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Wandernd kann man Flora und Fauna, Fakten und Mythen entdecken. [Foto: Rureifel Tourismus e. V.]

Wunderbare Wanderrouten – nicht nur durch die Eifel

Eifel: Der Naturpark Nordeifel hat zu jeder Jahreszeit seinen eigenen Reiz. Egal, ob Wiesen voller violetter Küchenschellen oder leuchtender Narzissen… Egal, ob das herbstliche Farbenspiel der Blätter oder die glitzernde Aussicht auf verschneite Auen. „Gerade der Winter hier ist besonders reizvoll“, unterstreicht Gotthart Kirch, Geschäftsführer der Rureifel Tourismus e.V. Denn erst durch die blattlosen Bäume haben Wanderer den richtigen ‚Durchblick‘: Plötzlich könne man Details in der Landschaft entdecken, die sonst hinter dichtem Laub versteckt bleiben.

In der 64-seitigen, handlichen Broschüre „Kommunale.Schätze – 11 außergewöhnliche Orte im Naturpark Nordeifel“ finden nicht nur ortsfremde Ausflügler spannende, oftmals geschichtsträchtige Wanderrouten. Eingebunden in die detaillierten Wegbeschreibungen sind Anmerkungen zu Flora und Fauna, sowie historische Fakten oder volkstümliche Sagen.

Die elf Wege wurden sorgfältig kartografiert und zeigen auf einen Blick Startpunkt, Länge, Dauer und die gegebenenfalls zu bewältigen Höhenmeter.

Dieser Wegweiser durch die „Kostbarkeiten“ der Eifel ist

ein Modul innerhalb des Projekts ‚Eifel-Schätze: heben, erleben & erhalten‘, mit dem sich der Naturpark Nordeifel am ‚Naturparkwettbewerb.2018.NRW‘ erfolgreich beteiligt hat“,

schreibt Manfred Poth, erster Vorsitzender des Naturparks Nordeifel e.V., in seinem Vorwort.

„Die Zusammenarbeit mit den einzelnen Kommunen war nicht immer ganz einfach. Aber wir kennen die Leute. Wissen, wen wir ansprechen müssen“, meint Gotthart Kirch. Das Netzwerk funktionierte. Bei der Ausarbeitung der präzise beschriebenen Wanderrouten waren die Experten vor Ort gefragt. Geschichts- und Heimatvereine – also jene Menschen, die die Region wie ihre Westentasche kennen. Sie lieferten von der Basis aus Fakten und Episoden, die dann touristisch und journalistisch aufbereitet wurden. Im Fach-Jargon nennt man das mittlerweile „Bottom up“, ein grässliches Wort für gute Zusammenarbeit.

Infotafel im Badewald. [Foto: Rureifel Tourismus e.V.]

An den jeweiligen Ausgangspunkten der Routen sind wetterfeste, 80 mal 100 Zentimeter große Infotafeln geplant, die vor dem Start den Verlauf der Wanderung nochmals verdeutlichen. „Die erste wurde Ende November am Rundweg des Heimbacher Meuchelbergs bereits aufgestellt. Die anderen Schilder sind ausgeliefert und teilweise installiert. Der Rest folgt, sobald das Wetter es zulässt“, versichert Kirch. Dann werden auch bequeme Bänke aufgestellt, die zur Rast und Ruhepause während der Wanderung einladen.

Bis zur Saisoneröffnung im Frühling sollen möglichst alle Mitarbeiter an den Countern der Nationalparktore und Tourist-Infostationen so geschult sein, dass sie Einheimische und Gäste gut informiert auf die Suche nach den „kommunalen Schätzen“ der Rureifel schicken können. Und es gibt viel zu entdecken: Vom sagenumwobenen Badewald in Nideggen, über den Schlangenberg bei Stolberg, bis hin zum Engelsblick und Teufelsley in Kreuzau…

Mein Fazit der kostenlose Broschüre: Gutes Design… übersichtlich… informativ. Einfach einladend! Nicht nur für Touristen. [bwp]

Zusätzliche Streifzüge für alle Sinne

Die ersten Blüten räkeln sich schon im Schnee. [Foto: bwp]

Weiter gesteckt sind die Wanderziele, die Kerstin Goldbach in ihrem Natur- und Wanderführer „Blütenrausch im Rheinland – 14 Streifzüge für alle Sinne“ vorstellt. Noch herrscht zwar in der Natur ein winterliches Einerlei. Das Auge wartet auf die ersten bunten Blüten, die hoffentlich bald kommen.

Mit ihrem Buch führt die Autorin Goldbach nicht nur den eingefleischten Blumenfreund durch das Jahr: Krokus, Märzenbecher, Küchenschelle, Japanische Zierkirsche, Gelbe Narzisse, Apfelbaum, Rhododendron, Bärlauch, Besenginster, Rosen, Mädesüß und Heilziest, Lungenenzian und Teufelsabbiss, Besenheide sowie Herbstzeitlose. Bekannte und eher unbekannte Blumen hat sich die Botanikerin ausgesucht. Zu jeder Pflanze gibt es ein kleines Porträt – Rezepte inklusive. Allerdings steckt in mancher blühenden Schönheit auch Gift.

Mit ausführlichen Wegbeschreibungen, mit eingestreuten, kurzen touristischen, gastronomischen, historischen Hinweisen und übersichtlichen Karten leitet die Autorin dahin, wo die Pflanzen im Jahresverlauf „live“ zu sehen sind. Das ist ebenso die „freie Wildbahn“ am Rhein, im Bergischen Land und vor allem in der Eifel. Aber auch Parks wie der Kölner Rosengarten oder gleich ganze Stadtviertel wie die Bonner Altstadt zur Zeit der Kirschblüte.

Wer jetzt dem Blütenrausch im Laufe des Jahres verfallen will – das Buch beginnt im Februar mit dem Krokus –, muss allerdings genau planen. Denn nicht alle Ziele sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.[ehu]

Kerstin Goldbach: „Blütenrausch im Rheinland – 14 Streifzüge für alle Sinne“ – Bachem-Verlag, Köln 2018, 192 Seiten. 14,95 Euro
25.1.2019NaturEifel0 Kommentare bwp

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