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Pendler warten morgens oft vergeblich auf ihren Zug. [Foto: pg]

Bahnprobleme: Eifelpendler sind noch nicht zufrieden

Eifel: Es ist ein Thema, das die Gemüter erregt – der Nahverkehr auf der Eifelstrecke. Mitte Dezember 2014 wurde der Fahrplan gewechselt und der Nahverkehr Rheinland (NVR) setzte die neuen LINT-Züge ein. Doch es gab Mängel an den Fahrzeugen und gravierende Verspätungen, sowie Zugausfälle besonders auf der Voreifelbahn Linie S 23 (Bonn-Euskirchen-Bad Münstereifel) und den Linien der Eifelstrecke RE 12 (Köln-Euskirchen-Trier) und RB 24 (Köln-Euskirchen-Gerolstein).

Die Pendler protestierten und sie stießen in der Politik auf Gehör. Die Situation wurde zum Thema im Ausschuss Planung, Umwelt und Verkehr (s. EIFELON Ausgabe 19 vom 6. Februar 2015). In der folgenden Ausschusssitzung vom 17. März berichteten Dirk Helfert, Leiter des Verkehrsbetriebs Rheinland der Deutschen Bahn Regio AG, und Heiko Sedlaczek, Geschäftsführer des NVR, über durchgeführte Maßnahmen und künftige Fahrplanoptimierungen.

Da die Ziele noch nicht vollständig erreicht seien, würden weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Qualität erarbeitet und umgesetzt. Hierzu würden diverse Ideen zur Optimierung des Fahrplankonzeptes und zur Verbesserung des Fahrgastflusses im Fahrzeug überprüft. Des weiteren würde ein Update der Fahrzeugsoftware erfolgen. Bis zum Juni soll eine Verbesserung der Fahrplanstabilität und eine Verkürzung der Reisezeit von Gerolstein nach Bonn im Zeitraum zwischen 6 und 7 Uhr morgens erfolgen. Dadurch würde sich die Reisezeit zum Beispiel von Blankenheim nach Bonn um zehn Minuten verkürzen. Für den Dezember 2015 ist die Taktanpassung S 23 auf einen 15/15 Takt mit abgestimmtem Busverkehr geplant.

Gaby Cremer, Initiatorin der facebook-Gruppe „Eifelpendler“ und Sprecherin für mehr als 1.600 Mitglieder, ist dies nicht genug. Die verbesserte Fahrzeugverfügbarkeit des Coradia LINT hieße nichts anderes, als dass die technischen Mängel an den Zügen repariert wurden – eine grundlegende Selbstverständlichkeit, betonte Cremer in einer Pressemitteilung. Die Fahrplanoptimierung geht den Eifelpendlern ebenfalls nicht weit genug, denn die bedeute, dass für nur drei Züge morgens nach Bonn die Umsteigezeiten wieder auf das ursprüngliche Niveau vor dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 herabgesetzt wurden. Bei allen anderen Zügen gäbe es keine Veränderungen, bemängelte die Sprecherin. Eine geforderte Schnellverbindung mit dem Einsatz von für die Fahrstrecke geeigneten Zügen sei nicht erfüllt worden. Die Eifelpendler fordern nun die Abstellung eines Sonder-Beauftragten für die Eifelstrecken beim Kreis Euskirchen und die Beauftragung eines unabhängigen Ingenieurbüros zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie.

Die Beauftragung eines Gutachters lehnte die Verwaltung unter Zustimmung der Ausschussmitglieder jedoch vorerst ab. Zunächst sollen die Ergebnisse von NVR und der Bahn im Sommer abgewartet werden. Zumal der Kreis Euskirchen dafür keine Mittel im Haushalt eingeplant hat.

Auf seiner Sitzung vom 25. März beschloss der Kreistag einstimmig, die Resolution „Kundenfreundlichkeit und Qualität im ‚Schienenpersonennahverkehr‘ (SPNV) ausbauen“, in der unter anderem eine deutliche Erhöhung der Regionalisierungsmittel gefordert wird, sowie die Erhöhung der Zahlungen bei Verspätungen und Zugausfall an Zeitkarteninhaber.

Öffentliche Niederschrift über das Ergebnis der Ausschusssitzung vom 17. März (Top 4: Aktuelle Situation des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Kreis Euskirchen):
Oeffentliche_Niederschrift_Ausschuss_fuer_Planung-_Umwelt_und_Verkehr_17.03.2015.pdf

Resolution:
Resolution_SPD_R_7-2015.pdf

26.3.2015PolitikEifel0 Kommentare pg

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