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Punkrock serviert die Düsseldorfer Band "Kopfecho". [Foto: Kay Özemir]

Neun Bands kommen zum 17. TOLLROCK-Festival in die Eifel

Nideggen, Schmidt: Wer momentan durch die Eifel fährt, findet überall große TOLLROCK-Transparente. Bereits zum 17. Mal geht das rockige Musik-Ereignis am 12. und 13. Juli in Schmidt auf dem Festplatz „Zur Schönen Aussicht“ über die Bühne. Doch wie schafft man es, ein etabliertes Event jedes Jahr neu zu beleben, neue Impulse zu setzen? EIFELON ging auf Spurensuche und sprach mit einem der Initiatoren, Mario Lennartz.

„The Rumjacks“ aus Australien gastieren mit irischem Folk-Punk. [Foto: Marco Cordaro]

„Diesmal wird nicht Jeder direkt jedes Lied mitsingen können“, macht Lennartz auf einige Neuerung des Festivals aufmerksam. Denn Mitte Juli treten nicht nur bekannte Cover-Bands auf. „Uns ist es gelungen, bei neun Gruppen vier etablierte Original-Bands nach Schmidt zu holen“, freut sich der Ur-Schmidter: „Zusammen mit den gewohnt starken Tribute-Combos wird eine breite Mischung geboten.“ Unter anderem konnte das TOLLROCK-Team die australische Band „The Rumjacks“ buchen.

„Letztes Jahr ist Irish Folk unglaublich gut angekommen, deshalb sind wir in dieser Richtung weitergegangen.“ Ebenso konnte die Punkrock-Band „Massendefekt“ verpflichtet werden, deren Musiker bereits als Vorprogramm mit den „Toten Hosen“ auf Tour waren.

Die Aachener Holiday Hookers eröffnen das TOLLROCK-Festival. [Foto: Kerstin Gehlen]

„Gerade der erste Tag des Festivals besticht durch hervorragende Newcomer und Aufsteiger der deutschen Musikszene“, beschreiben die Organisatoren ihr Event. Für Supersound werden auch die „Holiday Hooker“ aus Aachen sorgen, die vergangenes Jahr die Jury beim TOLLROCKERZ BandContest überzeugten. 2017 spielten die vier ihre erste EP „Mates of Honour“ ein und sind aktuell auf der Suche nach einer Produktion für ihren ersten Longplayer.

„Der Run auf die Karten ist enorm“, freut sich Lennartz. Bereits in kürzester Zeit war ein Großteil der 1.000 der verbilligten Wochenend-Tickets verkauft, die als „Early Bird“-Angebot auf den Markt kamen.

Neben den strengeren Sicherheitsmaßnahmen, die Jahr für Jahr berücksichtigt werden müssen, haben sich auch die äußeren Rahmenbedingungen des Rockfests verändert. „Wegen der vielen Nachfragen haben wir das Camping-Areal verdoppelt“, erzählt der zweifache Familienvater. Mittlerweile stehen den Besuchern 16.000 Quadratmeter zur Verfügung – jeweils in Parzellen unterteilt. Diese haben eine Größe von circa 10 x 5 Metern.

„Die Erweiterung des Campingbereichs bringt natürlich auch Kosten mit sich. Daher erheben wir eine Campinggebühr in Höhe von 15,00 Euro pro Parzelle.“ In diesem Startgeld sind fünf Euro „Müllpfand“ enthalten, die erstattet werden, sobald die Festivalgäste bei ihrer Abreise den Platz ordentlich hinterlassen und ihren gefüllten Müllsack, der ihnen bei der Anreise übergeben wird, wieder zurückbringen.

In diesem Jahr sind auch erstmals drei Getränketheken in Betrieb. Das Essensangebot im Catering-Bereich wurde ebenfalls erweitert, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. „Neben der klassischen Currywurst mit Fritten gibt es Thai-Wok, Rievkooche, Pizza und Eis“, schaut Lennartz voraus. Auch für Vegetarier wird ein reichhaltiges Angebot zubereitet.

Inzwischen lagern 12.000 bedruckte, wiederverwendbare TOLLROCK-Becher im Depot. Auch für die kleinen Drinks wurden inzwischen Becher mit dem Festival-Logo bedruckt. „Nach jedem Konzert werden die Mehrweg-Becher von der Dorfgemeinschaft gespült.“ Ein Kraftakt, der die Organisatoren aus drei Generationen auch kräftig zusammenschweißt. „Unser Verein ist mittlerweile größer geworden“, lobt Lennartz diesen einmaligen Dorfzusammenhalt. 23 Mitglieder organisieren inzwischen das Rockfestival hoch über dem Rursee. „Eigentlich sind wir in unserer Freizeit das ganze Jahr über mit der Planung und Organisation beschäftigt, doch ohne all unsere Dorfvereine wäre das Festival nicht zu realisieren“, resümiert Mario Lennartz die gemeinsamen Vorbereitungsarbeiten.

Der Erfolg wird ihnen auch im 17. Jahr recht geben: „Wir müssen nur auf die Autokennzeichen schauen, um zu sehen, wer zu unserm Festival kommt“, weiß er aus Erfahrung. Egal, ob aus Hamburg, Essen, Baden-Baden oder Karlsruhe – das familiäre Rock-Festival hoch über dem Rursee lockt inzwischen Besucher aus der gesamten Republik und den Nachbarländern an.

Zum Abschluss des 17. TOLLROCK-Festivals wird es diesmal regional. „Gnadenhof“ aus der Nordeifel präsentieren Rockhits aus den letzten 40 Jahren. Nach zahlreichen Auftritten auf verschiedenen Bühnen der Eifel haben sie sich in der hiesigen Musikszene einen Namen gemacht und krönen ihr bisheriges Schaffen mit dem Schlussakkord auf der großen TOLLROCK-Bühne.

Der Vorverkauf für das Festival läuft noch bis kurz vor der Eröffnung und die Veranstalter empfehlen ausdrücklich diesen zu nutzen, schließlich meldete man im letzten Jahr am Samstag erstmals ausverkauft und die Tageskassen mussten weitgehend unbesetzt bleiben. Tickets gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.koelnticket.de/tollrock-tickets. Ein Tagesticket ist für 18,00 Euro zu haben. Das Wochenendticket für beide Tage kostet 36,00 Euro, jeweils zzgl. der Servicegebühr der VK-Stellen.

Der Campingplatz öffnet für die Festivalgäste am Donnerstag, 11. Juli, ab 12.00 Uhr und schließt am Sonntag um 14.00 Uhr. Auch beim Festival 2019 gilt aus Sicherheitsgründen ein striktes Taschen- und Rucksackverbot auf dem Rock-Gelände. Nur Bauchtaschen, Kleintaschen und Mini-Rucksäcke mit einer Abmessung von maximal 20 x 20 x 7 Zentimetern sind zugelassen. Vorsorglich weisen die Veranstalter darauf hin, dass alle Besucher und alle Taschen überprüft werden – mit Verzögerungen beim Einlass ist deshalb zu rechnen. Weitere Informationen sind unter www.tollrock.de zu finden.

21.6.2019LebenNideggen, Schmidt0 Kommentare bwp

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