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Freurig war sie, die Geburt der neuen Glocke. [Fotos: Patrick Symma]

Von der Glockenidee zur Glockenweihe

Hürtgenwald, Simonskall: Auch für Weihbischof Dr. Johannes Bündgens war es eine Premiere, als er am Abend des 4. Oktobers die beiden neuen Glocken der Marienkapelle in Simonskall segnete und eigenhändig eine Klangprobe nahm. Seitdem ertönt wieder wohlklingendes Glockengeläut aus dem rund 50-Seelen-Dorf. „Es war ein bewegender Moment, die Glocken zum ersten Mal läuten zu hören“, erzählt Berthold Rüttgers, Vorsitzender des Fördervereins der Marienkapelle.

Der Förderverein hatte letzten Dezember begonnen, Spendengelder für zwei neue Glocken zu sammeln. Die ursprüngliche große Glocke mit unbekanntem Namen wurde in der Endphase des Zweiten Weltkriegs eingeschmolzen. Der verbliebenen kleineren Raffaelsglocke zuzuhören, war mittlerweile kein Hörgenuss mehr. Sie hatte einen Riss und klang seitdem schrill. Spannend war die Frage, ob der Förderverein noch in diesem, für die Kapelle und gerade auch für die Hürtgenwalder Region wichtigen Jahr genug Geld für den Guss zweier neuer Glocken zusammenbringen würde: Die Kapelle feiert ihr 80-jähriges Jubiläum und Deutschland 70 Jahre Frieden nach dem Zweiten Weltkrieg. Dank der Spenden von Vereinen, Mitgliedern des Fördervereins und Gönnern wie der F. Victor Rolff-Stiftung, die 60 Prozent der Kosten des 15.000 Euro-Projektes übernommen hat, konnte Glockengießer Simon Laudy das Projekt umsetzen und die neue Marienglocke gießen.

Nur durch Zufall ist Berthold Rüttgers auf den niederländischen Spezialisten gestoßen und hat sich dann bewusst für Laudy entschieden, weil er der einzige, dem Förderverein bekannte Glockengießer ist, der das alte Handwerk in ganz einfachem Rahmen vor Ort ausführt. So konnte jeder, der wollte, die Glockengeburt live in Simonskall miterleben. Eifelon berichtete. Die kleinere Josefsglocke hatte Laudy bereits in seiner Glockengießerei in Groningen gegossen.
Fördervereinsmitglied Michael Helbing hat den Vorgang des Glockengießens samt Ofenbau in Simonskall gefilmt und seinen Mitschnitt auf youtube eingestellt.

Die beiden neuen Glocken haben jeweils den gleichen Ton wie das alte Geläut. Benannt sind die Marien- und die Josefsglocke nach dem Patronat der Kapelle Maria Himmelfahrt und nach der Zugehörigkeit zur Kirchengemeinde St. Josef Vossenack. Die alte Raffaelsglocke hat inzwischen den beiden neuen Glocken Platz gemacht. Im kommenden Jahr wird sie nahe der Kapelle ausgestellt.

Natürlich sind die neuen Glocken zur Zeit eine touristische Attraktion für den Ort. Wer dem Glockenklang lauschen möchte: Zum Gottesdienst erklingen beide, die 202 Kilogramm schwere Marienglocke in „es“ und die kleinere Josefglocke in „ges“. Auch läuten sie den Sonn- und Feiertag am jeweiligen Vorabend um 19.00 Uhr ein und zu deren Ausgang um dieselbe Uhrzeit. Die kleinere Josefglocke erklingt zudem täglich um 12.00 Uhr und um 18.00 Uhr zum Angelus. Trotz des großen öffentlichen Interesses an der Glockengeburt betont Berthold Rüttgers, dass die Kapelle vor allem eines ist: ein Ort der Besinnung und des Gebets.

Sie haben weitere Fragen rund um die neuen Glocken der Marienkapelle? Berthold Rüttgers vom Förderverein () hilft Ihnen gern weiter.

16.10.2015LebenHürtgenwald, Simonskall0 Kommentare js

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