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Gaukler Tumalon wird die Besucher des Burgenmuseums mit Schabernack und Feuerzauber unterhalten.

„So treiben wir den Winter aus …“

Nideggen: Mit einem Mittelalterfest und kunterbunten Aktionen macht das Burgenmuseum der Winter-Tristesse endgültig den Garaus. Als Auftakt in die neue Ausstellungs-Saison heißt es am Wochenende zum vierten Mal: „So treiben wir den Winter aus“. Dieses überlieferte Lied wurde bereits vor mehr als 500 Jahren gesungen, wenn es galt, die kalte Jahreszeit mit all ihren Entbehrungen zu verjagen und den farbenfrohen Frühling herbeizulocken.

Auch beim diesjährigen Burgfest können die Besucher das alltägliche Leben und die traditionellen Handwerksberufe der damaligen Zeit hautnah erleben: Buchbinder und Lederer, Steinhändler und Schmuckwerker, sowie Imker und Salzwerker führen ihr Können vor. Thematischer Schwerpunkt liegt diesmal beim Einfärben von Stoffen und der hierarchischen Bedeutung von Farben im Mittelalter.

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Kostbar gewandet ist dieses mittelalterliche Burgfräulein.

Schon in früheren Jahrhunderten spielte Mode eine wichtige Rolle und allein an der Farbgestaltung des Gewandes ließ sich damals der soziale Stand seines Trägers ablesen. Purpurrote, blaue, grüne, silberne oder goldgelbe Roben signalisierten Macht und Reichtum. So gelangte der Beruf des Färbers bereits im 13. Jahrhundert zu hohem Ansehen. Das Fachwissen dieser Experten wurde in ganz Europa fürstlich entlohnt, denn im Hoch- und Spätmittelalter bevorzugten die Frauen am Hofe edle, in Safran gefärbte Seiden. Um ein Kilogramm des begehrten Farbstoffes zu erlangen, mussten allerdings 150.000 Blütenblätter des Safran-Krokusses gesammelt werden. Kein Wunder also, dass sich die niederen Stände diesen Luxus nicht leisten konnten. Hier musste die Färberdistel ausreichen, um die gewebten und gewalkten Stoffe in ein sonniges Gelb zu tauchen.

Am Wochenende lassen sich Färber, Filzer und Weber auf allen Etagen des Burgenmuseums über die Schulter schauen. Sie zeigen, aus welchen Rohstoffen und Naturprodukten früher Farben gemischt wurden und führen ihre alten Handwerkstraditionen aus vergangenen Jahrhunderten vor – völlig wetterunabhängig im Bergfried der Nideggener Burg.

Angeheizt wird das mittelalterliche Spektakel von Tumalon, dem Gaukler. Der historische Spielmann verzaubert die Zuschauer an beiden Tagen mit Jonglage (15.30 Uhr) und einer Feuershow (16.30 Uhr). Seit mehr als 25 Jahren entführt der reisende Gaukler bei Mittelalterfesten in vergangene Jahrhunderte und im Laufe der Jahre entwickelte sich der rote Filzhut mit der langen Fasanenfeder zu seinem Markenzeichen. „Früher habe ich meine Kostüme selber genäht“, erzählt er lachend. Mittlerweile kümmern sich professionelle Hutmacher und Theaterschneider um sein farbenfrohes Gewand. Viele Male gastierte Tumalon bereits auf Burg Nideggen: „Das ist schon eine beeindruckende Anlage!“

Das „Mhylsteyn Duo“ wird dem Fest am Wochenende um 14.00 Uhr den musikalischen Rahmen geben und in der Taverne können sich die Besucher köstliche Getränke und Gerichte nach mittelalterlichen Rezepturen schmecken lassen.

Weitere Informationen zu dem bunten Treiben telefonisch unter 02427-6340 oder

http://www.kreis-dueren.de/burgenmuseum/index.html
. Anfragen per Mail an .

„So treiben wir den Winter aus…“ – Mittelalterfest im Nideggener Burgenmuseum – Samstag, 28. Februar, von 12.00 bis 17.00 Uhr und Sonntag, 1. März, von 11.00 bis 17.00 Uhr.

Eintrittspreise: Erwachsene: 4,00 Euro (ermäßigt 3,00 Euro) Kinder: 2,00 Euro

27.2.2015KulturNideggen0 Kommentare bwp

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