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Sabine Hergarten (l.), Marcel Wolter und Hanne Gehlen machen 'klar Schiff'. [Foto: Kerstin Wielspütz]

Nach Schulbrand: Bibliothek zieht in ehemalige Buchhandlung

Schleiden: Gleich zweimal wurde das Johannes-Sturmius-Gymnasium Raub der Flammen: In der Nacht zum 16. November und nochmals am 4. Dezember 2018 fiel der Gebäudeteil A der Schule zwei Feuern zum Opfer. Dabei wurden in diesem Gebäudetrakt nicht nur die Klassenräume, sondern auch die Schleidener Stadtbibliothek zerstört, die sich seit dem 1. Januar 2018 in der Trägerschaft der Bürgerstiftung Schleiden befindet.

Durch die beiden Brände wurde ein Großteil des Medienbestandes vernichtet. Dieser umfasste vor dem Brand rund 12.700 Medien. Darunter Bücher, DVDs, Hörbücher und Zeitschriften. Wie damals beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs trocknet zurzeit eine Spezialfirma die aus dem Löschwasser „geretteten“ Bücher, sodass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine eindeutige Aussage über den aktuellen Gesamtbestand gegeben werden kann.

Mit 14.000 Ausleihen, 533 regelmäßigen Lesern und gut besuchten Kinotagen – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene – zählt die Stadtbibliothek zu einer sehr beliebten Institution im Stadtgebiet. Aus diesem Grund hat sich das Kuratorium der Bürgerstiftung Schleiden in seiner Sitzung im Dezember 2018 einstimmig dafür ausgesprochen, geeignete Räumlichkeiten in Schleiden anzumieten. So soll der Bibliotheksbetrieb weiter aufrechterhalten und den Lesern damit die Möglichkeit gegeben werden, Medien weiterhin vor Ort auszuleihen. Dazu wurden seitens der Bürgerstiftung zum 1. Februar 2019 die Geschäftsräume der ehemaligen Buchhandlung Rees für die Dauer von zwei Jahren angemietet.

Die Vorteile der Räumlichkeiten der ehemaligen Buchhandlung Rees sind sowohl die unmittelbare Nähe zum alten Standort sowie die noch vorhandene Ladeneinrichtung, die jetzt bestens für die Präsentation und Lagerung der Bücher genutzt werden kann“,

zeigt sich der Geschäftsführer der Bürgerstiftung Schleiden, Marcel Wolter, zufrieden.

Auch die Leiterin der Stadtbibliothek, Sabine Hergarten, freut sich mit ihrem Team über die gelungene Übergangslösung. „In den letzten Monaten wurde uns eine große Welle der Hilfsbereitschaft entgegengebracht, sodass wir hochmotiviert sind, unsere Arbeit fortzusetzen und die Katastrophe als große Chance zu sehen.“ Auch die VR- Bank Nordeifel unterstützte unmittelbar nach dem Brand mit einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro.

Das Geld werden wir in die Beschaffung von neuen Medien investieren, damit wir unseren Lesern in den nächsten zwei Jahren auch weiterhin aktuelle und interessante Literatur bieten können“,

betonte die Bibliotheksleiterin.

Demnächst soll die Stadtbibliothek im Dachgeschoss des Neubaus untergebracht werden. [Grafik: Architekturbüro Holdenried]

Bis zum Ende der zweijährigen Mietdauer soll der Neubau des Städtischen Johannes-Sturmius-Gymnasiums Schleiden mit Bürgerhalle und dem neuen Domizil der Stadtbibliothek abgeschlossen sein. Bereits Ende Dezember wurden die ersten Planungsentwürfe in der Sitzung des Stadtrates vorgestellt.  Demnächst soll die Stadtbibliothek auf dem Dach des Gymnasiums thronen. Die lichtdurchfluteten Räumlichkeiten sind dann barrierefrei über eine neue Aufzugsanlage zu erreichen und zudem für Lesungen, Kinoaufführungen, Ausstellungen und Projekte der Bürgerstiftung Schleiden zu nutzen. Eine Dachterrasse, die im Sommer zum „Schmökern“ und „Quatschen“ einlädt, ist ebenfalls geplant.

Dies ist jedoch noch weit entfernte Zukunftsmusik. Wir sind froh, für die kommenden zwei Jahre eine so gute Übergangslösung gefunden zu haben, um das Angebot in der Stadt Schleiden aufrecht zu erhalten“,

blickt Marcel Wolter, Geschäftsführer der Bürgerstiftung, positiv voraus.

Ausleihen ermöglicht die Stadtbibliothek Schleiden wieder ab Donnerstag, dem 7. März, zu den gewohnten Öffnungszeiten: Dienstags und freitags von 9.00 bis 14.00, donnerstags von 14.00 bis 20.00 Uhr.
15.2.2019KulturSchleiden0 Kommentare redaktion

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