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Gerhard Wagner: „Keine Moneten haben“ – mittellos sein

Eifel: Was sich wie ein Wort der Berliner Gassensprache anhört, hat seinen Ursprung in der römischen Mythologie. Auf dem Capitol, einem der sieben Hügel, auf denen die Ewige Stadt errichtet worden ist, stand der Tempel der Juno Moneta. Juno war die Stadtpatronin Roms, und der eigenartige Beiname, der „Mahnerin“ bedeutet, geht zurück auf ein Erdbeben, in dessen Verlauf die Göttin die Bürger gemahnt haben soll, mehr Opfer zu bringen. Entweder in oder direkt neben diesem Tempel soll sich eine Münzstätte befunden haben, weshalb später diese Prägewerkstatt und danach das dort hergestellte Geld nach dem Tempel benannt wurden. Im 18. Jahrhundert ging der Begriff „Moneten“ als damals noch studentische Bezeichnung für Geld, dann aber etymologisch verändert auch als „Münzen“ in unsere Sprache ein. Aber auch in anderen Sprachen finden sich Spuren der Göttin Moneta: „money“ im Englischen, „Monnaie“ im Französischen, „moneta“ im Italienischen erinnern an sie.

Aus: Gerhard Wagner: „Das wissen die Götter! – Redewendungen aus der Antike“, Regionalia-Verlag, ISBN: 978-3-939722-52-6
4.1.2019LebenEifel0 Kommentare gw

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