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ZwEifler: Hiobsbotschaft für Heimbach

Heimbach, Mariawald: Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Das über 500 Jahre alte Kloster Mariawald – Ziel vieler Pilger und Wanderer – soll noch im Laufe dieses Jahres „dichtgemacht“ werden. Unabhängig vom spirituellen Impuls würde das für Heimbach ein weltliches, besser gesagt: ein wirtschaftliches und touristisches Desaster bedeuten. Das im Kermeter errichtete Kloster ist – im doppelten Sinne des Wortes – nicht nur für Gäste aus ganz NRW ein Ort der „Einkehr“. Egal, ob für Gläubige, Touristen oder einheimische Besucher. Kloster Mariawald ist ein Ort der „Stärkung“ – kirchlich, weltlich und touristisch. Wallfahrt oder Wanderverein, Rangertour oder Rurseeschifffahrt… Das idyllische Kloster Mariawald gehört zu Heimbach wie der Eiffelturm zu Paris. Auch die Kölner „losse d’r Dom in Kölle…“

Wir werden alle nicht jünger. Und dass die Patres dort oben in dem wundervollen, abgelegenen Kloster ein Durchschnittsalter von 81 Jahren haben, ist für unsere heutige Gesellschaft keine Besonderheit. Viele von uns werden den Spruch „Das Haus verlasse ich erst mit den Füßen voraus“ kennen. Nun aber sollen die betagten Mönche, eine gewachsene Gemeinschaft, die sich Jahrzehnte lang schweigend „um Gott und die Welt“ gekümmert haben, in alle Winde zerstreut werden?

Vielleicht tobt hinter den Kulissen ein „Glaubensstreit“, mag sein. Aber darf man dann auch gleichzeitig ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen zum Einsturz bringen? Das erinnert an die Trompeten von Jericho. Ein heftiger Ton aus der Ferne – sei es aus Rom oder Tilburg – und schon schwanken die Mauern…

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

26.1.2018Politik, KommentarHeimbach, Mariawald0 Kommentare bwp

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