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„Zum ewigen Frieden“: Nur eine Station der 12. Archäologietour

Eifel: Genehmigt war das nicht, was der Künstler und Philosoph Dr. Ralf Peters im Wald bei Hollerath anstellte. Er bearbeitete innerhalb von zwei mal zwei Tagen im Herbst 2016 zehn Panzersperren, indem er auf jedem dieser Steine die neun Artikel aus dem Werk „Zum ewigen Frieden“ des Philosophen Immanuel Kant hinterließ. Den zehnten Stein ziert die Überschrift des Werkes.

Ratlos stand das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, allen voran der Leiter Professor Dr. Jürgen Kunow, dieser „Tat“ zunächst gegenüber. Nach gründlicher Recherche allerdings entschlossen sich die Verantwortlichen, das Ergebnis der Öffentlichkeit zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Im Nachgang stellte sich heraus, dass es außerordentlich gut war, dass der Künstler die glatt hochlaufenden Rückseiten der Steine beschriftete und nicht die schräg hoch laufenden, bemoosten Seiten. Denn das einzigartige Moos und die dazu gehörenden Flechten speziell auf den Panzersperren stehen unter Naturschutz. Diese zu entfernen, käme einer Straftat gleich.

Am Sonntag, 7. Oktober 2018, findet die zwölfte Archäologietour in der Nordeifel statt. Die beschrifteten Westwallhöcker am Hollerather Knie in der Nähe der Narzissenwiesen werden eine von sechs Stationen im Kreis Euskirchen sein. Dr. Ralf Peters, der aus der Südeifel stammt und heute in Köln lebt, wird an diesem Tag in Hollerath an den beschrifteten Panzersperren vor Ort sein und von seinen Erlebnissen, Eindrücken und seinen begleitenden Gedanken berichten. Der Weg vom Parkplatz, der zu den Narzissenwiesen am Hollerather Knie gehört, wird ausgeschildert sein.

Das Kunstwerk selber liegt etwas abseits in einem Waldstück. Hellenthals Bürgermeister Rudolf Westerburg, der nicht weit von der Stelle wohnt und auch aufgewachsen ist, beschrieb während der Programmvorstellung der zwölften Archäologietour, wie er als Kind und Jugendlicher völlig unverkrampft mit den Westwallhöckern verfahren ist: „Wir haben darin Büdchen gebaut und später die erste Zigarette geraucht.“ Ganz einverstanden zeigte sich der erste Bürger der Gemeinde Hellenthal mit dem Vorgehen des Künstlers immer noch nicht. Westerburg. „Doch es ist ein Eingriff, der mit der Zeit wieder vergeht.“

Weitere Stationen werden am Tag der Archäologietour Nordeifel der Walberhof im Zusammenhang mit dem Flugplatz Vogelsang im Nationalpark Eifel sein, die Wasserversorgung von Burg Blankenheim, der Bleierbergbau am Tanzberg bei Kall-Keldenich, die Agrippastraße im römischen vicus Nettersheim und die Fossilien der Buirer Ley bei Nettersheim-Buir. An jeder Station wird für ausreichend Information sowie für Essen und Trinken gesorgt sein.

Iris Poth, Geschäftsführerin der Nordeifel Tourismus (NET), lobte die Archäologietour Nordeifel als wichtigen Baustein für die Touristen. Poth: „Die Tour ist ein Highlight und zeigt nachhaltige Effekte.“ Die Besucher können individuell einzelne Stationen mit dem eigenen PKW ansteuern , sie können jedoch auch in einen der fünf Reisebusse einsteigen und sich bequem fahren lassen von Station zu Station. 180 Busplätze stehen zur Verfügung, gut 20 Plätze sind noch frei. Das Ticket kostet 19,90 Euro. Poth: „Vor allem Kleingruppen haben sich bisher gemeldet.“[gkli]

Die Exkursion per Bus startet um 9.15 Uhr am Bahnhof in Mechernich und endet dort gegen 18.00 Uhr. Anmeldungen sind möglich bis zum 3. Oktober unter www.nordeifel-tourismus.de oder per Telefon unter 02441 – 994570. Weitere Infos zur zwölften Archäologietour gibt es im Internet. www.kuladig.de
28.9.2018LebenEifel0 Kommentare redaktion

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