional sein Schreibtalent testen möchte, kann dies beim dritten Eifeler Jugendliteraturpreis 2016 probieren und hierzu bis zum 26. September eine unveröffentlichte Kurzgeschichte bei der Lit.Eifel einreichen. Egal, ob Berlin oder Eifel, Claudia Hoffmann hilft gern weiter. Fragen einfach an senden.
Mitmachen können alle zwischen 8-18 Jahren. Der Einsendeschluss ist 25. September. Schickt vier Exemplare Eures Textes an Alena Glandien vom Georg Büchner Buchladen, Wörther Straße 16 in 10405 Berlin oder mailt Eure Geschichte an . Die öffentliche Preisverleihung und Lesung finden am 9. Oktober im Georg Büchner Buchladen statt.
Formale Vorgaben:
Maximal drei A4-Seiten (Schriftart: Times New Roman; Schriftgröße: 12; Zeilenabstand: 1,5; Rand: 2,5 cm)
. Name, Alter und Adresse bitte auf einem Extrablatt angeben.
Habt Ihr Fragen? Ruft Alena Glandien unter der Telefonnummer 030 – 4421301 an.
Hier gibt es den Ausschreibungstext zum Herunterladen.
Teilnehmen können alle von sechs bis 18 Jahren, die in der Nordeifel, der Region Aachen oder der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens wohnen. Bitte reicht eigenständig verfasste und bislang unveröffentlichte Kurzgeschichten im Umfang von bis zu drei Seiten DIN A 4 ein (Arial oder Times New Roman, Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1,5). Eure Einsendungen können eigenhändig illustriert sein. Am Ende Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefon und Alter angeben und die Texte versenden an: Literaturhaus Nettersheim / Lit.Eifel e.V., Steinfelder Straße 12, 53947 Nettersheim oder . Einsendeschluss ist der 26. September. Was gibt es zu gewinnen? Die Jury vergibt in vier Altersgruppen Preise: je drei Preise als Büchergutscheine im Wert von 80 Euro, 50 Euro und 20 Euro. Die Geschichten der Gewinner erscheinen als kleines Buch im Barton-Verlag. Die Preisverleihung findet am 19. November im Rahmen der 4. Eifeler Buchmesse in Nettersheim statt. Alle Teilnehmer sind eingeladen. Eifeler_Jugendliteraturpreis_2016
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