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Der Aachener Künstler Kai Savelsberg in seinem Monschauer Atelier. [Fotos: bvl]

Die vielen Welten des Malers Kai Savelsberg

Monschau: „Die Konzentration des Augenblicks, der Blick nach innen“, antwortet der Aachener Maler Kai Savelsberg auf die Frage, was ihn bei seiner Kunst antreibt, um sie auch für andere Menschen sichtbar, erlebbar zu machen. Obwohl er ein kommunikativer Mensch ist, brauche er viel Zeit für sich allein in seinem Atelier, hebt er hervor. Die drei Etagen seines Monschauer Wohnhauses und Ateliers wirken wie unterschiedliche Schichten seiner Persönlichkeit, Abteilungen seiner breitgefächerten Kunst und er scheint voll in seinem Element zu sein, als er voller Tatendrang die knarrenden und abenteuerlichen Treppen des alten Monschauer Bürgerhauses erklimmt. Ein wenig vergeistigt wirkt der 1975 geborene Künstler, als er im Anschluss an seine Wohnräume auch seine Arbeitsräume zeigt, die vollgepackt sind mit seinen Bildern, Materialien und den vielen Kleinigkeiten, die er um sich herum versammelt, weil er sie ja irgendwann mal brauchen kann.

Kai Savelsberg macht es sich nicht einfach, geht eigene Wege. So verwundert es nicht, dass der inzwischen erfolgreiche Maler auch in anderen künstlerischen Disziplinen tätig ist. Seine Gedichte und Texte sind inzwischen in zwei Veröffentlichungen erschienen. Malerei und Literatur sind für ihn keine zwei, voneinander abgegrenzten Welten, sondern bedingen, bereichern sich gegenseitig. Oft stellen seine Texte Verbindungen zu seinen Bildern her, oder unterstreichen sie.

m-2006 Lichtblick 150 x 120 cm Mischtechnik auf Nessel

2006, Lichtblick, 150 x 120 cm Mischtechnik auf Nessel.

Kai Savelsberg produziert keine Kunst, er lebt sie und möchte sie mit anderen teilen. Sein Monschauer Atelier war deshalb vor Jahren, kurz nachdem er dort eingezogen war, öfter ein Ort des Austausches und der Kommunikation. „Die Gründung einer Galerie hat die Ausstellungen im Atelier abgelöst“. Seine dort inszenierten Ausstellungen, Konzerte oder Lesungen entsprachen ganz seiner Vorstellung von offener Kunst.

„Ich wollte ursprünglich nie Künstler werden“ verblüfft Savelsberg. „Das habe ich mir eigentlich gar nicht richtig vorstellen können.“ Der gelernte Theatermaler hat als Autodidakt den Weg in die Kunst bewusst gewählt. Authentizität und Selbstverantwortung heißen seine Schlüsselwörter – egal, ob es um seine Kunst geht oder um die Vermarktung. Natürlich ist die Zusammenarbeit mit Galerien in München, Stockholm, Helsinki, Amsterdam, La Jolla oder Gent sehr wichtig für ihn. Aber er wäre nicht Kai Savelsberg, wenn er nicht auch in diesem Sektor kräftig mitmischen würde: Zusammen mit dem Galeristen Robert Mertens und fünf weiteren, gleichberechtigten Betreibern gründete er die Aachener Galerie Freitag 18.30. Heute ist er dort noch als aktiver Künstler tätig. Robert Mertens betreibt die Galerie heute erfolgreich alleine.

Für eine Kunstaktion zog Savelsberg 2006  für eine Woche in diese Galerie, möblierte sie, um nach sieben Tagen wieder auszuziehen – eine Woche mit sich und seiner Arbeit allein und ohne Einflüsse von außen. In dieser Zeit filmte er den dort ablaufenden Schaffensprozess, um das Ergebnis als weitere Facette seiner Kunst in der Ausstellung „zweizimmerküchedielebad“ zu präsentieren.

m-2011 Land-schichten  80 x 180 cm Mischtechnik auf Leinwand

2011, Land-schichten, 80 x 180 cm Mischtechnik auf Leinwand.

Egal, mit welchen Materialien er arbeitet, am Ende muss alles wie aus einem Guss sein. Alles, was ihm in die Hände fällt, wird verwertet, wird zum Bestandteil, der mit ins Objekt einfließt. Er malt nicht nur auf Leinwand, sondern vermischt dabei die unterschiedlichsten Materialien. Mit Tusche, Aquarell oder Öl bearbeitet er Holz, alte Tapeten, Fundsachen, Zeitungen, Türen oder auch Fenster. Selbst der alte Bodenbelag seines Ateliers fand als Untergrund für mehrere Bilder eine neue Bestimmung. Andere Bilder bespannt er mit Gaze oder Folien. Mal direkt auf dem Bild, dann mit einem gewissen Abstand. „Ich bin immer auf der Suche nach neuen Materialeien, die mich immer wieder in eine andere Richtung schubsen“, gesteht der vielseitig begabte Künstler, der meist in Serien arbeitet. Zuletzt war er und seine Kunst in der Aachener Halle Onrust zu sehen. „Aachener Liste 1“ hieß die Ausstellung, deren Erlös dem Aachener Kinderschutzbund zugute kam.
Weitere Infos und Hinweise zu Ausstellungen: www.kai-savelsberg.de

2.4.2015KulturMonschau0 Kommentare bvl

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