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Auf Bürgertreffs und in Veranstaltungen demonstriert Jaeger für die Infraschall-Opfer. [Foto: cpm]

Infraschall-Opfer organisieren sich

Kreuzau: Peter Jaeger kann bei Wind oder Sturm keine Nacht richtig schlafen. Er wacht auf, hat Kopfschmerzen, ist schweißgebadet, Herzrasen, Übelkeit. Er ging zum Arzt, wollte wissen, was ihm fehlt. Das EKG war unauffällig, der Mediziner schickte ihn zum nächsten Arzt, der weiter in die Klinik zum Ganzkörper-Check: Alles in Ordnung, keine medizinische Ursache feststellbar… Dann der Weg zum Psychiater, auch hier keine psychische Erkrankung feststellbar. Das ging so über mehrere Monate.

Im Urlaub waren dann die Beschwerden wie weggeblasen. „Die Belastungen haben etwas mit dem Wohnort zu tun“, ist sich Peter Jaeger irgendwann sicher, Kreislaufprobleme, Bluthochdruck, Schwindel und Übelkeit treten verstärkt bei Wind aus Südwest auf.

Jaeger gehört zu den circa 25 bis 30 Prozent der Bevölkerung, die auf mechanischen Infraschall und Bodenschall empfindlich reagieren. Über den Untergrund tragen die unhörbaren niederfrequenten Schallwellen der Windanlagen in der Nähe seines Hauses zu seinen Beschwerden bei, ist sich Jaeger mittlerweile sicher.

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig hat zusammen mit Forschern der Berliner Charité und der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf wissenschaftlich belegt, dass Menschen auch Töne weit unter 20 Hertz, der offiziellen Hörgrenze, körperlich wahrnehmen: Infraschall und Körperschall von Windanlagen und seine Auswirkungen auf den menschlichen Organismus konnen seitdem nicht mehr als Spinnerei und Nocebo-Effekt abgetan werden.

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Viele Menschen reagieren sensibel auf Infraschall, ohne es zu wissen. Diese Schallwellen hört der Mensch nicht bewusst, der Körper nimmt sie aber trotzdem wahr. Sie wirken unter Umständen wie ein Störsender auf den gesamten menschlichen Organismus. Der langwellige Infraschall mit seinen Frequenzen unter der Hörschwelle durchdringt dabei Mauerwerk und Wohnhäuser.

Mittlerweile gibt es viele Betroffene aus ganz Deutschland, die durch diesen technisch erzeugten Schall beeinträchtigt sind. „Es beginnt oft mit einer Art Rauschen und Pulsieren im Kopf“, so beschreiben es Betroffene, begleitet von Kopfschmerzen, Schwindel, Herz- u. Kreislaufproblemen, Magen- und Darm- sowie Schlafstörungen und vieles mehr. Anwohner von Windrädern erklären, dass für sie diese Wahrnehmung bei Westwind am höchsten ist. Sobald  die Windanlagen vorübergehend stillstehen, ist die Belastung nicht mehr spürbar.

Wer in den letzten 3 Jahren unklare, gesundheitliche Beschwerden bekommen hat, sollte sich fragen, ob die Ursache in Zusammenhang mit dem Aufbau neuer oder vergrößerter Windräder oder anderen technischen Anlagen stehen könnte,

so Peter Jaeger. Er zieht nun aus seinen Erfahrungen die Konsequenzen und will Betroffene und Interessierte über die Phänomene von Infraschall und Körperschall, und wie man ihnen auf die Spur kommt, informieren.

Ich möchte, dass sich die Schallopfer und die, die es nicht werden möchten, aus ganz Deutschland vernetzen, treffen, Erfahrungen austauschen und weitere Vorgehensweisen beraten und planen.

Das Treffen zum Kennenlernen mit persönlichen Erfahrungsberichten, einem Expertenvortrag zum Thema Infraschall und Körperschall, Mess- und Nachweisverfahren, sowie der Erarbeitung von Vorschlägen und Ideen für gemeinsame Maßnahmen in einer Arbeitsgruppe, plant Peter Jaeger am Wochenende, vom 29. Juni bis 1. Juli 2018, in einem Landgasthof  in der näheren Umgebung von Kassel.

Es ist natürlich die große Frage, wie viele Teilnehmer sich dazu melden. Wir sollten grundsätzlich die Sache angehen und einfach starten. Jeder einzelne von Euch könnte noch weitere Betroffene und Interessierte ansprechen oder anschreiben und zur weiteren Planung mit mir bis zum 30. April Kontakt aufnehmen“, sagt Peter Jaeger.

Nähere Infos: Peter P. Jaeger, Wilhelm-Böhmer-Str. 21, 52372 Kreuzau, Tel. 02422 – 9598823, Email:

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20.4.2018LebenKreuzau0 Kommentare cpm

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